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Bad Doberan Neues Busticket für den Landkreis Rostock
Mecklenburg Bad Doberan Neues Busticket für den Landkreis Rostock
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00:37 15.06.2018

Die sechs bis 20 Jahre alten Schüler im Landkreis Rostock sollen künftig mehr mit Bus und Bahn fahren. Der Kreistag hat auf seiner Sitzung am Mittwoch der Einführung eines Schülerfreizeittickets zugestimmt. Kritik äußerten einige Kreistagsmitglieder an der mangelhaften Busanbindung in einigen Dörfern.

„„Wir möchten damit die Mobilität erhöhen und mehr Freizeit- aktivitäten ermöglichen. Wir wollen aber auch die Sicherheit erhöhen.“Romuald Bittl, Dezernent für Wirtschaft und Bau im Landkreis Rostock

Mit Beginn des neuen Schuljahres am 20. August sollen die Schüler von Grund-, Förder- und Regionalschulen sowie Gymnasien und beruflichen Schulen, die im Landkreis Rostock wohnen, das Ticket nutzen können. „Wir möchten damit die Mobilität erhöhen und mehr Freizeitaktivitäten ermöglichen“, sagte Romuald Bittl, Dezernent für Wirtschaft und Bau im Landkreis Rostock. „Wir wollen aber auch die Sicherheit erhöhen.“ Das Ticket sei zudem ein Beitrag für den Umweltschutz. Nutzer des Schülerfreizeittickets seien zukünftige Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).

Das Ticket wird pro Monat 39,20 Euro kosten. Der Landkreis Rostock zahlt davon 19,60 Euro. Es wird montags bis freitags ab 13 Uhr bis 3 Uhr des Folgetages gültig sein, am Wochenenden, Feiertagen und in den Ferien kann es ganztägig genutzt werden. Die Schüler können damit im Gebiet des Verkehrsverbunds Warnow fahren. Zum Vergleich: In der Hansestadt kostet das Schülerticket die Eltern 27,50 Euro im Monat und gilt im Stadtgebiet.

Die Links-Fraktion unterstützte den Antrag, Peter Georgi merkte jedoch an: „Es nützt nicht viel, verbilligte Tickets anzubieten, wenn auf den Dörfern kein Bus fährt, vor allem in den Ferien nicht.“

Er regte an, über die Taktung der Busse in den Ferien und am Abend nachzudenken. In dieselbe Kerbe schlägt die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Das Angebot sei sinnvoll, nütze aber nichts, „wenn am Abend, am Wochenende und in den Ferien kein Bus fährt, weil der Schulbus das einzige ÖPNV-Angebot ist“, so Christine Borgwald. „Meine Sorge ist, wie gelingt es mit kreativen und bezahlbaren Ideen, den Personennahverkehr zu beleben“, fragte Dr. Ernst Schmidt (SPD). Wolfgang Wehrmann (ptl.) regte an, das Geld für das Schülerfreizeitticket an die Gemeinden zu geben, die damit in Form von Bürgerbussen ein Angebot finanzieren könnten. So würde das Ticket ein Angebot für eine etablierte Gruppe sein.

Landrat Sebastian Constien (SPD) wies darauf hin, dass der Landkreis zusammen mit dem Busunternehmen Rebus natürlich versuchen werde, Angebote zu erweitern, wo Bedarf sei. Aber: „Wir sind ein Flächenland und müssen uns daran gewöhnen, dass nicht alle zehn Minuten ein Bus fährt.“

al

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