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Bad Doberan Gemeinde macht bei neuem Radweg Druck
Mecklenburg Bad Doberan Gemeinde macht bei neuem Radweg Druck
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17:22 30.09.2018
Radweg dringend benötigt: Anwohner machen auch mit Plakaten auf ihr Anliegen aufmerksam. Quelle: Lennart Plottke
Satow

Mit dem lange geplanten Bau eines straßenbegleitenden Radweges zwischen Satow und Heiligenhagen will die Gemeinde jetzt endlich vorankommen. Auf ihrer jüngsten Sitzung stimmten die Gemeindevertreter einstimmig den aktuellen Plänen des Straßenbauamtes Stralsund zu. Demnach soll auf der südlichen Seite der Landesstraße 10 auf einer Länge von rund 3,2 Kilometern ein befestigter, 2,50 Meter breiter Weg entstehen. „Es gab in diesem Bereich schon etliche Unfälle“, sagte Birgit Schwebs (Die Linke). „Wir dürfen nicht warten, bis hier noch etwas richtig Schlimmes passiert.“ Gerade in den vergangenen Tagen sei an der engen, zum Teil durch Leitplanken begrenzten Straße ein Junge angefahren worden, machte Janó Siepel (Die Linke) deutlich: „Und das vom Fußballtraining auf dem Weg nach Hause – zum Glück wurde er nicht ernsthaft verletzt.“

Planungen laufen bereits seit neun Jahren

Seit Jahren machen sich Bewohner und Anlieger für einen Lückenschluss des kombinierten Geh- und Radweges zwischen Radegast und Stäbelow stark. Bereits seit 2009 wird die Trasse entlang der L 10 geplant – im Bereich Satow wurde ein erster, 1,5 Kilometer langer, Bauabschnitt im Sommer 2010 übergeben. Doch eine Weiterführung Richtung Heiligenhagen wird von Jahr zu Jahr verschoben. „Das lag nicht in unserer Hand“, machte Bürgermeister Matthias Drese (SPD) deutlich. „Denn es handelt sich hier um einen Landes-Radweg – zuständig ist das Straßenbauamt.“ Das hatte Ende November 2015 entgegen der ursprünglichen Planungen festgelegt, dass die Radwege-Trasse grundsätzlich auf der südlichen Seite der Landesstraße gebaut werden soll – wegen des hohen Gefahrenpotenzials für Radfahrer, wenn sie hinter Satow die stark frequentierte Straße überqueren müssten.

Doch bei aller offenkundigen Dringlichkeit – ein Problem bleibt: Die Eigentümer der Grundstücke, die von den Bauarbeiten betroffen wären, müssen dem Vorhaben zustimmen. Denn das Straßenbauamt muss in einigen Bereichen Privateigentum erwerben. Noch bis Dienstag haben Befürworter und Kritiker Gelegenheit, Anregungen oder auch Einwände schriftlich vorzubringen, damit diese dann in die weiteren Planungen einfließen können.

Appell an Grundstückseigentümer

„Ich kann nur an die privaten Grundstückseigentümer appellieren, sich unserem positiven Votum anzuschließen“, sagte Janó Siepel. „Es wurde genug geredet.“ Er teile diese Auffassung, erklärte auch Bürgermeister Drese – und hatte gleichzeitig eine schlechte Nachricht im Gepäck: „Bislang wurden sieben Einwände gegen den Radweg bei uns abgegeben – damit muss das Straßenbauamt jetzt umgehen.“

Eine Ankündigung, die bei nahezu allen Abgeordneten auf Unverständnis stieß. „Da kann man nur mit dem Kopf schütteln“, meinte etwa Angelika Schwarz (FDP), Vorsitzende der Satower Stadtvertretung. Trotz zahlreicher Bürgerfragestunden und Eigentümerversammlungen – es besteht offenbar noch immer jede Menge Gesprächs- und Verhandlungsbedarf.

Lennart Plottke

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