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Bad Doberan Problemlöserin im Ehrenamt
Mecklenburg Bad Doberan Problemlöserin im Ehrenamt
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15:58 12.06.2018
Christiane Müller ist jetzt als Gleichstellungsbeauftragte etwas mehr als 100 Tage im Amt und zieht eine erste Bilanz. Quelle: Werner Lutz
Kühlungsborn

Rund 100 Tage ist Christiane Müller (57) jetzt als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ostseebad Kühlungsborn in ihrem Ehrenamt. Gewählt, konkret: „bestellt“, wie es im Amtsdeutsch heißt, wurde sie durch die Stadtvertretung in der Sitzung am 22. Februar. „Ich habe mir inzwischen über viele Aufgabenbereiche einen Überblick verschafft, Kontakte geknüpft, mich mit Problemen von Hilfesuchenden beschäftigt. Und bin mir dabei auch darüber klar geworden, wie ich diese Funktion ausfüllen werde“, sagt sie. Als Gleichstellungsbeauftragte ist sie – im Auftrag von Stadtverwaltung und Stadtvertretung – Ansprechpartnerin und möglichst auch Problemlöserin, wenn es Ungleichbehandlungen der Geschlechter gibt. Im Alltagsleben, im Beruf.

„Betroffen von solchen Benachteiligungen sind meistens Frauen, aber nicht nur. Aber nur wenige haben mit mir darüber bisher gesprochen. Ich sehe ein weiteres, sehr wichtiges Feld meiner Arbeit darin, Lebenshilfe anzubieten“, sagt sie. Dazu bringt sie – fachlich und menschlich – alle nötigen Voraussetzungen mit.

Als rechtliche Betreuerin im Einsatz

Christiane Müller ist seit 1994 – als Selbstständige – im Auftrag von Gerichten als rechtliche Betreuerin für Menschen ab 18 Jahren tätig, die aufgrund von geistigen und seelischen Erkrankungen ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln können. Und übt diese Tätigkeit auch für Menschen aus, die handlungsunfähig sind, weil sie urplötzlich von einer schweren Krankheit getroffen oder Opfer eines schlimmen Unfalls wurden und keine Angehörigen haben, die für sie da sein können. „Durch meinen Beruf kenne ich natürlich alle Ämter, die für soziale Aufgaben zuständig sind und die dort Tätigen, weiß mit Formularen und Beantragungen umzugehen und kann einschätzen, was an Hilfe möglich ist“, sagt sie. Dabei gehe es gar nicht mal so sehr um materielle Notlagen. „Ich habe schon sehr oft mit Menschen zu tun gehabt, die schwere psychische Probleme hatten, die einfach nicht beachtet wurden. Weil das in ihrem Umfeld niemand erkannt hatte, und weil sie selbst nicht in der Lage waren, darauf aufmerksam zu machen“, sagt sie.

Auf diese Menschen will Christiane Müller zugehen. Mit den monatlichen Sprechstunden im Rathaus – immer am ersten Donnerstag des Monats von 14 bis 16 Uhr – wird das nicht gemacht sein. Das weiß sie. Denn Menschen, die schon im normalen, gewohnten Alltag Ängste hätten, würden sich oft nicht in ein so offiziell anmutendes Gebäude trauen. „Die Sprechstunden werde ich natürlich weiter anbieten. Ich bin aber auch bereit, Hilfesuchende dort zu treffen, wo sie es mögen – bei ihnen zu Hause, an einem neutralen Ort, wo auch immer“, sagt sie. Absolute Vertraulichkeit über den Inhalt solcher Gespräche sei selbstverständlich.

Hilfe beim Umgang mit Ämtern

Christiane Müller sieht für sich noch ein weiteres Betätigungsfeld. Mit der Kreisgebietsreform seien fast alle Ämter, die soziale Aufgaben haben, aus dem Ort weg zur Kreisverwaltung gegangen – nach Bad Doberan und Güstrow. „Ich bin gern für Menschen, die Hilfe beim Umgang mit diesen Ämtern brauchen, ein Bindeglied“, bietet sie an. Das gehe bis zum Ausfüllen von Formularen für das Jobcenter und Hilfe bei komplizierten Rentenanträgen. „Die Probleme der Menschen sind oft sehr komplex“, weiß sie aus langjähriger Erfahrung in ihrem Beruf.

Christiane Müller ist verheiratet und hat zwei Söhne – 17 und 36 Jahre alt. Seit sechs Jahren ist sie stolze Oma eines Enkelkindes. Entspannung findet sie bei ihrem großen, geliebten Hobby – dem Reiten. Mitglied einer Partei oder lokalen politischen Gruppierung ist sie nicht. Aber sehr aktiv im Reitverein Ostseeküste in Steffenshagen.

Werner Lutz

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