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„Regiopole Rostock“ — viele Fragen bleiben offen

Güstrow „Regiopole Rostock“ — viele Fragen bleiben offen

Die Mitglieder des Gremiums für Kreisentwicklung geben zwar eine Empfehlung zur Zusammenarbeit zwischen Stadt und Region ab, wollen aber besser informiert werden.

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Das ganze Vorhaben muss besser dargestellt werden. Sonst können wir es nicht richtig beurteilen.“Sven Sauer, Linke

Güstrow. Das Konzept der so genannten „Regiopole Rostock“ sorgt weiter für Diskussionsstoff. Was bringt es? Was kostet es? Viele Fragen sind ungeklärt. Und genau das bemängeln die Mitglieder des Ausschusses für Kreisentwicklung des Landkreises Rostock. Sie sprachen sich letztendlich für eine Kooperationsvereinbarung zwischen Kreis und Hansestadt aus — aber mit Bedingungen.

„Was hat diese Organisation bisher eigentlich gebracht?“, fragt Helmut Precht (Freie Wähler) aus Laage. Bislang könne er nicht viel erkennen. „Was machen die da eigentlich, außer ein Kunstfestival zu organisieren? Mir ist das noch zu nebulös“, sagt Precht. Ihm fehle für eine Empfehlung mehr Hintergrundwissen.

Bereits seit 2006 arbeitet der Planungsverband Region Rostock an der Idee der „Regiopole Rostock“. Ziel sei es, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Doch über Sinn und Unsinn dieses Vorhabens gehen die Meinungen weit auseinander.

Peter Stein (CDU), Ausschussvorsitzender, war einer der Mitinitiatoren des Konzepts. Er erklärt: „Es geht auch darum, ein Netzwerk aufzubauen. Und das haben wir errichtet. Das ist eine ganze Menge.“

In Güstrow zum Beispiel gebe es aktuell das Projekt „Virtuelles Schaufenster“, in dem sich lokale Unternehmen präsentieren können. So wolle man die Stadt als eines der 18 Mittelzentren im Land mit einbeziehen.

„Daher brauchen wir auch eine Kooperationsvereinbarung“, sagt Stein. Die müsse letztendlich von Landrat Sebastian Constien (SPD) unterschrieben werden. „Bevor er das tun kann, muss aber der Kreistag zustimmen“, erklärt Christian Fink, Leiter des Amtes für Kreisentwicklung.

Gerhard Rudolphi (SPD) ist ebenso überzeugt, dass der Landkreis eine solche Struktur wie die der Regiopole braucht. „Ich hatte aber ähnliche Überlegungen wie Helmut Precht. Es muss mehr passieren“, sagt er. Daher fordere er konkrete Auskünfte über die Aktivitäten des Planungsverbandes. Dem stimmten auch die anderen Ausschussmitglieder zu.

Zwar werden sie dem Kreistag einstimmig empfehlen, weiterhin an einer engen Zusammenarbeit festzuhalten. „Aber das Konzept muss besser und verständlicher dargestellt werden“, sagt Sven Sauer (Linke).

Bad Doberan sträubt sich gegen das groß angelegte Vorhaben. Die Stadtvertreter hatten sich bereits im April mit breiter Mehrheit dagegen ausgesprochen, Teil der Regiopol-Region Rostock zu werden.

„Die Regiopole macht auch nichts anderes, als Externe zu beauftragen. Das können wir selbst“, sagte damals Doberans SPD-Chefin Birgit Mersjann.

 



Michaela Krohn

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Güstrow/Bad Doberan/Rostock

Die Mitglieder des Ausschusses für Kreisentwicklung im Kreis Rostock fordern mehr Transparenz, wenn es um das Regiopole-Projekt geht.

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