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Noveg will neue Wohnungen bauen

Noveg will neue Wohnungen bauen

Kühlungsborner Unternehmen steht finanziell wieder auf festen Füßen

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Wittenbecker Landweg 4: In diesem Block will die Noveg das Dach erneuern und ein Dachgeschoss draufsetzen.

Kühlungsborn Steffen Bormke ist seit Mai 2016 Geschäftsführer der Nordbau und Verwaltungsgesellschaft mbH Noveg. Die Wohnungsgesellschaft ist zu 100 Prozent ein Unternehmen der Stadt Kühlungsborn. „Wir sind das, was die Wiro in Rostock ist – im kleineren Maßstab“, beschreibt er das Unternehmen.

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Kühlungsborner Unternehmen steht finanziell wieder auf festen Füßen

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Im Bürgermeisterwahlkampf im vergangenen Sommer war die Knappheit an Mietwohnungen in Kühlungsborn – mit ganz unterschiedlichen Zahlen – immer wieder ein Thema. Wie schätzen Sie die Situation ein?

Steffen Bormke: Ich denke, dass der Bau von 60 bis 70 neuen Mietwohnungen unterschiedlicher Größen den Wohnungsmarkt in Kühlungsborn spürbar entspannen würde. Das betrifft aber nicht nur das Preissegment unter acht Euro je Quadratmeter Kaltmiete, von dem immer gesprochen wird. Es besteht auch ein Bedarf im mittleren Preissegment von acht bis 13 Euro.

Im Wahlkampf wurde auch immer wieder gesagt, die Noveg solle diese Wohnungen bauen. Kann sie das?

Ja. Mittelfristig in einem Zeitraum von drei bis fünf Jahren auf städtischen Grundstücken. Wir arbeiten daran. Kurzfristig gesehen, werden wir aber zunächst im eigenen Bestand bauen.

Was heißt das?

Wir prüfen den Dach-Ausbau der Häuser im Wittenbecker Landweg 4 – das ist der vormalige LPG-Block – und der Häuser Waldstraße 14 bis 18. Hier können bis zu 20 Wohnungen neu entstehen. Das wird nicht das grundsätzliche Problem lösen – aber es wird ein Anfang sein. Und außerdem: Derzeit haben wir sogar 12 Wohnungen zu vergeben – von der der Vierraum- bis zu Einraum-Wohnungen.

Das ist ungewöhnlich, denn Noveg-Wohnungen mit ihren – für Kühlungsborner Verhältnisse – meistens noch moderaten Mieten sind immer schnell vergeben. Wie kommt das?

Im Winter ist – aus welchen Gründen auch immer – viel Bewegung auf dem Wohnungsmarkt. Und durch laufende Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen hatten wir auch einige Umzüge innerhalb unserer Bestandes.

Welche Investitionen sind für 2018 geplant?

Investitionen wird es in Höhe von 160000 Euro geben. Davon entfällt ein großer Teil auf Planungsleistungen. In die Instandsetzung und Modernisierung des Bestandes werden wir in diesem Jahr 516

000 Euro investieren. Etwas mehr als im vergangenen Jahr.

Wird es dabei zu großflächigen Baumaßnahmen mit dem Leerzug ganzer Aufgänge kommen?

Nein. Das können wir bei dem fast 100-prozentigen Belegungsgrad der Wohnungen gar nicht, weil wir keine Ausweichquartiere anbieten können. Denn die Wohnungen, die jetzt leer stehen, werden ganz schnell wieder vergeben sein. Wir werden weiter Schritt für Schritt vorgehen.

Heißt?

Wann immer es Mieterwechsel gibt, wird hochwertig saniert und modernisiert: Bäder, Küchen, gespachtelte Wände, Fußbodenbelag, neue Innentüren. So haben wir 2016 zehn Wohnungen geschafft und 2017 waren es sogar 20. Und dann gibt es natürlich noch einige größere Vorhaben wie den Einbau von Fahrstühlen in Aufgänge einiger vierstöckiger Blocks, Neugestaltung von Grünanlagen, Verbesserung der Parkplatzsituation für unsere Mieter und anderes mehr.

Noch vor fünf, sechs Jahren war der Schuldenberg der Noveg jenseits von zehn Millionen Euro immer wieder ein Thema. Es wurde sogar laut über einen Verkauf des Unternehmens nachgedacht. Das Unternehmen war nicht mehr kreditwürdig. Jetzt reden Sie sogar über den mittelfristigen Neubau von 60 bis 70 Wohnungen. Was ist passiert?

Das Unternehmen steht finanziell wieder auf festen Füßen, ist in den vergangenen Jahren in die Gewinnzone gekommen. Das hatte natürlich etwas mit klugem Wirtschaften zu tun. Aber auch die Situation auf dem Geldmarkt mit der jahrelang anhaltenden Niedrigzinspolitik hat dabei geholfen. Kredite konnten zu günstigeren Konditionen umgeschuldet werden und es wurde möglich, mehr zu tilgen. Wir haben noch immer sehr hohe Belastungen, können jetzt aber wieder daran denken, auch das eine oder andere größere Vorhaben zu finanzieren.

Gehört dazu auch der Bau des immer wieder geforderten Parkdecks im Ortsteil West?

Nein. Wir werden kein Parkdeck bauen, können dies aber für die Stadt zunächst planen und später betreiben. Der Bedarf besteht.

Noveg: Zahlen und Fakten

420 eigene Wohnungen bewirtschaftet die Nordbau und Verwaltungsgesellschaft Noveg in Kühlungsborn. Dazu kommt die Verwaltung von weiteren 600 Wohnungen im Auftrag von Eigentümern in Kühlungsborn, Prerow, Dierhagen und Zingst. Außerdem gehören rund 25 Gewerberäume zum Bestand des Unternehmens.

Ein weiteres Geschäftsfeld ist die Bewirtschaftung des großen Parkdecks in der Rudolf-Breitscheid-Straße/Hafenstraße im Ortsteil Ost mit insgesamt 600 Stellplätzen.

11Mitarbeiter hat das Kühlungsborner Unternehmen.

Interview: Lutz Werner

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