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Rund um die Uhr für Schwerstkranke da

Rethwisch Rund um die Uhr für Schwerstkranke da

Palliativnetz des Landkreises hat seinen Sitz in Rethwisch. Team kümmert sich um Patienten und Angehörige.

Rethwisch. Menschenwürdiges Sterben im Kreise der Familie ist der Wunsch vieler Menschen. Ein Palliativnetzwerk will helfen, diesen Wunsch zu erfüllen. Das Palliativnetzwerk des Landkreises Rostock hatte seine Tätigkeit bereits am 1. November aufgenommen. Unter Federführung von Dr. Sven Hellwig aus Rethwisch.

Ziel: Pflegedienste, ambulante Hospizdienste und Ärzte der Region betreuen schwerstkranke Menschen am Lebensende.

Zur monatlichen Teamsitzung, in der einzelne Patienten besprochen und organisatorische Fragen geklärt werden, treffen sich die Mitglieder in Rethwisch. Sie hatten sich bereits frühzeitig an die Gemeindevertretung gewandt und um die Bereitstellung eines Raumes gebeten. Die Gemeindevertreter beschlossen in ihrer Februarsitzung, dem Netzwerk den Gemeinderaum an der Feuerwehr zur Verfügung zu stellen. Nach Absprache mit dem Bürgermeister und dem Wehrführer.

Derzeit betreut das Team zehn Patienten in Bad Doberan, Kühlungsborn, Rerik, Kröpelin, Neubukow, Schwaan, Satow, Bützow und Laage, erklärt Dr. Sven Hellwig. Mittelfristig seien weitere Orte geplant, in denen schwerstkranke Menschen umsorgt werden sollen. So ist an Teterow, Güstrow, Sanitz, Tessin, Gnoien, an die Mecklenburgische Schweiz oder Krakow am See gedacht. „Wir sind derzeit dabei, das Netzwerk zu erweitern, suchen dafür noch Kooperationspartner“, sagt Hellwig. Eine Palliativausbildung ist nötig. Es sei sozusagen eine Hospizversorgung — aber zu Hause. Die kranken Menschen brauchen Unterstützung im Kampf gegen ihre Schmerzen, aber auch gegen ihre Ängste. Das Team des Netzwerkes ist rund um die Uhr für die Patienten da und damit auch eine Hilfe für die Angehörigen.

Das Angebot des Netzwerkes richtet sich an Patienten, die sich bereits im fortgeschrittenen Stadium einer unheilbaren Krankheit befinden. Das können neben Krebsleiden auch Herz-, Lungen- und Nervenerkrankungen sein. Im gewohnten häuslichen Umfeld werden sie betreut. „Einmal im Monat sprechen wir mit den Ärzten, mit Pflegediensten und auch Seelsorgern“, erklärt der Anästhesist und Intensivmediziner Dr. Sven Hellwig, Oberarzt am Südstadt-Klinikum, der die dortige Palliativstation leitet. Während der Arzt einmal die Woche Kontakt mit den Patienten hegt, würden sich die Pflegedienste täglich um sie kümmern, sagt Hellwig und betont, wie wichtig die Pflegekräfte sind.

Palliativnetz Landkreis Rostock: ☎038203 / 22 96 54

Renate Peter

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