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Bad Doberan Parkentiner Weg: Sanierung dauert bis Ende Juli
Mecklenburg Bad Doberan Parkentiner Weg: Sanierung dauert bis Ende Juli
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00:05 13.04.2018
Baustelle: Seit November vergangenen Jahres wird der Parkentiner Weg in Bad Doberan saniert. Quelle: Foto: Anne Löhle
Bad Doberan

Eine voll gesperrte Straße, matschige Gehwege und monatelang keine Möglichkeit, mit dem Auto das eigene Grundstück zu erreichen – seit November 2017 Realität für die Anwohner des Parkentiner Weges. In drei Bauabschnitten wird die Straße, vom Doberweg bis zur Anbindung B105, komplett saniert. „Insgesamt installieren wir für 34 Hausanschlüsse eine neue Niederschlagswasserleitung und legen für 42 Grundstücke eine neue Trinkwasserleitung. Derzeit arbeiten wir im Bauabschnitt zwei, vom Hünenweg bis zum Kollbruchweg“, erklärt Frank Lehmann, Geschäftsführer des Zweckverbands Kühlung.

Die Leitungserneuerung soll voraussichtlich am 29. Juni beendet sein. Bis das große Gesamtpaket, die Straße, der Gehweg, die Zufahrten und die Beleuchtung fertiggestellt sei, dauere es aber voraussichtlich noch bis Ende Juli, teilt Ute Busse von der Doberaner Stadtplanung mit.

Dass die Straße fertig wird, wäre für viele Anwohner eine große Erleichterung: „Seit einem Vierteljahr erreichen wir unsere Grundstücke nicht mehr mit dem Auto, und auch zu Fuß ist das nur sehr schwer möglich“, erzählt eine verärgerte Anwohnerin.

Die vielen Regenfälle in den vergangenen Wochen hätten die Situation noch verschlimmert: „Das war eine Katastrophe“.

Die Baustelle sei total verdreckt, matschig und eigentlich unbegehbar gewesen, schildert sie. „Man kommt nicht vernünftig von einer Straßenseite zur anderen“, bestätigt eine weitere Anliegerin, die vor allem von der Umsetzung der Bauarbeiten verärgert ist. „Die Stadt und auch das Ingenieurbüro sind in der Pflicht, das Maß der Erträglichkeit für die Anwohner in Grenzen zu halten!“

Auch eigentlich alltägliche Dinge, wie der Abtransport von Abfällen oder der Reifenwechsel am Auto – viele haben die Sommerreifen in ihrem Haus gelagert, das Auto steht aber während der Bauarbeiten woanders –, entwickeln sich zu Problemen. „Man kann das nicht einfach dem Zufall überlassen, darum muss sich gekümmert werden. Wir leben hier wie auf dem Dorf, aber immerhin geht es vorwärts“, sagt sie.

Die Stadt wisse von den Beschwerden, könne da aber nichts machen, erklärt Ute Busse. „Für jedes Grundstück einen gesicherten Zugang zu bauen würde exorbitante Kosten bedeuten, das ist unmöglich. “

Bei solchen Witterungsverhältnissen gäbe es nun mal Probleme, da könne so schnell auch keine Lösung gefunden werden, erklärt sie weiter. Nicht nur die betroffenen Anlieger, auch die Bäckerei Carlson leidet unter den Bauarbeiten. „Seit Baubeginn bleiben viele Kunden einfach weg. Wir machen viel weniger Umsatz“, schildert eine Mitarbeiterin die derzeitige Situation.

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahmen sollen rund 1,2 Millionen Euro betragen – wie viel die Anwohner zahlen müssen, ist noch unbekannt. Auch das kritisieren die befragten Anlieger. Sie seien verunsichert, da sie keine Vorstellung davon hätten, welche Kosten auf sie zukämen. Von der Stadt gebe es keine konkreten Informationen: „Wir fühlen uns nicht ernst genommen.“ Zu den genauen Kosten könne man noch keine Angaben machen – „das kann auch noch bis zu vier Jahre dauern“, erklärt Ute Busse. „Dieses Jahr wird das auf jeden Fall noch nichts, die Stadt muss erst die endgültigen Zahlen abwarten.“

Anne Löhle

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