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Bad Doberan Neues Haus für Kinder in Nepal
Mecklenburg Bad Doberan Neues Haus für Kinder in Nepal
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00:02 01.12.2017
Der Bau des Haupthauses, in dem sich unter anderem die Schlafsäle für die Mädchen befinden werden, ist bereits weit vorangeschritten.
Bad Doberan

Seit dem Erdbeben im Frühjahr 2015 ist in Nepal nichts mehr wie es vorher war. Viele Menschen und Gebäude sind dem starken Beben zum Opfer gefallen.

Dank Doberaner Spenden kann Neubau errichtet werden / Jörg Griebenow berichtet über Fortschritte

„Glücklicherweise hat es das Kinderhaus in Dhulikhel nicht so stark getroffen, dass es die Kinder nicht mehr bewohnen konnten. Dennoch musste eine Lösung her, die jetzt – auch Dank vieler Doberaner Spender, die sich fleißig an Sammelaktionen, Benefizkonzerten und Kooperationen beteiligt haben – gefunden werden konnte“, erzählt der Doberaner Jörg Griebenow, der sich seit Langem zusammen mit seiner Frau Katja für die Kinder in Nepal einsetzt.

„Derzeit wohnen etwa 35 Kinder im Alter von drei bis 18 Jahren auf anderthalb Etagen. Neben dem großen Platzmangel fehlt es in dem Haus außerdem an einer Heizung und einer erdbebensicheren Konstruktion“, berichtet er von der derzeitigen Situation in Dhulikhel. Aufgrund all dieser Missstände entschied der Verein „Siddhartha – Hilfe für Nepal“, in dem sich auch Jörg und Katja Griebenow engagieren, ein neues Kinderhaus zu bauen.

2016 konnte ein 1000 Quadratmeter großes Grundstück erworben werden, im März 2017 wurde der Grundstein gelegt. Allein die Bad Doberaner spendeten 10000 Euro und insgesamt gingen bisher 340

000 Euro auf die Spendenkonten ein, so Griebenow. Ein großer Erfolg für die 35 Mitglieder des Vereins und vor allem eine große Hilfe für die Kinder in Nepal. Die Häuser, die derzeit mit den Spendengeldern gebaut werden, sollen zwischen 50 und 60 Kindern ein Zuhause bieten, über Schlafplätze, Gemeinschaftsräume, Büros, eine Küche und einen Speisesaal verfügen und vor allem erdbebensicher sein. „Das erste Haus ist im Bau bereits weit fortgeschritten; alle tragenden Pfeiler stehen und die Decken sind bereits gegossen. Derzeit werden die Wände errichtet und es wird an der Dachkonstruktion gearbeitet“, berichtet Jörg Griebenow vom Baufortschritt. Weiterhin wird beim Bau der zwei Kinderhäuser auch besonders auf die Barrierefreiheit geachtet, denn auch körperlich eingeschränkte Kinder sollen im zukünftigen Kinderhaus problemlos lernen, wohnen und aufwachsen können.

Wenn alles weiter nach Plan verlaufe, sollen die Bauarbeiten im September 2018 abgeschlossen sein, dafür fehlen der Organisation aber noch rund 110 000 Euro. Über weitere Spenden würden sich die Kinder freuen.

„Diese Gelder helfen Kindern wie zum Beispiel Relimaya, die früher zwölf Stunden am Tag als Steinschlägerin arbeiten musste, stark depressiv war und keine Chancen auf ein besseres Leben hatte“, erzählt Jörg Griebenow. Relimaya ist seine Patentochter. „Heute ist sie 17 Jahre alt, besucht die Schule, kann lesen und schreiben und hat dadurch hervorragende Aussichten auf eine erfolgreiche Zukunft“, so der Bad Doberaner.Anne Löhle Weitere Informationen zum Projekt unter http://www.siddhartha-nepalhilfe.de/ oder https://www.charityclubber.com/.

OZ

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