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Retschower wehren sich gegen Wind in Glashagen

Retschow Retschower wehren sich gegen Wind in Glashagen

Jetzt sind Bürger gefragt: Einwände sollten schnell ans Amt gerichtet werden.

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Jetzt sind die Bürger gefordert, ihre Einwände ans Amt zu richten.“Ulrich Tauchel, Bürgerinitiative

Quelle: Thomas Hoppe

Retschow. Die Gemeinde Retschow macht sich weiterhin als Nachbargemeinde gegen die geplanten Windanlagen in Brusow stark. Die Gemeindevertreter hatten sich bereits gegen die geplanten Prototypen ausgesprochen. Jetzt hatte der Regionale Planungsverband Rostock neue Eignungsgebiete für Windenergieanlagen aufgestellt. Dort, wo die Prototypen geplant waren, ist jetzt eine 40 Hektar große Fläche für einen Windpark ausgewiesen. Sie betrifft nicht nur den Kröpeliner Ortsteil Brusow, sondern reicht auch in das Gebiet der Gemeinde Retschow. Vor allem der Ortsteil Glashagen ist unmittelbar betroffen. Das seien aber Flächen, die bislang als reine Natur und Entwicklungsgebiete für den Tourismus vorgesehen waren, hebt Retschows Bürgermeister Dr. Klaus Schoppmeyer hervor. Was ihn aber besonders ärgert ist, dass die betroffenen Gemeinden nicht am Plan beteiligt wurden.

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Jetzt sind die Bürger gefordert, ihre Einwände ans Amt zu richten.“Ulrich Tauchel, Bürgerinitiative

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Ulrich Tauchel, Einwohner aus Glashagen und Mitglied der Bürgerinitiative „Gegen den Windanlagenbau im Raum Brusow“, informierte die Retschower Gemeindevertreter, dass Investoren bereits die Höhenzüge erkunden würden.

Würden im Eignungsgebiet Windräder errichtet, läge der Ortsteil Glashagen im Kernschattenbereich, warnt Tauchel. Der Tourismus dort wäre vor dem Aus, sagt er im Hinblick auf das dortige Feriendorf.

Der Hochwald habe Echowirkung. Die Landschaft würde zerschnitten. Das Areal wäre kein Tourismus-Entwicklungsgebiet mehr.

Deshalb waren sich die Retschower Gemeindevertreter auf ihrer vergangenen Sitzung einig: Sie sind, was ihr Gemeinde-Territorium betrifft, gegen die Prototypen, obwohl sie kleiner werden sollen, und auch gegen einen 40 Hektar großen Windpark.

Die Gemeindevertretung verabschiedete ein Papier, in dem sie zum Raumordnungsverfahren Stellung nehmen. Dabei werfen sie in die Waagschale, dass sich mit den Windriesen die Lebens- und Wohnbedingungen verschlechtern würden, eine Schall-Untersuchung fehle, der Windschatten stören würde, die Existenz des Ferienparks Sitte gefährdet sei und die Endmoränen-Landschaft zerschnitten wäre.

Bereits die Prototypen hätten schädliche Auswirkungen.

Ulrich Tauchel betonte, dass jetzt aber auch die Bürger gefordert seien. Nicht nur die Gemeindevertretung sollte ihre Stellungnahme abgeben. Die Bürger müssten ihre Einwände umgehend ans Amt richten.

Die Zeit drängt.

Am selben Abend hatte auch die Kröpeliner Stadtvertretung dem Windpark-Vorhaben nahe Brusow das gemeindliche Einvernehmen versagt.

Renate Peter

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