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Bad Doberan Rodelbahn: Im Juni kommt Doberans neue Attraktion
Mecklenburg Bad Doberan Rodelbahn: Im Juni kommt Doberans neue Attraktion
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00:00 12.03.2013
Rodelspaß auf der Sommerbahn in Malchow. Quelle: Bernd Wüstneck
Bad Doberan

„Bahn frei!“ sollte es ursprünglich ab Ostern in den „Stülower Alpen“ heißen. Allerdings nicht im Schnee, der derzeit noch und schon wieder die Landschaft bedeckt, sondern auf einer Sommerrodelbahn. Der Termin ist zwar lange hinfällig, doch am Vorhaben hält Christian Dirkner fest. Der Bargeshäger will die Bahn errichten lassen. Die bergige Landschaft zwischen Bad Doberan und Stülow eignet sich hervorragend zum Rodeln. Das hat der Investor erkannt und sich um das Vorhaben bemüht. Seit Langem. Im September werden es sieben Jahre, seit Dirkner versucht, das Vorhaben umzusetzen. Natürlich sei der Termin Ostern schon lange nicht mehr aktuell. Und auch die Fertigstellung zu Pfingsten sei fraglich, meint er. „Es wird wohl Juni werden“, hofft Christian Dirkner.

„An uns liegt es nicht mehr“, betont aber Doberans Bauamtsleiter Norbert Sass. Baurechtlich sei alles o.k., Baurecht geschaffen, erklärt er. Die Bad Doberaner Stadtvertreter hatten in ihrer Sitzung am 29. Oktober 2012 die Satzung über den Bebauungsplan Nr. 31 für die Sommerrodelbahn beschlossen. Das Gebiet befindet sich am Stülower Weg und wird begrenzt im Norden und Westen durch diesen Stülower Weg, im Süden durch die Bahnanlagen und im Osten durch Grünflächen und die Sportanlage. „Die Baugenehmigung hat Herr Dirkner. Alles, was wir ihm bieten konnten, haben wir getan“, betont Sass. Wenn der Investor seine Finanzen geregelt habe, könne es losgehen.

Dirkner hat bereits angefangen. „Im November wurden 23 Fundamente für den Kreisel am Berg fertig“, erklärt er. Dann musste eine Winterpause eingelegt werden. In Arbeit seien das Holzhaus, in dem ein Kiosk, sanitäre Anlagen und Büro untergebracht werden, sowie ein Schuppen für die Schlitten. Sie würden in Kröpelin gebaut. Dazu muss dann an der Rodelbahn noch die Bodenplatte gegossen werden.

Inzwischen hatte Christian Dirkner mehrere naturschutzrechtliche Auflagen zu erfüllen. Viele Hindernisse mussten aus dem Weg geräumt werden. Hinweise zum Naturschutz, zu Lärm und Abfall waren zu berücksichtigen. Eidechsen waren sogar umzusiedeln. „Das war ein langer, harter Weg“, sagt der gelernte Kaufmann für Grundstücks- und Wohnungswirtschaft. Seinen Job habe er für die Rodelbahn aufgegeben und wolle sich nur um die Bahn am Stülower Weg kümmern, erzählt der 41-Jährige. Damit will er künftig „sein täglich Brot verdienen“, wie er sagt. Deshalb hofft der Bargeshäger, dass der Winter wirklich nur ein kurzes Intermezzo gibt und die Arbeiten an der künftigen Sommerrodelbahn in der nächsten Woche fortgesetzt werden können.

Christian Dirkner hatte 2009 die etwa sieben Hektar große Fläche am Stülower Weg gekauft. Im Juli vorigen Jahres hatte der Bargeshäger den Bauantrag gestellt.

Mit bobähnlichen Gefährten sollen nach seinen Vorstellungen die Rodelfans den Hang heruntersausen. Dazu soll der Stülower Berg noch höher werden. Von einer Talstation sollen Schlitten 200 Meter hochgezogen werden. 521 Meter lang werden die Rodler dann hinunterrutschen können.

Über die Kosten spricht der private Investor nicht. Aber er betont, dass er Fördermittel vom Land für das touristische Projekt erhält.

Es war ein langer Weg. Aber im Juni soll die Sommerrodel- bahn endlich fertig sein.“Christian Dirkner

Renate Peter

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