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Bad Doberan Paukenschlag: FSV-Trainer Jens Hillringhaus macht Schluss
Mecklenburg Bad Doberan Paukenschlag: FSV-Trainer Jens Hillringhaus macht Schluss
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11:45 07.05.2018

Paukenschlag beim FSV Kühlungsborn: Trainer Jens Hillringhaus wird seit Amt beim Fußball-Landesligisten am Saisonende nach drei Jahren niederlegen. Das gab der 47-Jährige gestern nach dem 4:0 (2:0)-Sieg seines Teams gegen den PSV Wismar gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG bekannt. „Schon in den vergangenen Wochen hatte ich privat und beruflich bedingt weniger Zeit und konnte nicht mehr alle Spiele und Trainingseinheiten absichern“, begründet Hillringhaus seinen Rücktritt. Die zeitlich angespannte Situation werde sich vorerst auch nicht ändern, sagt der Coach.

Jens Hillringhaus trainiert den FSV Kühlungsborn seit knapp drei Jahren. Im Sommer will er sein Amt niederlegen und sich mehr um Job und Familie kümmern. Quelle: Foto: Ronny Susa

Er habe aktuell keine Ambitionen, eine neue Aufgabe bei einem anderen Verein anzufangen.

Jens Hillringhaus kam im Sommer 2015 zum FSV Kühlungsborn. Zuvor hatte er sechs Jahre lang den damaligen Verbandsligisten Sievershäger SV trainiert, war 2008 von der zweiten zur ersten Mannschaft aufgerückt. Die Rand-Rostocker führte Hillringhaus zweimal ins Landespokalfinale (2012 und 2014) und einmal zum Landesmeistertitel (2013). „Ich habe in den vergangenen 13 Trainerjahren in Mecklenburg-Vorpommern beinahe alles erreicht, was möglich ist“, sagt der C-Lizenz-Inhaber nicht ohne Stolz. Allerdings verpasste er mit den Kühlungsbornern jeweils den Aufstieg in die höchste Landesspielklasse, von dem die Ostseekicker schon seit langer Zeit träumen. Fortan will er mehr Zeit für seine Familie haben. „Meine Tochter ist im Reitsport aktiv und braucht meine Unterstützung, besonders um zu ihren Wettkämpfen zu kommen“, sagt Hillringhaus. Der Kühlungsborner ist auch beruflich als Vertriebsleiter der Postbank Immobilien stark eingebunden.

Mannschaft und Vorstand hat Jens Hillringhaus über sein Ausscheiden zum Saisonende informiert. Der Verein habe fortan genug Zeit, einen Nachfolger zu finden, meint der gebürtige Rotenburger (Wümme).

Er will bei der Suche helfen. „Am Montag (heute/ d. Red.) werden der Vorstand und das aktuelle Trainer- und Betreuerteam zusammensitzen und das Thema beraten“, sagt Hillringhaus. Er hat die erste Mannschaft in den vergangenen Jahren umgekrempelt, holte neue Akteure und ließ verdienstvolle Spieler wie Rico Keil und Ingo Schultz ziehen. „Der neue Coach wird eine intakte Truppe übernehmen“, verspricht Jens Hillringhaus. „Insgesamt ist der Verein gut aufgestellt. Die Finanzen wurden geordnet und das Umfeld stimmt“, wirbt er.

FSV-Klubchef Christian Mothes war gestern nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Vorstandsmitglied René Schultz verwies auf die Sitzung, die heute stattfinden soll. „Erst danach werden wir uns zur Trainersituation äußern“, meinte der 36-Jährige auf OZ-Anfrage.

Mit Jens Hillringhaus an der Seitenlinie bezwangen die Kühlungsborner gestern den PSV Wismar nach einer Leistungssteigerung. Offensivspieler Alexander Fogel brachte die Gastgeber auf dem Rasenplatz im Hermann-Löns-Weg mit seinem Doppelpack auf die Siegerstraße. Später erhöhten Kapitän Robert Franke und Rückkehrer Hannes Zirnsack zum 4:0.

„Zu Beginn hatten wir Probleme mit dem frühen Pressing des Gegners. Besonders nach der Umstellung vom 4-1-4-1-System zum 3-5-2 lief der Ball dann besser und wir haben es souverän heruntergespielt“, analysierte Jens Hillringhaus zufrieden. Er peilt mit seinem Team in den verbleibenden sieben Spielen so viele Siege wie möglich an. „Und dann schauen wir mal, was am Ende dabei herauskommt.“ Aktuell belegt der FSV mit nun 52 Punkten aus 23 Partien den dritten Tabellenrang. Der zweite Platz ist auf alle Fälle noch drin.

Außerdem spielten: SG Dynamo Schwerin – Doberaner FC 0:0

Mehr zur Landesliga West unter: www.oz-sportbuzzer.de

Statistik

FSV: Heskamp – Wilke, Kelling, Sibrins, Bartsch (65. Fiedler) – Zirnsack (65. Hagedorn) – Fogel, Puschkaruk, Franke, Raphael Santana – Schmitt (72. Balaz).

Tore: 1:0, 2:0 Fogel (8., 41.), 3:0 Franke (47.), Zirnsack (49.). SR: Tino Männer (Schwerin). Zuschauer: 98.

Doberaner FC: Wohlt – Krempin, Capito, Heilemann, Kozlowski – Zettl (79. Gehrmann), Baor, Wiencke, Grenz – Prange, Küter.

SR: Christoph Frank (Wismar). Z.: 104.

Tommy Bastian

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