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Planung für Reddelicher Kita-Neubau gebremst

Reddelich Planung für Reddelicher Kita-Neubau gebremst

Landkreis Rostock prüft erst Bedarf / Entscheidung im Herbst

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Die Reddelicher Kita-Kinder Heli, Charlotte und Tom (alle 3) buddeln in der Sandkiste. Die Gemeinde plant einen Kita-Neubau.

Quelle: Foto: Anja Levien

Reddelich. Platzmangel in den Kitas im Amt Bad Doberan-Land: In Reddelich, Bargeshagen und Nienhagen sollen die Einrichtungen aus- oder neugebaut werden. Doch einige Planungen geraten ins Stocken. Der Landkreis Rostock erstellt bis Herbst einen Bedarfsplan an Kita-Plätzen.

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Landkreis Rostock prüft erst Bedarf / Entscheidung im Herbst

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Heli, Charlotte und Tom buddeln in der Sandkiste in der Kita „Rohrspatz“der Volkssolidarität in Reddelich. „Wir backen Kuchen. Erdbeerkuchen“, sagt Tom und greift zur Schaufel. Der Dreijährige ist eines von 28 Kindern, die hier betreut werden. „Der Bedarf an Plätzen ist akut“, sagt Kita-Leiterin Kirsten Schildt. „Wir haben eine Warteliste. Täglich rufen Eltern an. 2018 sind wird schon ausgebucht.“ Weil das Haus an der alten Dorfstraße eigentlich nicht als Kita konzipiert wurde, hat sich die Gemeinde für einen Neubau entschieden und möchte die Plätze auf 50 erhöhen. Doch die Planungen geraten laut Gemeindevertreter Görres Grenzdörffer ins Stocken. „Der Landkreis guckt nach dem Bedarf, damit in der Region nicht zu viel entsteht oder abgebaut wird“, sagt Grenzdörffer.

„Frühestens im Herbst ist der Plan so präzisiert, dass überhaupt etwas gemacht werden kann.“ Auf eigene Faust bauen, würde keine Gemeinde, da sie auf Fördermittel wartet. Neben dem Bedarf, der noch bestätigt werden muss, sei auch noch unklar, ob überhaupt ein Neubau in einem Gewerbegebiet gefördert wird. „Das scheint schwierig zu sein“, so Grenzdörffer. Eine weitere Option wäre ein Kita-Neubau im geplanten Wohngebiet „Seniorengerechtes Wohnen“. Hier gibt es aber noch keinen Bebauungsplan.

Petra Russow, Leiterin des Jugendamtes im Landkreis Rostock, bestätigt die Planung für die Kindertagesförderung. „Da die Eltern im Rahmen des Wunsch- und Wahlrechts auch eine Kita außerhalb ihrer Gemeinde und des Amtes wählen können, muss das Jugendamt auch die Planungen angrenzender Städte beziehungsweise Ämter in die Bewertung einbeziehen“, sagt Petra Russow. Der Bedarf an Plätzen im Amt Bad Doberan-Land könne abschließend noch nicht benannt werden. Im September soll der Jugendhilfeausschuss über die Planung beraten, anschließend der Kreistag. Das Jugendamt spreche Empfehlungen aus, wie der Bedarf gedeckt werden könne und stimme sich eng mit der Zentralen Fördermittelstelle des Landkreises über Förderung von Neu- und Umbauten ab.

Kita-Umbau beginnt nächsten Monat

In Bargeshagen hat die Bedarfsplanung keine Auswirkungen auf die Kita-Erweiterung. „Bei uns ist im nächsten Monat Baubeginn“, sagt Bürgermeister Eduardo Catalàn (FDP). Der Bedarf sei im vergangenen Jahr nachgewiesen worden, die Fördermittel bestätigt. Die Vereinsgaststätte direkt neben der Awo-Kita „Storchennest“ wird umgebaut. Dadurch entstehen zwölf Krippenplätze. Doch auch im Kindergarten würden mehr Plätze benötigt, sagt der Bürgermeister. Hier liefen die Gespräche.

Einrichtung in Nienhagen führt Warteliste

Nienhagen hat für die Bedarfsplanung zwölf Krippenplätze angegeben, sagt Bürgermeister Uwe Kahl (CDU). Derzeit werde geprüft, ob eine Aufstockung auf dem Gebäude an der Strandstraße möglich ist. „Wir haben eine Warteliste. Das Amt konnte die Kinder bisher vermitteln, daher besteht keine akute Not“, sagt Uwe Kahl. Ohne Fördermittel könne die Gemeinde nicht bauen. Auch Parkentin möchte an der Awo-Kita „Krümelkiste“ anbauen. „Wir hatten einen Antrag gestellt, wollten den Innenhof erschließen und einen zusätzlichen Raum schaffen. Das wurde abgelehnt“, sagt Bürgermeisterin Gabriele Kalweit.

„Ob wir uns im Rahmen der Bedarfsplanung anmelden, müssen wir sehen.“ Dazu gebe es in zwei Wochen Gespräche mit dem Träger. Für den Kindergarten sei ein zusätzlicher Raum wichtig. „Dadurch können wir vielleicht auch mehr Kinder aufnehmen. Wir brauchen aber Fördermittel, sonst geht gar nichts.“

Anja Levien

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