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Bad Doberan Mühlenrad verschönert Schwaan
Mecklenburg Bad Doberan Mühlenrad verschönert Schwaan
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15:06 08.10.2018
Christoph Dahlberg vor seinem Werk „Ich öffne meine zarte Hülle für dein warmes Herz", welches in der Galerie Orangerie in Heiligendamm zu sehen ist. Quelle: Sabine Hügelland
Schwaan/Rethwisch

Schwaan ist um ein großes Kunstwerk reicher. Vor der Kunstmühle hat sich der Rethwischer Christoph Dahlberg verewigt. „Am Anfang war das Rad“ – so lautet der Titel. Aus wetterfestem Cortenstahl und Eichenholz hat Dahlberg eine Hommage an ein Mühlenrad gefertigt. Das imposante Werk soll das Stadtbild von Schwaan prägen und leitet Besucher zudem in den Kunstpark am Kunstmuseum. „Das Museum ist in seinen Ursprüngen eine Mühle, das wissen nicht viele“, erklärt Christoph Dahlberg. „Und dort, wo sich jetzt meine Arbeit befindet, war früher das Wasserrad.“ Seine Arbeit gibt der Mühle zurück, was ihr lange Zeit fehlte. Das Objekt hat einen Durchmesser von fünf Metern und ist etwa 30 Zentimeter tief. Die feste Installation soll zukünftig noch mehr Besucher ins Museum lockt.

Es ist nicht die erste Arbeit im öffentlichen Raum von Christoph Dahlberg. Eine Installation aus sechs Hexaedern mit dem Titel „Stillgestanden“ befindet sich seit langer Zeit vor der Kühlungsborner Kunsthalle. „Zeit für Pause“ ist ein Objekt am Ärztehaus von Neubrandenburg. Als Leiter der Kühlungsborner Kunsthalle stellte Franz Norbert Kröger schon öfter Arbeiten von Dahlberg aus. In Krögers eigener „Galerie Orangerie“ in Heiligendamm sind Dahlbergs Arbeiten allgegenwärtig: dort steht auch die Skulptur „Ich öffne meine zarte Hülle für dein warmes Herz“. Ein beeindruckendes Werk, das einen unbeteiligt schauenden Menschen zeigt. In seiner rechten Hand hält er eine Schere – an seiner offenen Brust befinden sich ein Rabe und ein Zahnradgeflecht.

Kröger war bei der Einweihung des Wasserrades in Schwaan dabei. Er schätzt den Künstler: „Ich finde das Objekt großartig. Es symbolisiert den Auftrag, ein Mühlenrad zu zeigen und es ist gleichzeitig ein großartiges Kunstwerk, in das auch Bewegung, Sonne und Licht interpretiert werden können. Außerdem wurde es handwerklich sehr präzise und hervorragend hergestellt“, so Kröger. „Christoph Dahlberg geht damit wieder ein Stück weiter in seiner künstlerischen Entwicklung.“

Ein Dreivierteljahr dauerte die Zusammenarbeit für die Installation des Wasserrades mit der Kunstmühle. „Es war ein Prozess, der über das Handwerkliche zur Kunst ging und Raum für Interpretationen ließ“, sagt Dahlberg. Das Material und das Haptische kommen in dieser Arbeit zusammen. „Das Rad ist unglaublich kraftvoll für den Menschen. Es besitzt in der Geschichte eine große Bedeutung“, erklärt der Künstler. „Ein Bauteil für die menschliche Entwicklung, die nicht immer nur positiv besetzt ist.“

Christoph Dahlbergs Titel für seine Werke sind poetisch, melancholisch und nicht zufällig gewählt. Er entwickelt die Texte so, als würde er ein Buch schreiben. Auch Dahlberg selbst erscheint mit seinen vielen Tätowierungen, wie ein Kunstwerk, das gelesen werden möchte. Im vergangenem Jahr zeigte das Kunstmuseum eine Personalausstellung mit Dahlbergs Werken. „Die Reise der Schwäne“ – eine Bronzearbeit – wurde von der Museumsleitung erworben und verbleibt im Haus.

Eine weitere künstlerische Arbeit ist ein von der EU-gefördertes Projekt, welches Dahlberg mit Schülern der Prof.-Franz-Bunke-Schule in Schwaan durchführte. Daraus entstanden zwei Erdhalbkugeln, deren Achse verschoben wurde. Das Objekt auf dem Schulgelände soll künftig von Pflanzen umrankt werden – als Symbol für die grüne Lunge der Erde, um ihr Lebenskraft zurückzugeben.

Christoph Dahlberg ist gebürtiger Neubrandenburger. 2000 zog er nach Rostock, 2005 nach Rethwisch, wo er auch sein Atelier besitzt. Er schlug zuerst eine musikalische Laufbahn ein. 2006 folgte seine erste Musikproduktionen im Genre der melodramatischen Elektronika, später Vertonungen im Audiovisuellen Bereich und das Musikprojekt „clicks and errors“. 2006 sammelte er erste Erfahrungen in Kunst am Bau. Weiterbildungen in bildnerischer Kunst sowie autodidaktisches Erlernen von Stahlbau und Holzbearbeitung, ließen Dahlberg zu einem gestandenem Künstler werden.

Sabine Hügelland

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