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Bad Doberan Ostseebad im Spiegel seiner Historie
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17:10 28.11.2018
Bento Körner vorm Neubukower Bürgerhaus-Regal mit seinen Rerik-Broschüren Quelle: Thomas Hoppe
Neubukow

Die weltgrößte bibliografische Datenbank, WorldCat, mit ihrem Sitz in Dublin (US-Bundesstaat Ohio), kommt offensichtlich gar nicht nach: Den Neubukower Autor Bento Körner haben die Amerikaner nämlich „erst“ mit zwölf seiner mittlerweile fünfzehn Bändchen zur Heimatgeschichte rund um die Schliemannstadt erfasst (siehe www.worldcat.org/identities).

Seine Titel „Alt Gaarz – heute Ostseebad Rerik“ (von 2015) und „Ostseebad Rerik – auch eine zweite Heimat“ (von 2016) sind in Übersee noch nicht gemeldet. Und seit gestern kommt nun noch der Band „Ostseebad Rerik – vom Beginn des Bade- und Gastgewerbes bis zur Gegenwart“ hinzu. Damit vollendet Bento Körner quasi sein Rerik-Quartett, zu dem er auch die bereits 2011 erschienene Broschüre „Die Halbinsel Wustrow“ zählt, wie er die Leser im Geleitwort zu seinem neuesten 128-seitigen Werk informiert.

Der Leiter des Reriker Heimatmuseums, Thomas Köhler, habe ihn im Zuge seiner Reihe über Regionalgeschichte – insbesondere des Landadels und dessen Güter –„breitgeklopft“, auch mal einiges zur Geschichte des Ostseebades zusammenzutragen, erinnert sich Bento Körner an den Start des Rerik-Bändchen über Alt Gaarz und seine neun kleinen Büdnereien. Zu Nachfahren von acht dieser ländlichen Anwesen habe er noch Kontakt.

„Ich bin über 50 Mal in Rerik gewesen. Es begann mit einer Frau, die mich dann zur nächsten Adresse schickte und von dort wurde ich weitergereicht zu Zeitzeugen, die interessante Geschichten und historische Fotos boten“ , freut sich der Autor immer noch: „Eigentlich musste ich so gar keine Klinken putzen“.

So oder ähnlich laufe es immer bei seinen Recherchen, die er natürlich auch durch Besuche im Schweriner Landesarchiv vervollständige. „Ich sitze jeden Morgen von neun bis halb zwölf am Rechner, schreibe und scanne Bilder ein. Zwei Mal in der Woche bin ich dann in den betreffenden Orten unterwegs“, beschreibt der Hobby-Historiker seine Arbeitsweise.

Oft hätten die Leuten zunächst gesagt, dass leider keine alten Bilder existieren würden. Aber dann seien doch welche zusammengekommen. Im neuesten und vorerst wahrscheinlich letzten Rerik-Büchlein Bento Körners – denn der Neubukower kümmert sich derzeit um die Geschichte Lehnenhofs – findet sich so auch eine Aufnahme der Begründer einer noch heute bekannten Bäckerei: Otto und Wilhelmine Graf. Sie hatten ihren Handwerksbetrieb im Jahr 1911 gegründet und sitzen im Bild von 1935 in einem Strandkorb. Zudem werden hier jetzt auch die vier verbliebenen Berufsfischer Reriks abgelichtet – von einst 34, die es hier nach dem 2. Weltkrieg noch gegeben haben soll.

Bento Körner erzählt das Beispiel von einem Enkel des Rerikers Piehl, auf dessen Grundstück später das Kurhaus stand. Diesen Nachfahren hätte er durch das Ausprobieren von verschiedenen Telefonanschlüssen, die Leuten mit dem Namen Piehl gehören, in Lübeck ausfindig gemacht. Doch der Mann konnte nicht mit Erinnerungen helfen. Dafür seine Frau, die eigentlich gar nichts mit der Region zu tun hatte.

Sie betreibt nämlich Ahnenforschung und konnte so plötzlich „diverse“ Piehl-Bilder übergeben. Zu einer anderen Kleinbauernhofstelle entdeckte der Autor nach seinem Recherchegespräch zufällig eine sehr alte Darstellung des besagten Hofes auf einem Gemälde im Hausflur der Gesprächspartnerin. Sie hätte an dieses Bild gar nicht mehr gedacht.

Vom neuesten Rerik-Büchlein hat Bento Körner zunächst 250 Exemplare drucken lassen. Doch er ist sicher, dass wegen der Nachfrage eine zweite Auflage nötig sein wird.Ein Exemplar kostet 14 Euro und ist ab sofort im Neubukower Bürgerhaus sowie im Reriker Heimatmuseum zu bekommen.

Thomas Hoppe

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