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Bad Doberan Offener Brief an Oberbürgermeister
Mecklenburg Bad Doberan Offener Brief an Oberbürgermeister
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10:56 27.02.2018
Im Ostseebad Nienhagen sollen neue Wohngebiete entstehen. Quelle: Archiv
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Nienhagen

Der Bauausschuss-Vorsitzende von Nienhagen, Michael Flügel, hat mit einem offenen Brief an Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling auf die Nachricht, dass Rostock Nienhagen verklagt, reagiert. Die Stadt hat beim Oberverwaltungsgericht Greifswald eine Normenkontrollklage eingereicht. In der geht sie gegen die Bebauungspläne vor, mit deren Erstellung oder Änderung das Ostseebad Wohnraum schaffen möchte.

„Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, mit Bedauern haben wir in der OSTSEE-ZEITUNG den Artikel gelesen, laut dem Sie die Umland-Gemeinden, die sich nicht an die Drei-Prozent-Regel in der Wohnbebauungen halten, verklagen. Zuvor haben Sie weiterhin behauptet, dass Ihre Nachbargemeinden nicht zu Gesprächen bereit wären. Richtig ist aber, das Sie selbst nicht anwesend waren und ein Vertreter der Stadt Rostock Sonderbaukontingent in Aussicht gestellt hat“, schreibt Michael Flügel in Bezug auf das Stadt-Umland-Forum Anfang Dezember.

Seit Monaten betont Roland Methling, dass sich die Dörfer rund um Rostock an der Finanzierung beispielsweise von Theater oder Zoo beteiligen sollten, da deren Einwohner die Einrichtungen ja auch nutzen. „Die Einwohner des Umlandes nutzen nicht nur eventuell von Rostock subventionierte Angebote wie Theater oder Zoo, sondern bringen auch anderweitig ihr Geld nach Rostock und sorgen für eine gute Auslastung verschiedener Angebote“, so Michael Flügel.

„Nienhagen ist Naherholungsziel für Rostocker Einweihner“

„Unser Ostseebad Nienhagen ist ein beliebtes Naherholungsziel der Rostocker Einwohner und für die touristische Infrastruktur sprich Ordnung und Sauberkeit zum Beispiel am Strand, dem Ausbau der Fernradwege etc. werden hier ebenfalls erhebliche Haushaltsmittel aufgewendet.“ Rostock habe einen stark gestiegenen Wohnungsbedarf, den die Stadt aus eigener Kraft mittelfristig nicht abdecken könne. „Hier sollte befristet von der Drei-Prozent-Regel abgewichen werden, damit diese Wohnraumlücke zeitnah geschlossen werden kann. Wir sind daher diesbezüglich jederzeit zu entsprechenden Absprachen und Wiedereintritt in die Mediation bereit und sehen uns als engen Partner der Hansestadt Rostock.“

Levien Anja

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