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Bad Doberan Rostock verklagt Ostseebad
Mecklenburg Bad Doberan Rostock verklagt Ostseebad
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16:27 22.02.2018
Die Grundstücke im Nienhäger Wohngebiet „Am Beiksoll“ werden bereits erschlossen. Quelle: Lennart Plottke
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Nienhagen

Der Streit zwischen Rostock und den Umlandgemeinden wird jetzt vor Gericht ausgetragen. Die Hansestadt hat beim Oberverwaltungsgericht Greifswald Klage eingereicht. Betroffen davon sind die Gemeinden Nienhagen und Rövershagen. Diese halten an ihren Plänen, Wohngebiete zu erschließen, fest.

Hintergrund: Seit Jahren streitet die Hansestadt Rostock mit insgesamt 17 Kommunen rund um Rostock um Geld und neue Wohnungen. Bürgermeister Roland Methling (UFR) will den Gemeinden untersagen, neue Baugebiete auszuweisen – es sei denn, sie zahlen dafür an die Hansestadt. Denn schließlich würden auch die Bürger aus dem Umland die Einrichtungen der Hansestadt – das Theater oder den Zoo zum Beispiel, aber ebenso auch Schwimm- und Sporthallen – nutzen. Die Kosten würden aber allein die Steuerzahler innerhalb der Stadtgrenzen zu tragen haben.

Der bisherige Raumentwicklungsplan sieht vor, dass einige Gemeinden bis 2021 ohne die Zustimmung Rostocks nur bis zu drei Prozent wachsen dürfen. „Bislang gibt es seitens der Hanse- und Universitätsstadt Rostock keinerlei Zusagen über den bestehenden Raumentwicklungsplan hinaus“, teilt Stadtsprecher Ulrich Kunze mit. „Sämtliche Aussagen, auch während des Forums am 4. Dezember 2017, standen unter dem klaren Vorbehalt einer Ausgleichszahlung.“ Am 4. Dezember hatten sich Umlandbürgermeister und Vertreter Rostocks zum sogenannten Stadt-Umland-Forum getroffen.

Gemeinden nehmen Stellung

Nienhagens Bürgermeister Uwe Kahl (CDU) sieht dem Gerichts-Verfahren gelassen entgegen. „Wir haben über unseren Anwalt eine Klageerwiderung gemacht“, informiert er. Heißt, die Gemeinde hat ihre Motive dargelegt und habe dabei auch Unterstützung vom Amt für Raumordnung und Landesplanung erhalten. Im Ostseebad Nienhagen seien von der Klage drei Bebauungspläne (B-Plan) betroffen. Zum einen der B-Plan 3 „Gespensterwald“. Mit dessen Änderung soll in Ferienwohnungen Dauerwohnen möglich werden. Der B-Plan 4 „An den Weiden“ soll um bis zu neun Grundstücke erweitert werden. Das neue Nienhäger Wohngebiet „Am Beiksoll“ wird derzeit erschlossen. Hier entstehen neun Grundstücke.

Die Gemeinde Rövershagen hat eine Fristverlängerung bekommen und muss ihre Stellungnahme bis Montag, 26. Februar, beim Oberverwaltungsgericht abgegeben haben. Betroffen von der Klage sei hier laut Bürgermeisterin Verena Schöne der B-Plan „Wiesengrund II“ mit 58 Grundstücken. „Die sind alle verbindlich reserviert, aber noch nicht verkauft“, informiert die Bürgermeisterin. Derzeit sei die Gemeinde dabei, das Wohngebiet zu erschließen. „Davon lassen wir uns auch nicht aufhalten“, sagt Verena Schöne.

Levien Anja

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