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Bad Doberan Rückschlag für geplanten Kita-Anbau
Mecklenburg Bad Doberan Rückschlag für geplanten Kita-Anbau
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13:10 31.07.2018
Anbau für mehr Krippen- und Kindergartenplätze: Die Nienhäger Kita „Waldgeister“ soll auf der Rückseite erweitert werden. Quelle: Plottke, Lennart
Nienhagen

Die Nienhäger Kita „Waldgeister“ benötigt dringend einen Anbau – und spätestens im kommenden Frühjahr sollte eigentlich mit den Arbeiten begonnen werden. „Ich hatte gehofft, dass die Ämter jetzt schnell reagieren und das Vorhaben zügig abarbeiten“, sagt jetzt Bürgermeister Uwe Kahl (CDU). „Aber das kann man ja vergessen.“ Denn der Baustart werde sich sicher „noch ein, zwei Jahre hinziehen“, ärgert sich Kahl.

Eine Haltung, die Inge Rieck nicht nachvollziehen kann. „In einem Gespräch zwischen dem Landkreis, der Gemeinde und dem Amt Bad Doberan-Land wurde noch einmal ganz genau erklärt, welche Voraussetzungen für einen erfolgreichen Fördermittelantrag noch fehlen“, sagt die Bauamtsleiterin. „Unter anderem müssen eine Baugenehmigung sowie diverse Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange vorliegen.“

Fördermittel-Antrag frühestens 2019 möglich

Diese gesetzlich festgesetzte Abfolge sollte der Gemeinde durchaus bekannt sein, meint Rieck und macht deutlich: „Einen Antrag auf Fördermittel noch in diesem Jahr zu stellen ist nicht realistisch – das kann mit vollständigen Unterlagen erst wieder 2019 in Angriff genommen werden.“ Dabei verstehe sie, dass das Ostseebad lieber heute als morgen seine Kita vergrößern wolle, so Rieck: „Aber die Gemeindevertretung hat sich mit der Änderung des Bebauungsplanes ja auch etwas Zeit gelassen.“

Diese Änderung war unter anderem notwendig geworden, weil eine Erweiterung Richtung Festwiese nur über die bestehenden Grundstücksgrenzen hinaus möglich ist. Darüber hinaus hatten die Abgeordneten in mehreren Sitzungen über mögliche Varianten diskutiert – und dabei eine Aufstockung des Gebäudes oder einen Anbau in Betracht gezogen. „Das ist eben Demokratie“, meint Inge Rieck. „Da kann es schon mal dauern, bis man zu einem Konsens kommt.“

450 Quadratmeter großer Erweiterungsbau für insgesamt 35 weitere Plätze

In ihrer Juni-Sitzung einigten sich die Gemeindevertreter schließlich auf einen 450 Quadratmeter großen Erweiterungsbau, der auf zwei Geschossen Krippen- und Kita-Kindern mehr Raum bieten soll – denn die Nienhäger Einrichtung platzt seit Jahren aus allen Nähten. Daran hatte auch eine erste Erweiterung im Jahr 2015 nicht viel geändert: Mit dem Durchbruch zur früheren Kurverwaltung stieg die Anzahl der Betreuungsplätze zwar von 72 auf 88, doch vor allem im Krippenbereich besteht nach wie vor großer Betreuungsbedarf.

Insgesamt sollen durch den Anbau 15 neue Krippen- sowie 20 Kita-Plätze geschaffen werden. Dazu wird die alte Küche zum Aufenthaltsraum umfunktioniert und bekommt im neuen Gebäude mit gut 55 Quadratmetern eine dreimal so große Fläche.

Mit Blick auf die erhoffte Förderung des mittlerweile rund 950 000 Euro teuren Vorhabens mahlen für Nienhagens Bürgermeister die behördlichen Mühlen einfach zu langsam. „Wer da alles prüfen muss“, sagt Uwe Kahl. „Der Betrieb für Bau und Liegenschaften MV, das Jugendamt mit der Jugendhilfeplanung – um nur einige zu nennen.“ Er habe eigentlich gedacht, „dass das vor allem im Sinne der Kinder ratzfatz geht – stattdessen verlieren wir immer mehr Zeit“.

Plottke Lennart

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