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Bad Doberan Rostocker kaufen im Umland Häuser weg
Mecklenburg Bad Doberan Rostocker kaufen im Umland Häuser weg
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03:37 17.07.2013
Makler Adrian Busch (38) vor einem Haus in Witzin (bei Güstrow). Auch für dieses Objekt gab es schon Anfragen aus Rostock. Quelle: Mathias Otto
Rostock

Es ist schon kurios: Wollten Familien noch vor wenigen Jahren vorwiegend in Rostock wohnen, entscheiden sich jetzt immer mehr für Eigenheime im Umland. Der Grund: der Wohnungmarkt ist übersättigt und für ein eigenes Grundstück samt Haus muss immer tiefer ins Portemonnaie gegriffen werden. Vor allem Immobilienmakler, die Häuser und Privatwohnungen südlich und östlich der Hansestadt anbieten, profitieren jetzt von der großen Nachfrage. Bis nach Sanitz, Tessin, Bützow oder Güstrow zieht es die Menschen.

Der Rostocker Immobilienmakler Jens Gienapp (43) von „Engel und Völkers“ kennt den Markt und weiß, in welchen Stadtteilen es besonders brisant ist. „In der Innenstadt und den angrenzenden Bereichen gibt es kaum noch leer stehende Objekte. Dementsprechend steigen seit Jahren die Preise für Eigentumswohnungen und Häuser enorm in die Höhe“, sagt der Fachmann. Das Kaufinteresse sei aber weiterhin ungebrochen hoch. Zudem werden derzeit zinsgünstige Kredite von den Banken angeboten. Das treibe den Preis noch weiter nach oben. Jens Gienapp: „Das wird auch in den kommenden Jahren weitergehen.“

Wer beispielsweise ein saniertes Haus mit einer Wohnfläche bis 150 Quadratmetern sucht, muss in Rostock je nach Lage und Größe des Grundstücks oft zwischen 160 000 und 450 000 Euro aufbringen.

In Güstrow belaufen sich die Preise zwischen 150 000 und 300 000 Euro. Je weiter ländlich Häuser angeboten werden, desto rasanter gehen die Preise nach unten. Einfamilienhäuser unter 100 000 Euro sind hier keine Seltenheit mehr.

Nicht nur Jens Gienapp fiel auf, dass außerhalb der knapp 200 000-Einwohner-Stadt seit fast zwei Jahren der Immobilienmarkt boomt und auch hier der Preis nach oben geht. Aus diesem Grund werden Makler im Umfeld aktiv, suchen vor allem geeignete Objekte mit gute Anbindung nach Rostock.

Das sieht auch der Güstrower Makler Adrian Busch (38) von der gleichnamigen Immobilienfirma und hat sich auf Objekte außerhalb der Hansestadt spezialisiert. „Hier sind die Preise in den letzten fünf Jahren um zehn bis 15 Prozent gestiegen, sie liegen aber weit unter den Angeboten in Rostock. Die Nachfrage aus dieser Stadt ist enorm“, sagt Busch.

Im vergangenen Jahrzehnt seien die Menschen „ihrem Beruf hinterhergefahren und haben dort gewohnt“. Das habe sich gewandelt. „Sie nehmen nun lieber längere Arbeitswege in Kauf“, sagt der Güstrower.

Maklerin Susanne Mielenz vom Immobilienbüro Ehlers in Güstrow kann sich vor allem im 40 Kilometer entfernten Ort vor Interessenten aus Rostock kaum retten: „Überwiegend wegen der guten Verkehrsanbindung ziehen sie hierher.“

Sascha Zimmermann (37), Geschäftsführer von Neptun-Immobilien Güstrow, sieht die damit verbundenen Vorteile. „Es ist wieder eine Belebung auf dem Markt spürbar. Wenn Menschen aus Rostock hierher ziehen, steigert sich bei uns der Wohnwert und auch das Mietniveau.“

Das Bauland ist knapp
In Rostock ist das Bauland knapp.

Deshalb entstehen in den nächsten

Jahren in einzelnen Stadtgebieten neue Wohngebiete, vorrangig mehrgeschossige Häuser für Miets- und

Eigentumswohnungen.


Im Stadtteil Diedrichshagen

soll auf dem Areal „Am Golfplatz“

ein Bauland für rund 150 Häuser

entstehen.

In Warnemünde werden

neue Mietwohnungen auf der

Mittelmole entstehen.

Baubeginn soll 2015 sein.


Ein Grund für die Realisierung

neuer Wohnungsbaustandorte

im gesamten Rostocker Stadtgebiet

ist unter anderem die Bildung

des neuen Marinekommandos

in Warnemünde zum Hauptquartier.

Mathias Otto

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