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Bad Doberan SPD und Grüne wollen Strandvogte
Mecklenburg Bad Doberan SPD und Grüne wollen Strandvogte
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17:00 11.02.2019
Zahlreiche Badegäste verbringen ihren Sommerurlaub im Ostseebad Kühlungsborn. (Archivbild) Quelle: Frank Söllner
Kühlungsborn

Am Strand von Kühlungsborn könnte in diesem Sommer ein Strandvogt über Ordnung und Sauberkeit wachen. Das wünscht sich zumindest die Zählgemeinschaft aus SPD und Grünen in der Stadtvertretung. Die Gruppe will einen oder zwei Ranger mit der Kontrolle der Kühlungsborner Strandabschnitte beauftragen – zunächst probeweise für die Saison. Nach den Erfahrungen des Testlaufs 2019 solle über eine Verlängerung der Maßnahme entschieden werden, schlagen die Stadtvertreter in einer Beschlussvorlage vor dem Kurbetriebs- und Wirtschaftsförderungsausschuss vor.

„Die Auseinandersetzungen am Strand nehmen zu – auch durch Unkenntnis der Satzungen“, schreibt Stadtvertreter Uwe Wiek darin. Sei es ein unangeleinter Hund am Strand oder im Stadtwald; ein Lenkdrachen oder Drohnen im Badebereich, Ärger um einen Parkplatz, zurückgelassener Müll oder zwischenmenschliche Differenzen. „Längst bleibt es nicht mehr beim freundlichen Gespräch und der Lösung kleinerer Probleme.“ Die Zählgemeinschaft wolle Einwohnern und Urlaubern einen erholsamen Strandaufenthalt ermöglichen.

Strandvogte gibt es bereits in anderen Seebädern, unter anderem in Heiligendamm. Sie patrouillieren am Strand und sind dort Ansprechpartner für Badegäste. Außerdem kassieren die Strandvogte andernorts Kurtaxe. Nach den Vorstellungen der Sozialdemokraten und der Grünen in der Kühlungsborner Stadtvertretung könnten die Strandvogte am Strand des Ostseebades zudem schlichtend eingreifen und helfen, aber mit Tipps und Anregungen, sowie bei kleinen Problemen zur Verfügung stehen. „Die Präsenz eines Teams aus zwei Personen unterstützt das Wohlbefinden der Strandbesucher und sorgt für die Einhaltung der Satzungen im Strand- und Promenadenbereich“, heißt es in der Beschlussvorlage weiter.

Die Strandvögte sollten nach Ansicht der Zählgemeinschaft vorzugsweise dem Ordnungsamt unterstellt und aus noch verfügbaren Mitteln der Kurtaxe finanziert werden. Die Gemeinschaft rechnet mit Kosten von 5000 Euro im Monat. Wie lange die Ordnungskräfte eingesetzt werden, sei danach festzulegen.

Das letzte Wort in der Sache hat die Stadtvertretung von Kühlungsborn.

Cora Meyer

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