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Bad Doberan Posaunenchor Kühlungsborn feiert 70-jähriges Jubiläum
Mecklenburg Bad Doberan Posaunenchor Kühlungsborn feiert 70-jähriges Jubiläum
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00:48 14.04.2018
Wolfgang Müller (v.li.), Elisabeth Köhler, Gerhilt Eschner, Annelise Burghardt, Marie-Eleonore von Chappuis und Hartmut Vollmar gehören dem Posaunenchor Kühlungsborn an, der seit 70 Jahren besteht. Quelle: Fotos: Sabine Hügelland
Kühlungsborn

1949 begann der Mediziner Carl Hoffmann mit zwei Posaunisten in seinem Wohnzimmer zu musizieren. Das war der Beginn einer langen Tradition: Am 14. April feiert der Posaunenchor Kühlungsborn sein 70. Jubiläum. Um 17 Uhr wird der Landesposaunenwart Martin Huss nicht nur die Kühlungsborner, sondern um die 30 Bläser aus ganz Mecklenburg-Vorpommern in der evangelisch-lutherischen Kirche Kühlungsborn dirigieren. Um 14 Uhr beginnen die Proben.

Landesposaunenwart Martin Huss dirigiert zur Feier 30 Bläser aus ganz MV

„Es muss schon früher einen Posaunenchor gegeben haben, so um 1931, der fünf Jahre später aufgelöst wurde“, sagt Gerhilt Eschner, die Tochter des Gründers. „Doch leider ist so gut wie nichts über die Entwicklung des Chores bekannt“, bedauert die Kühlungsbornerin, die Kirchenchor-Mitglied, Regionalbeauftragte und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit ist.

Als Kind habe sie immer zugehört und so begann auch Gerhilt Eschner ein Blechblasinstrument zu spielen. „Mein Vater mochte keine Trompeten, also spielte ich ein Flügelhorn, das ein wenig weicher klingt.“ Im Chor spielt sie allerdings Trompete, die zweite Stimme. „Ich helfe auch schon mal bei der ersten Stimme aus, wenn es nötig wird“, so die 73-Jährige. Im Kühlungsborner Bläserchor gibt es keine Posaune mehr, der Name hat sich jedoch über die Jahre eingebürgert. „Bariton, Trompeten und Tenorhorn spielen unsere sechs Mitglieder. Früher waren wir Elf. Doch man braucht Zeit dafür.“ Alle sechs Wochen spielt der Posaunenchor im Gottesdienst, auch Draußen, zu Himmelfahrt und dem Brückengottesdient. Wer Zeit hat fährt zu Proben anderer Chöre, um dann Konzerte zu begleiten.

Als Marie-Eleonore von Chappuis 1992 aus dem Rheinland nach Mechelsdorf zog, schloss sie sich schnell dem Bläserchor an. Sie spielt seit 45 Jahren und ist mit 85 Jahren das älteste Chormitglied.

Annelise Burghardt ist seit 2000 dabei. Die 72-jährige Kühlungsbornerin musiziert seit 60 Jahren. Elisabeth Köhler gehört seit 2011 zum Posaunenchor. „Ich war jedoch schon von 1981 bis 86 mit dabei“, so die 70-jährige Steffenshägerin. Der 76-jährige Hartmut Vollmar stammt ebenfalls aus Steffenshagen: „Ich spiele seit 62 Jahren und kam vor 16 Jahren in den Posaunenchor. Das Besondere ist, immer gefordert zu sein.“ Der 74-Jährige Wolfgang Müller ist seit knapp 60 Jahren der Musik ergeben: „Ich war damals Lehrling, als ich in den Chor eintrat.“ Damit gehören der Kühlungsborner und Gerhilt Eschner zu den langjährigsten Mitgliedern des Posaunenchores. „In der DDR durften wir nicht überall spielen, also musizierten wir nur vor Gebäuden der Kirchgemeinde“, erinnert sie sich.

Am Sonnabend spielt der Posaunenchor mit Bläsern aus ganz MV unter der Leitung von Martin Huss. „Er ist Argentinier und hat Feuer, das auf die anderen überspringt“, sagt Pastor Matthias Borchert. Als einziger hauptamtlicher Mitarbeiter in der Posaunenarbeit MV organisiert und leitet Huss die Posaunenarbeit. Mit ihm trifft sich der Chor jährlich in seinem „Posaunenwerk MV“ in Barkow. „Ich finde, ein Posaunenchor gehört in eine Kirchgemeinde und ist nicht wegzudenken. Der Klang ist einfach schön“, so der Pastor. „Es wäre gut, wenn sich auch jüngere Musiker finden würden, damit der Chor auch weit in die Zukunft bestehen kann“, sagt er. „Der Posaunenchor spielt seit langem ohne Leiter. Das ist nicht selbstverständlich.“

Sabine Hügelland

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