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Bad Doberan Ein Prosit auf das Ehrenamt
Mecklenburg Bad Doberan Ein Prosit auf das Ehrenamt
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09:13 12.01.2019
Stoßen auf weitere Partnerschaft der Städte Bad Doberan und Bad Schwartau an (v.l.): Johanna Schuberth, Carsten Dyck, Alexander Schmuck, Wiebke Zweig, Dr. Frank Keebingate, Elisabeth Kremer, Thorsten Semrau, Jochen Arenz und Birgit Mersjann Quelle: Anja Levien
Bad Doberan

Das Ehrenamt, die freiwillige Feuerwehr Bad Doberan und die Beziehungen zur Partnerstadt Bad Schwartau waren am Freitagabend Themen beim Neujahrsempfang der Münsterstadt. Etwa 230 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Sport, Tourismus und Freizeit waren der Einladung der Stadt gefolgt. Bürgermeister Torsten Semrau (parteilos) zeigt sich bei seiner letzten Neujahrsansprache zufrieden mit der Entwicklung der Stadt. Neue Wohngebiete entstehen, die Einwohnerzahl steigt – 2018 um 251 auf 13 203 –, der Schuldenberg wurde abgebaut und zehn Millionen Euro lagen zum Jahresende in der Stadtkasse. Tipp für die Zukunft: Von der Stadtvertretung in der Partnerstadt Bad Schwartau könne sich die Bad Doberaner noch was abgucken, so Semrau.

Mit Rotwein, Sekt und Konfitüre kamen die Bad Schwartauer nach Bad Doberan. Das erste Mal war Wiebke Zweig dabei, seit Juni 2018 Bürgervorsteherin von Bad Schwartau. „Es macht Spaß, weil ich Bad Schwartau aus einer anderen Perspektive kennenlerne. Meine Heimat erschließt sich mir neu, durch die Besuche bei den Bürgern“, erzählt sie und trägt sich in das Gästebuch der Münsterstadt ein.

Die Partnerstadt ist auch Thema bei Marianne Bökenhauer und Heide Voß vom Seniorenbeirat der Stadt. „Wir besuchen uns gegenseitig“, sagt Marianne Bökenhauer. Der Erfahrungsaustausch sei wichtig und sollte aufrecht erhalten werden.

Ehrungen für zwei Bad Doberaner

Die Partnerschaft wird auch von der freiwilligen Feuerwehr Bad Doberan gepflegt. „Die Jugendlichen schwärmen heute noch von den Aktivitäten mit der Partnerstadt“, sagt Stadtvertretervorsteherin Birgit Mersjann (SPD) in Bezug auf die Arbeit, die Jugendwartin Juliane Schwanbeck in der Jugendfeuerwehr leistet. Für ihr Engagement ist sie jetzt gewürdigt worden. „Sie ist immer einsatzbereit, hat ein offenes Ohr und man kann sich auf sie verlassen“, so Mersjann. „Sie leitet den Nachwuchs der Wehr mit Herzblut.“

Etwa 230 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Tourismus, Sport und Freizeit trafen sich beim Neujahrsempfang der Stadt Bad Doberan am Freitagabend im Rathaussaal.

Auch Manfred Neu wurde für sein Engagement geehrt. Er ist seit 50 Jahren aktives Mitglied im Doberaner Sportverein (DSV) und leitete von 1993 bis November 2018 die Abteilung Tischtennis. „Er trainiert jetzt noch zwei Mal die Woche Kinder, Jugendliche und Erwachsene“, sagt Mersjann.

Beispiel an Bad Schwartau nehmen

Sportlicher, im Sinne von schneller, könnten auch die Sitzungen der Doberaner Stadtvertretung verlaufen. „Kurz und knapp sind die in Bad Schwartau“, sagt Thorsten Semrau. „Auch wir sollten den Empfehlungen der Fachausschüsse mehr Gewicht einräumen.“ In seiner Rede ging der Bürgermeister auch auf die neuen Wohngebiete ein, die mit der Erweiterung des Gewerbegebietes Eikboom – hier entstehen 80 Baugrundstücke – und an der Nienhäger Chausse (22 Baugrundstücke) entstehen. Diese sind auch für die Stadtwerke Rostock interessant. „Bad Doberan wächst, da sind wir mit dabei“, sagt Stadtwerke-Chefin Ute Römer.

Kein Wohngebiet, aber neues Gewerbe könnte sich in diesem Jahr in Walkenhagen am ehemaligen Standort der Chemiefabrik ansiedeln. Dass der Schandfleck endlich verschwunden ist, darüber freut sich Hans-Joachim Meier, ehemaliger Chef des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt. „Ich wünsche mir eine wirtschaftliche Entwicklung, die auch Arbeitsplätze schafft“, sagt er.

Zur Sprache kommt am Abend auch das Thema Bäderverkaufsverordnung. Nach der neuen Regelung dürfen Geschäfte in Bad Doberan in der Saison sonntags nicht mehr öffnen. „Das ist für uns unfassbar“, betont Semrau, zeigt sich aber mit Blick auf die anwesenden Ministerinnen Katy Hoffmeister (CDU) und Stefanie Drese (SPD) optimistisch, das noch ändern zu können. „Wir sind guten Mutes. Das schaffen wir.“

Anja Levien

Bei Glühwein und Bratwurst werden an mehreren Orten in der Region Bad Doberan die Tannenbäume verbrannt.

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