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Bad Doberan Pfandbecher: Kühlungsborner Vereine gehen voran
Mecklenburg Bad Doberan Pfandbecher: Kühlungsborner Vereine gehen voran
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06:00 22.03.2019
Britta Gülzow wird die neuen Becher am Samstag beim Spiel gegen den MSV Pampow gefüllt über den Tresen reichen. Dann drückt auch Sponsor Markus Falenski vom Kühlungsborner Brauhaus der Mannschaft die Daumen. Quelle: Cora Meyer
Kühlungsborn

Umweltschutz am Spielfeldrand: Fußballfans können ihre Kaltgetränke bei Spielen des FSV Kühlungsborn demnächst aus Mehrwegbechern trinken. Der Verein führt diese beim Heimspiel der ersten Herrenmannschaft am Samstag ein. „Wir wollen damit etwas für die Umwelt tun“, sagt Philipp Reimer aus dem Vorstand. Bei Fußballspielen fiel am Rand des Sportplatzes West bislang jede Menge Müll an. „Zu jedem Heimspiel der ersten Mannschaft kommen ungefähr 200 Zuschauer. Von denen nimmt jeder schätzungsweise r ein bis zwei Kaltgetränke zu sich. Danach sind die Mülltonnen immer randvoll.“

Pfandgeld für die Vereinskasse

3000 Becher hat der FSV mit finanzieller Unterstützung eines Sponsors produzieren lassen – in den größen 300 und 500 Milliliter. Sie kommen nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Fußball-Nachwuchs zu Gute. „Pfandspenden, also wenn jemand den Becher nicht abgibt, fließen in die Jugendarbeit“, sagt Philipp Reimer. Dafür stellt der Verein extra eine gesonderte Pfandtonne am Spielfeldrand auf. „Wahrscheinlich werden gerade am Anfang einige Becher weggehen, die die Leute dann mit nach Hause nehmen.“

Als Andenken sind auch die Mehrwegbecher gedacht, die der Faschingsklub Kühlungsborn zu seinem 25. Sommerspektakel im vergangenen Jahr ausgegeben hat. Für das Pfandgeld von zwei Euro kann man den auch mit nach Hause nehmen. Das Jubiläum sei der Anlass gewesen, etwa 2000 Becher produzieren zu lassen, sagt die Präsidentin Iris Eichler. Umweltschutz habe aber natürlich auch eine Rolle gespielt. „Das Thema Müllvermeidung wird auch für uns demnächst anstehen.“ Und da stelle sich jetzt schon die Frage, wie der Faschingsklub das vorbereiten könne. „Ich denke, mit dem Pfandbecher sind wir auch ein bisschen Vorreiter im Ort.“

Deshalb wollen die Karnevalisten den Becher auch bei künftigen Veranstaltungen einsetzen. „Da stellen sich aber auch logistische Fragen“, sagt die Präsidentin. „Diese Becher müssen mit einem Hochdruckgeschirrspüler gereinigt und anschließend speziell gelagert werden.“ Dafür habe man eine Firma in Lübeck gefunden. „Das geht natürlich auch mit Kosten einher.“

Viel Lob im Internet

Einfacher haben es da die Fußballer. Der Sponsor der Becher, das Restaurant Brauhaus, übernimmt auch die Reinigung. „Vom Sportplatz haben wir dahin kurze Wege“, sagt FSV-Vorstand Philipp Reimer. Das Design des Bechers hat die Grafikerin Julia Engel übernommen. Für die gebürtige Kühlungsbornerin war es ein Herzensprojekt. „Ich finde, das ist eine tolle Sache“, sagt Philipp Reimer. Deshalb kündigt der Verein den Pfandbecher auch auf seiner Facebook-Seite an – und erntet jede Menge Lob. Unter anderem von dem neuen Bad Doberaner Bürgermeister Jochen Arenz: „Ein Vorbild für uns Doberaner. Ganz toll!“ schreibt er. Und eine andere Facebook-Nutzerin will wissen, ob man die Becher auch bestellen könne. Auch das sei nach Vereinsangaben möglich.

Stadt hinkt hinterher

Die Vereine haben mit den Mehrwegbechern die Stadt rechts überholt. Bereits im vergangenen Jahr hatte die CDU gefordert, bei Veranstaltungen einen Kühlungsborn-Becher einzuführen, der wiederverwendet werden kann. Die Stadtvertretung stimmte dem auch mehrheitlich zu. Bis das Vorhaben tatsächlich in die Tat umgesetzt wird, kann es aber noch einige Zeit dauern. Angesichts der anderen Probleme im Ort habe der Becher eine niedrigere Priorität, sagt Bürgermeister Rüdiger Kozian. „Neue Wohnungen sind wichtiger.“ Das Vorhaben sei aber angeschoben. „Wir sind dabei.“

Cora Meyer

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