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Bad Doberan Rostock Seawolves: Trainer Rehberger baut Team um
Mecklenburg Bad Doberan Rostock Seawolves: Trainer Rehberger baut Team um
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00:01 09.06.2017
Rostock

Bei den Drittliga-Basketballern der Rostock Seawolves kündigt sich ein großer personeller Umbruch an. Ein Grund dafür sind neue Ausländer-Regeln des Deutschen Basketball-Bundes (DBB). Die wichtigste Änderung besagt: Es müssen ab der Spielzeit 2017/18 immer mindestens drei Spieler auf dem Feld sein, die als sogenannte Local Player bezeichnet werden (siehe Info rechts). Zusätzlich dürfen in einer Partie maximal zwei Nicht-EU-Ausländer spielen.

EBC-Urgestein Sven Hellmann (am Ball), seit 2003 im Verein, beendet seine Laufbahn bei den Rostock Seawolves. Quelle: Foto: Claus Bergmann

Gefordert: Seawolves- Trainer Ralf Rehberger FOTO: VEREIN

„Fortan müssen wir genau schauen, weil unterschieden wird zwischen einem deutschen Spieler und einem sogenannten Local Player“, sagt Seawolves-Trainer Ralf Rehberger. Er finde die neue Regel „weder hilfreich noch richtig und fair“, kritisiert der 49-Jährige: „Das wirbelt das Teamgefüge durcheinander.“

Bisher mussten in der 2. Basketball-Bundesliga ProB (3. Liga) mindestens drei Deutsche zu jedem Zeitpunkt des Spiels auf dem Feld eingesetzt werden. Mit den neuen Regeln sollen Talente mehr gefördert werden. Die Rostocker sondieren derzeit den Markt, um Spieler zu finden, die das Kriterium Local Player erfüllen und Qualität mitbringen. „Unser Ziel ist es, das Seawolves-Team besser zu machen“, meint Rehberger, der seit Dezember 2016 im Amt ist.

Der Coach will auch deshalb neues Personal holen, weil er einen Abwärtstrend in den jüngsten drei Spielzeiten ausgemacht hat, in denen das Gros der Mannschaft zusammengeblieben war. „Nach dem Halbfinale im ersten ProB- Jahr als Aufsteiger und dem Achtelfinal-Aus in der vorletzten Saison spielten wir zuletzt de facto gegen den Abstieg“, begründet Rehberger. Um dies zu verändern, müsse es neues Personal und neue Rollenverteilungen geben.

Klar ist: Mehrere Spieler werden ihre Laufbahn in der ersten Mannschaft des EBC Rostock beenden oder den Stammverein der Seawolves ganz verlassen, darunter Tobias Lange und Klub-Urgestein Sven Hellmann. Der 26-jährige Lange möchte sich fortan auf seine Ausbildung zum Erzieher und seine Trainer-Tätigkeit beim EBC konzentrieren.

Besonders schmerzhaft für die Fans dürfte der Abschied von Publikumsliebling Hellmann sein. Der 33-Jährige war lange Jahre das Gesicht der Sportart in Rostock. Seit 2003 entwickelte sich der gebürtige Schweriner zur Galionsfigur des EBC. Bevor es die Seawolves gab, war der 1,83 Meter große Hellmann einer der prägenden Spieler der ersten Herrenmannschaft, die in der 1. und 2.

Regionalliga für Furore sorgte.

Zu den emotionalsten Spielen seiner Karriere zählt der Comeback-Sieg in Itzehoe in der Saison 2013/14. Die Seawolves mussten damals gegen den Konkurrenten aus Schleswig-Holstein gewinnen, um den Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga ProB perfekt zu machen. Lange Zeit lagen die Rostocker zweistellig zurück, ehe sie das Schlussviertel mit 26:6 sensationell gewannen und die Meisterschaft sicherten.

„In meinen 14 Jahren in Rostock habe ich viele sportliche Höhen und Tiefen erlebt. Aber es hat sich alles zum Positiven entwickelt. Wir spielen jetzt in der 2. Basketball- Bundesliga“, betont Hellmann. Dort kam er in drei Spielzeiten in 196 Partien für die Seawolves zum Einsatz und erzielte 533 Punkte. Nun ist Schluss – aber nur im ersten Team. „Ich freue mich, fortan mehr Zeit für meine Tochter zu haben und viele andere tolle Sachen auszuprobieren, werde dem Verein im nächsten Jahr allerdings für die 2. Herren zur Verfügung stehen“, plant Hellmann.

Die Seawolves haben für die neue Spielzeit erst drei Spieler unter Vertrag: Daniel Lopez Dittert, Ivo Slavchev und Tim Vogt. Letzterer gilt als Local Player.

Das sind Local Player

Local Player ist, wer mindestens eine volle Spielzeit vor dem Erreichen der Altersklasse U 15 eine Spielberechtigung für einen Mitgliedsverein des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) oder des Deutschen Olympischen Sportbundes erworben und aktiv am Spielbetrieb des jeweiligen Verbandes teilgenommen hat.

Auch Spieler, die von der U 15 bis einschließlich der U 19 mindestens drei volle Spielzeiten in einem oder mehreren DBB-Vereinen aktiv am Spielbetrieb teilgenommen haben, gelten als Local Player.

Tommy Bastian

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