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Bad Doberan Ruine verschwindet: Lebenshauch für alte Scheune
Mecklenburg Bad Doberan Ruine verschwindet: Lebenshauch für alte Scheune
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00:00 15.03.2013
Jahrelang ungenutzt, soll diese alte Scheune jetzt zu einem modernen Wohn- und Gesch�ftshaus umgebaut werden. Quelle: Lennart Plottke
Bargeshagen

Jetzt geht‘s los: Baugerüste rund um die alte Bargeshäger Scheune künden seit einigen Tagen direkt an der Hauptstraße von neuem „Leben“. „Das wurde aber auch Zeit“, sagt Bürgermeister Hans-Peter Stuhr (parteilos). „Wir als Gemeinde sind heilfroh, dass hier endlich was passiert.“ Nach Jahren des Stillstands packt jetzt ein privater Investor an und will das marode Gebäude zum Wohn- und Geschäftshaus umfunktionieren.

„Früher wurde die Scheune von der LPG genutzt“, erklärt Stuhr. „So weit ich mich erinnern kann, hat sich auf diesem Areal seit der Wende nicht mehr wirklich viel getan.“ Dabei hätte es in der Vergangenheit nicht an potentiellen Nutzungskonzepten gefehlt, macht Stuhr deutlich: „Es legen sogar schon diverse Baugenehmigungen vor — doch dann wurde das Gebäude samt Grundstück immer wieder weiterverkauft.“

Der maroden Scheune hat die jahrelange Untätigkeit naturgemäß nicht wirklich gut getan — die Bausubstanz wurde arg in Mitleidenschaft gezogen. „Schön, dass das Haus offenbar dennoch zu retten ist“, sagt Stuhr und blickt optimistisch voraus: „Nachdem eine Rabenhorster Firma das Gebäude komplett entkernt hat, soll es nun Stück für Stück saniert werden.“

Geht es nach dem Gemeindeoberhaupt, soll noch in diesem Jahr einer der letzten sichtbaren „Baustellen“ an der Hauptstraße verschwunden sein — dann zieht in die alte Scheune endlich neue Geschäftigkeit ein.

Barrierefreies Wohnen

Um die „erste Reihe“ in absehbarer Zeit nahezu komplett zu schließen, nimmt die Gemeinde Admannshagen-Bargeshagen darüber hinaus ein weiteres Bauvorhaben in Angriff. „Auf dem leeren Grundstück neben der alten Feierscheune planen wir die Errichtung barrierefreier Wohnungen“, erklärt Hans-Peter Stuhr. „Wir haben in vielen Gesprächen festgestellt, dass es dafür auch bei uns einen großen Bedarf gibt.“

Immer häufiger würden Einwohner in Bargeshagen nach entsprechenden Möglichkeiten suchen. „Weil wir aber aktuell noch nicht wirklich altersgerechtes Wohnen anbieten können, ziehen die Menschen weg und weichen beispielsweise nach Doberan aus“, sagt Stuhr und macht deutlich: „Das kann nicht in unserem Interesse liegen — wir wollen die Leute natürlich gern hier behalten.“

Dafür entstehen an der Hauptstraße 14 in den kommenden Monaten 15 bis 17 barrierefreie Wohnungen inklusive zwei Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss. „Wir haben für dieses Vorhaben lange nach potentiellen Investoren gesucht“, erklärt Stuhr. „Weil aber kein geeigneter Partner zu finden war, sind wir zu dem Entschluss gekommen, das Projekt als Gemeinde jetzt selbst in die Hand zu nehmen.“

Derzeit würde in den Fachgremien an der Finanzierung gearbeitet, sagt Stuhr: „Ich bin in diesem Zusammenhang ganz zuversichtlich, einen günstigen KfW-Kredit zu bekommen.“ Für ein angenehmes Leben in Bargeshagen — auch in höherem Alter. Und ohne Hindernisse.

Baumaßnahmen zum Schutz vor Hochwasser
Um Bewohner in potentiell gefährdeten Gebieten künftig vor Hochwasser zu schützen, plant die Gemeinde Admannshagen-Bargeshagen in Admannshagen Ausbau die Errichtung von sogenannten „Vorflutleitungen“. „Das Jahr 2011 ist uns allen noch in bester Erinnerung“, sagt Bürgermeister Hans-Peter Stuhr. Dieser Tage seien im Amt konkrete Maßnahmen besprochen worden. Fördermittel stünden jedenfalls zur Verfügung: „Der Bewilligungsbescheid ist da.“

Entsprechende Ausschreibungen für die Bauarbeiten sowie Bodenuntersuchungen wurden in den vergangenen Wochen geprüft und ausgewertet. Nachdem sich die Mitglieder des Bauausschusses bereits positioniert haben, sind nun die Gemeindevertreter gefragt: Auf ihrer Sitzung am kommenden Montag wollen sie die jeweiligen Auftragsvergaben auf den Weg bringen.

Sitzung der Gemeindevertretung: 18. März, 19 Uhr, Feuerwehrgebäude Bargeshagen

Lennart Plottke

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