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Bad Doberan Neuer Platz für Freizeit und Sport
Mecklenburg Bad Doberan Neuer Platz für Freizeit und Sport
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00:00 13.08.2018
An der Umgehungsstraße wird ein neues Baugebiet erschlossen – zehn Hektar groß und mit ganz besonderer Bestimmung. Quelle: Fotos: Lutz Werner
Kühlungsborn

Das neue Stadtgebiet zwischen der Umgehungsstraße „Grüner Weg“, den Molli-Gleisen, der Kleingartenanlage Ost und der Straße zur Asbeck wird bis zum Frühjahr 2019 baulich voll erschlossen sein. Nachdem dort in den zurückliegenden Jahren bereits Wohngebiete sowie ein großes Alten- und Pflegeheim mit einem Betreuten Wohnen entstanden, wird jetzt die letzte noch vorhandene Brachlandfläche zu Bauland gemacht.

Kühlungsborn erschließt ein Sondergebiet für Jugendherberge und Freizeit.

Die rund zehn Hektar große Fläche hat eine besondere Bestimmung: „Wir erschließen hier ein Sondergebiet, das in erster Linie für Sport und Freizeit zur Verfügung stehen wird“, erklärt Planer Ernst-Joachim Rapp vom Planungsbüro Merkel Consult Bad Doberan. Eine Ausnahme gibt es allerdings: Ein Grundstück, das direkt an die Kleingartenanlage angrenzt, wird für die Ansiedlung eines Logistik-Unternehmens vorbereitet. „Darüber verhandeln wir allerdings immer noch mit dem Unternehmen“, so Bauamtsleiterin Peggy Westphal zum aktuellen Stand der Dinge.

Die Tiefbauarbeiten zur Erschließung des großen Gebiets begannen am 14. Juni und sollen bis Frühjahr 2019 vollendet sein. Kurz danach sicherten Archäologen Funde aus der Ur- und Frühzeit. Gearbeitet wurde bisher bei anhaltender Trockenheit und – bis vergangene Woche – bei großer Hitze. „Für den Tiefbau war das Wetter in den vergangenen Wochen optimal. Wir liegen voll im Zeitplan“, sagt Bauleiter Frank Gläsel von der Firma TEK Rostock in Papendorf. „Die Leute, die hier an der Küste arbeiten, haben immerhin ein paar Grad weniger als auf unseren Baustellen rund um Rostock“, meint er. Hitze ist in diesen Tagen eben relativ.

Zentrum des neuen Baugebiets wird ein großes Geviert sein, das von einer Straße mit Gehweg umschlossen wird und mit Bäumen gesäumt wird. Östlich davon – zur Gartenanlage hin – ist das Grundstück, das der Logistik-Betrieb nutzen könnte. Direkt entlang der Molli-Schienen wird der Spazierweg verlängert, der jetzt bis zum Alten- und Pflegeheim reicht. Auch der nur provisorisch ausgebaute Parkplatz an der Umgehungsstraße soll größer und weniger provisorisch werden.

Bis dahin ein völlig normales Erschließungsvorhaben. Allerdings ein bisher ungedeckter Scheck auf die Zukunft. Denn die Stadtvertretung hat den Bebauungsplan Nr. 25 – Sondergebiet für Jugendherberge, Sport- und Freizeitanlagen – beschlossen, um Platz für notwendige touristische Freizeit-Infrastruktur zu schaffen, von der auch die Kühlungsborner ihren Nutzen haben sollen. So war in diesem Zusammenhang auch schon davon die Rede, dass dort eine Tennis-Halle und eine neue, großzügig konzipierte Schwimmhalle entstehen könnte. Der Knackpunkt allerdings: Das alles ist bisher Wunschdenken, konkrete Bauvorhaben gibt es nicht und auch keine Investoren dafür. Die Bauamtsleiterin bestätigt: „Wir erschließen dieses Gebiet, um potenziellen Investoren für die dort von uns gewünschten Vorhaben optimale Bedingungen bieten zu können.“ Die Stadt gehe dabei mit immerhin 1,2 Millionen Euro in Vorleistung. Denn so viel kostet die Erschließung des doch recht großen Gebietes.

Die Nähe des künftigen Gebietes für Sport- und Freizeit mit einer Jugendherberge zu einem großen Komplex, in dem Senioren wohnen, ist für Planer Ernst-Joachim Rapp unbedenklich. „Für die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie von betreuten Wohn- Einrichtungen ist es wichtig, dass sie sich nicht an den Rand einer Kommune gedrängt sehen. Hier entsteht ein Gebiet, in dem Leben sein wird, Generationen sich begegnen werden. Das kann für beide Seiten nur gut sein“, sagt er.

Lutz Werner

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