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Bad Doberan Rückhalt für Baumwipfelpfad aus der Politik
Mecklenburg Bad Doberan Rückhalt für Baumwipfelpfad aus der Politik
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06:01 29.08.2018
Ähnlich wie in Prora auf Rügen könnte die Erlebnis Akademie AG auch in Bad Doberan ein Baumwipfelpfad bauen. Nach ersten Vorstellungen könnte dieser 35 Meter hoch werden, 1300 Meter lang sein. Quelle: Wilk Manuela
Bad Doberan

Toiletten, Tribüne, Gastronomie, Wasseranschluss – damit die Infrastruktur auf der Rennbahn, die seit Langem von Veranstaltern gefordert wird, endlich gebaut wird, hat die Stadt den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan (B-Plan) überarbeitet. Mit einem B-Plan würden die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen – auch für einen Baumwipfelpfad. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt befasst sich am Dienstag mit dem Thema. Die Stadtvertreter stehen den Vorhaben positiv gegenüber. Diskutiert wird auch über ein Hotel an der Rennbahn.

Sitzungen der Stadtvertreter

Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt: 4.9, 18.15 Uhr, Rathaus Bad Doberan, Blauer Salon

Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus: 10.9, 18.15 Uhr, Rathaus Bad Doberan, Blauer Salon

Hauptausschuss: 12.9, 18.15 Uhr, Rathaus Bad Doberan, Blauer Salon

Stadtvertreterversammlung: 24.9, 18.15 Uhr, Rathaus Bad Doberan, Ratssaal

„Die Infrastruktur muss unbedingt her. Sie ist absolut überfällig und hätte schon vor Jahren kommen müssen“, sagt Herbert Baor, Vorsitzender der Wählergemeinschaft Handwerk und Gewerbe. Ein Baumwipfelpfad sei das Beste, was der Region passieren könne. „Wir brauchen etwas für die Touristen und uns selbst“, sagt Herbert Baor. Der Pfad sei ein Geschenk.

Touristische Bereicherung

Der Bürgerbund habe nichts gegen die Aufstellung des Bebauungsplanes einzuwenden und unterstütze die Projekte. Eine Infrastruktur sei dringend notwendig. „Der Baumwipfelpfad ist touristisch eine Bereicherung und sofern sich dieser in die Natur einpasst, ist das doch super“, sagt Fraktionsvorsitzender Thomas Gipp. Ein Hotel an der Rennbahn – welches in der Aufstellung des B-Plans bisher nicht vorgesehen ist, in der Stadt aber derzeit diskutiert wird –, sehe der Bürgerbund eher kritisch. Natürlich müsse man sich dann das Projekt genauer anschauen, Veranstaltungen sollten aber nicht zugunsten eines Hotels aufgegeben werden.

Der Tourismusbund unterstütze die Projekte im Großen und Ganzen. „Die Details müssen wir noch festlegen“, sagt Vorsitzender Tillmann Hahn. „Ob da ein Hotel gebaut werden soll, oder nicht, darüber müssen wir reden. Ich denke, diese Möglichkeit sollte bestehen“, sagt Hahn. Bad Doberan habe zu wenig Hotels.

Das auf der Rennbahn etwas passiert, das begrüßt die CDU. Es sei gut, wenn man die Infrastruktur für die Rennbahn mit dem Baumwipfelpfad verbinden könne. „Aber ein Teil der Investitionen muss auch vom Rennverein kommen“, sagt Caroline Brandt, CDU-Fraktionsvorsitzende in der Stadtvertretung. Der Rennverein hat mit der Stadt einen Pachtvertrag für das Gelände. „Der Verein könnte dort viel mehr machen, um Geld einzuspielen.“ Den Bau eines Hotels an der Rennbahn lehne die CDU ab. Das Gelände ist Landschaftsschutzgebiet. Zudem sei es nicht der beste Ort für ein Hotel. „Wir haben da ein paar Festivals, da fühlen sich einige Leute jetzt schon lärmbelästigt“, sagt Caroline Brandt. Wie solle das erst mit einem Hotel nebenan sein.

Innenstadt könnte profitieren

Auch die SPD in Bad Doberan steht hinter dem Vorhaben an der Rennbahn. „Was mehr Touristen in die Region bringt, ist gut für uns“, sagt Fraktionsvorsitzende Birgit Mersjann in Bezug auf den Baumwipfelpfad. Dafür bedürfe es einer Infrastruktur wie Toiletten und Parkplätzen. Der Baumwipfelpfad sei ein Anreiz für die Touristen.

Die UDI treffe sich am Donnerstag zur Sitzung und werde das Thema besprechen, so Fraktionsvorsitzender Guido Lex.

Einzelvertreter Jochen Arenz sieht mit der Entwicklung der Rennbahn viel Chancen für die touristische Entwicklung Bad Doberans und hoffe, dass vom Baumwipfelpfad auch die Innenstadt profitiere. Einzelvertreter Ulrich Ludwig hingegen, sieht keinen Bedarf für einen Baumwipfelpfad. „Ich halte den für überzogen und glaube nicht, dass sich das so einfach machen lässt.“ Die Infrastruktur auf der Rennbahn hingegen halte auch er für notwendig.

Die Fraktion der Linken war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Levien Anja

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