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Bad Doberan Neues Nest für kleine Störche
Mecklenburg Bad Doberan Neues Nest für kleine Störche
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00:05 01.02.2018
Endlich gemeinsam Mittag essen: Das neue „Kinder-Restaurant“ soll zum Treffpunkt für alle Krippen-Gruppen werden. Quelle: Fotos: Lennart Plottke
Bargeshagen

Gespannt sitzen die Jüngsten in der Bargeshäger Kindertagesstätte „Storchennest“ an ihren kleinen Tischchen, die gelben Teller stehen schon bereit, auf dem Küchentresen ist alles angerichtet – jetzt kann das Mittagessen losgehen. „Das ist unser neues Kinder-Restaurant“, sagt Leiterin Constance Reinhold stolz. „Toll, dass wir jetzt solche großzügigen Räumlichkeiten haben.“ Denn in den vergangenen sieben Monaten hat sich das frühere Vereinsheim des Fußballclubs neben dem Kita-Gebäude zu einem kunterbunten Krippenbereich verwandelt.

Mehr Krippenplätze in der Bargeshäger Kita / Ein Highlight: das Kinder-Restaurant

Großer Essenraum, Aufenthalts- und Schlafbereich, zwei Bäder, eigener Eingang mit Kinderwagen-Halle – „für diese doch recht kurze Bauzeit ist das ein gigantisches Ergebnis“, meint auch Kathrin Polz, Geschäftsführerin des Regionalverbandes der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Bad Doberan. „Wir haben so zwölf neue Krippenplätze geschaffen.“ Und das war auch dringend notwendig: „Die Einrichtung platzt schon lange aus allen Nähten“, so Polz. „Bargeshagen ist eine wachsende Gemeinde, es ziehen viele junge Familien hierher.“

Mit dem Krippen-Anbau werden im „Storchennest“ jetzt insgesamt 115 Kinder betreut – 36 kleine Bargeshäger können im neuen Haus untergebracht werden. „Im nächsten Schritt sollen die freigewordenen Bereiche für den Kindergarten umgebaut werden“, blickt Polz voraus. „Denn auch hier gibt es jede Menge Bedarf.“

Mehr als ein halbes Jahr Bauarbeiten – und das bei laufendem Betrieb: Für Constance Reinhold und ihre 17 Mitarbeiter eine enorme Herausforderung. „Immerhin haben wir es hier mit vielen kleinen Würmern und hin und wieder auch aufgeregten Eltern zu tun“, macht die Leiterin deutlich. „Zum Glück hat es mit den Firmen eine sehr wohlwollende Zusammenarbeit gegeben – wir haben uns gut informiert gefühlt.“

Was als positiver Aspekt dazukam: „Wir konnten bei vielen Dingen unsere Vorstellungen einbringen und mitwirken“, freut sich Reinhold. „Etwa bei der Höhe der Wasserhähne, der Kücheneinrichtung oder der Gestaltung der Bäder – wir mussten das vor allem aus dem Blickwinkel der kleinen Mäuse betrachten.“ So habe man ursprünglich geplant, die neuen Räumlichkeiten überwiegend in Weiß zu halten, erklärt die Pädagogin. Dass ein paar Farbkleckse dann doch nicht schaden können, habe sie spätestens an der Reaktion der Kinder gemerkt: „Wie sie hier am Montag staunend durchgegangen sind, fast schon wie durch heilige Hallen – das war schon ein ziemlich emotionaler Moment.“ Und: „Ein Mädchen hat gleich gesagt: ,Guck’ mal, die Farbe sieht aus wie eine Blume!’ Wir haben also alles richtig gemacht.“

Constance Reinhold habe hier erst vor gut einem Jahr als neue Leiterin angefangen, sagt Hans-Peter Stuhr, Gemeindevertreter und Vorsitzender im Jugendausschuss: „Und dann musste sie gleich eine Baustelle übernehmen – manchmal hat sie mir ein bisschen leidgetan.“

Der neue Anbau könne sich sehen lassen, so Stuhr: „Dabei sollten wir uns auch bei unserem Fußballverein bedanken – schließlich hat der dafür sein Vereinsheim aufgegeben.“ Deshalb suche die Gemeinde jetzt nach alternativen Räumlichkeiten: „Wir müssen unseren Sportlern auch was Gutes tun.“ Die Kita tue in diesem Zusammenhang ihr Möglichstes, sagt Constance Reinhold und lacht: „Wir sind gerade dabei, dem Verein 25 kleine Nachwuchs- Fußballer zu schicken . . .“

115

Kinder

werden aktuell in der

Bargeshäger Kita

„Storchennest“ betreut.

Zwölf weitere

Krippenplätze

(insgesamt jetzt 40)

sind durch den neuen Anbau entstanden.

Rund 406 000 Euro

soll die Baumaßnahme

insgesamt kosten –

neben einer Förderung durch den Landkreis in Höhe von 225 400 Euro steuerte die Gemeinde

Eigenmittel bei.

Die Arbeiterwohlfahrt als Träger kümmerte sich um die gesamte Ausstattung.

Lennart Plottke

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