Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik „Die Rennbahn muss das ganze Jahr belebt sein“
Mecklenburg Bad Doberan Politik „Die Rennbahn muss das ganze Jahr belebt sein“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:23 15.01.2015
Birgit Koch, die Pensions-Betreiberin aus Heiligendamm, fordert: „Auf der Rennbahn muss das ganze Jahr was geboten werden.“ Quelle: Jens Wagner

Das Ostsee-Meeting ist gerettet, doch die Debatte um die Zukunft der Galopprennbahn zwischen Bad Doberan und Heiligendamm hat damit gerade erst begonnen. Stadt und Rennverein wollen im Laufe des Jahres ein neues Gesamtkonzept erarbeiten und kriegen dabei nun unverhoffte Unterstützung durch die Gewerbetreibenden der Stadt — zum Beispiel von Birgit Koch. Die Betreiberin einer Pension in Heiligendamm fordert: „Auf der Rennbahn muss das ganze Jahr über etwas für Gäste und Einheimische geboten werden.“

Die drei Renntage im Jahr und die Zappanale — das ist einfach zu wenig: „Das Areal ist doch perfekt für allerlei Veranstaltungen“, sagt Koch. Ein Potenzial, das bisher von der Stadt viel zu wenig und zu selten genutzt wird: „Ich habe in meiner Pension viele Gäste — vom Schweizer Bankier bis zur ,normalen‘ Familie. Alle sagen, dass Bad Doberan ein wunderschönes Städtchen ist, dass aber mehr los sein sollte.“ Kochs Ideen hat sie unter einem Sammelbegriff zusammengefasst: „Open-Air-Terrain ,Rennbahn‘“. Soll heißen: Das Gelände soll zwölf Monate im Jahr genutzt werden. „Dass die Stadt den Bau von Tribünen und Sanitäranlagen plant, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Auch ein Imbiss müsste her.“ Das Rennbahn-Festival, die große Freiluft-Party der Bad Doberaner Diskothek „Shark‘s“

sei 2014 ein schöner Anfang gewesen. „Davon brauchen wir mehr: Sport-Veranstaltungen zum Beispiel, Kettcar-Rennen für die Kinder und vieles mehr.“ Sie könne sich noch daran erinnern, dass ihr Vater sie in den 1960er Jahren mit auf die Rennbahn genommen hat: „Da wurden damals Rundflüge angeboten. Warum gibt es das heute nicht mehr“, fragt sie. Koch fordert, dass die Stadt und der Rennverein als angehender neuer Pächter sich Gedanken machen und zusätzliche Nutzer akquirieren sollen: „Wir bräuchten einen Veranstaltungsplan für das ganze Jahr.“ Auf den Kosten sollen die beiden Partner aber nicht allein sitzen bleiben: „Hotels und Pensionen, Tourist-Info und auch Unternehmen würden von einer größeren Angebotspalette auf der Rennbahn profitieren. Also könnten sie auch ihren finanziellen Beitrag leisten.“



Andreas Meyer

Anzeige