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Bad Doberan Kochen und schnippeln statt Mathe und Deutsch
Mecklenburg Bad Doberan Kochen und schnippeln statt Mathe und Deutsch
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16:13 05.11.2018
Schüler der Kröpeliner Grundschule nahmen am Projekt der Edeka-Stiftung „Mehr bewegen-besser essen“ teil. Quelle: Sabine Hügelland
Kröpelin

Rechtschreibung, Grammatik oder Addition waren gestern – für die Schüler der 4 A der Kröpelöiner Grundschule standen dieses Mal Schnippeln, Rühren und Kochen auf dem Stundenplan. Denn die Kinder der Kröpeliner Grundschule „Am Mühlenberg“ nahmen am Projekttag der Edeka-Stiftung „Mehr bewegen – besser essen“ teil, der aus der Edeka-Initiative „Aus Liebe zum Nachwuchs“ entstand. Daher mussten die Mädchen und Jungen Zwiebeln, Tomaten, Möhren und Paprika zerteilen. Andere verarbeiteten Obst, wie Weintrauben und Äpfel. Wieder andere rühren im Quark, der am Ende eigentlich eine leckere Nachspeise werden soll. Alle haben sichtlich Spaß an ihrer Arbeit.

Der Tag begann für die 14 Grundschüler mit einem gesunden Frühstück, bestehend aus einem Piratenspieß mit Gemüsevariationen, Vollkornbrot und Käse. „Es geht heute um die Sinne, wie riechen, schmecken und tasten und darum, Verantwortung zu übernehmen“, sagte Susanne Jahn von der Edeka-Stiftung zur Einstimmung. Die Schüler lernten die Ernährungspyramide kennen, erfuhren, was in Magen und Darm passiert, wenn Ungesundes dort verdaut wird, und stellten symbolisch Teller mit gesunden Lebensmitteln zusammen. Danach ging es zum Sport.

Anschließend durften die Kleinen die Kochlöffel schwingen. Viele Schüler helfen bereits Zuhause in der Küche: „Ich koche gern Nudeln und mache den Nachtisch mit Schokolade“, sagte Lea Gutacker (9). „Ich koche mit meiner Mama zusammen gefüllte Paprikaschoten“, erklärte der zehnjährige Lukas Valaitis stolz. „Und ich koche manchmal mit meiner Schwester zusammen“, sagte Paul Peters (10). „Am liebsten Nudeln mit Tomatensoße.“ Es ist wohl eines der beliebtesten Kindergerichte – und so gab es an diesem Tag auch Vollkornnudeln mit Tomaten-Gemüsesoße.

Vier Bananenkartons gefüllt mit Lebensmitteln

Detlef Wegner, Inhaber des Edekamarktes Am Handelspark in Doberan, übernahm die Patenschaft des Projektes und sponserte die Lebensmittel. Vier Bananenkartons gefüllt mit Lebensmitteln, die von den Kindern verarbeitet wurden. „Ich bin der Meinung, viele Kinder ernähren sich zu ungesund. Deshalb mache ich mit. Sie sollen lernen, was sie sich Einfaches und Gesundes zubereiten können, wenn die Eltern mal nicht da sind.“ Auch im vergangenem Jahr war Wegner bereits als Sponsor aktiv. Sein Wunsch: „Alle Schulen sollten mitmachen, denn ich sehe ja, wie oft Kinder immer noch lieber Cola als Saft kaufen“, so Wegner.

Die Verantwortung fängt beim Einkauf

„In ganz Deutschland sind 30 Teams im Rahmen dieses Projektes unterwegs“, sagte Susanne Jahn. „Wir sind Ernährungsberater und oder Lehrer.“ Aufklärungsbedarf gebe es leider immer noch. „Allerdings muss ich sagen, dass an dieser Einrichtung die Schüler schon recht viel Vorwissen besitzen“, so die Ernährungsberaterin. Verantwortung übernehmen fängt beim Einkauf an, ist die Devise. Die Schüler wurden davon unterrichtet, welche Fische als gefährdet gelten, und daher nicht mehr auf dem Speiseplan stehen sollten. „Wir haben ja einen Schulgarten und so passte dieser Projekttag wunderbar in unser Programm“, sagte die Klassenleiterin Sylvia Säger. „Wir führen unsere Schüler ab der ersten Klasse an gesunde Ernährung heran. Ihr Brotdosen-Inhalt sieht gesünder aus als früher“, sagte sie.

Im Januar dürfen die Schüler der Klasse 4B an solch einem Projekttag teilnehmen. „Pro Saison sind wir als Team in 50 Schulen“, erklärte Philipp Brummer von der Edeka-Stiftung. „Die Kinder an dieser Schule sind sehr wissbegierig und wissen auch schon viel über gesunde Ernährung. Auch beim Sport sind alle gern mit dabei“, freute er sich. „Kinder sollten sich ausgewogen ernähren, aber Süßes darf auch nicht fehlen, wenn es in Maßen genossen wird und sollte nicht verboten werden“, so Susanne Jahn.

Sabine Hügelland

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