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Saisonfinale voller Emotionen und mit einem umjubelten Sieg

Bad Doberan Saisonfinale voller Emotionen und mit einem umjubelten Sieg

DSV-Sieben bezwingt MTV Altlandsberg mit 27:25. Mannschaft dankt dem erkrankten Manager Schmidt.

Bad Doberan. Ein emotionaler Schlussakkord, die Verabschiedung dreier Spieler, die Ehrung erfolgreicher Jugendmannschaften und ein Heimsieg in der fast ausverkauften Stadthalle – die Bad Doberaner Oberliga-Handballer haben am Sonnabend für ein Saisonfinale gesorgt, das noch lange Gesprächsstoff bieten wird. Mit dem 27:25 (16:15)-Erfolg gegen den Tabellenvierten MTV Altlandsberg zementierten die DSV-Akteure Rang zehn im Endklassement, wofür sie von 390 Zuschauern mit stehenden Ovationen gefeiert wurden.

 

OZ-Bild

Lieferte ein starke Abschiedsvorstellung, bei der er vier Treffer erzielte: Maximilian Lendner. FOTOS (3): ANJA OTT

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In einer Partie, in der beide Mannschaften begannen, als gebe es kein Morgen – nach einer Viertelstunde stand es bereits 10:10 – bemerkten die Akteure gerade noch rechtzeitig, das zum Handball auch eine Abwehr gehört. In der Folge entwickelte sich ein spannendes Duell auf Augenhöhe, wobei die Zahl der Tore rapide sank – in den verbleibenden 45 Minuten fielen gerade mal noch 32 Treffer.

Die Hausherren legten lange Zeit vor, doch zwölf Minuten vor Ultimo sahen sie sich plötzlich mit 20:22 im Hintertreffen. „Schön, dass wir da die Nerven behalten haben“, freute sich Trainer Lars Rabenhorst, der mit einer Auszeit zu diesem Zeitpunkt seinen Beitrag für die geglückte Wende leistete.

Hauptgarant für die zwei Punkte war am Sonnabend jedoch ein 18-Jähriger. Torhüter Florian Voigt kam nach 15 Minuten für Kapitän Sebastian Prothmann und nagelte seinen Kasten nach der Pause förmlich zu. Der junge Keeper hielt in diesem Abschnitt 50 Prozent aller Bälle, darunter einen Siebenmeter, und machte so den Weg frei zum Sieg. „Heute bin ich wirklich zufrieden“, stellte Voigt nach dem Abpfiff fest und wirkte dabei, als könne er selbst nicht glauben, was er alles gehalten hatte.

Auf dem Feld überzeugten die Einheimischen vor allem kämpferisch, setzten aber auch einige spielerische Glanzlichter – so als der starke Maximilian Lendner in seinem vorerst letzten Spiel für den DSV nach Zuspiel von Christian Fandrich per Kempa-Trick zum 16:15-Halbzeitstand traf. Leider waren die Berliner Unparteiischen dem Niveau des Spiels in keiner Phase gewachsen. Und wehe, ein Spieler kommentierte ihre zahlreichen Fehlentscheidungen: Zwei Strafminuten waren ihm sicher. Das betraf im zweiten Abschnitt insbesondere die Gäste, die 60 Minuten unter Beweis stellten, dass sie diese Begegnung keineswegs verlieren wollten.

Das interessierte am Ende aber niemand mehr. „Es war ein gelungenes Saisonfinale“, zeigte sich Rabenhorst zufrieden mit dem Auftritt seiner Schützlinge. Drei von ihnen werden in der kommenden Spielzeit nicht mehr zu Verfügung stehen. Kay Landwehrs (27) zieht es zum ambitionierten Ligakontrahenten Stralsunder HV, Maximilian Lendner (22) und Tom Kröplin (26) werden aus beruflichen Gründen kürzer treten. Lendner wechselt vorerst zum achtklassigen Laager SV (Bezirksliga Rostock), Kröplin kann sich Einsätze in der DSV-Reserve vorstellen (die OZ berichtete).

Zwei Neuzugänge vermeldete Hartmut Polzin, der Vorsitzende des DSV, der vor einem Jahr die Aufgaben des erkrankten Managers Dieter Schmidt übernommen hat. Vom Zweitliga-Absteiger HC

Empor Rostock kommt Torhüter Tobias Malitz (21). Mit Ingmar Rinas (31) wurde darüber hinaus ein erfahrener Rückraumspieler verpflichtet. Der Assistenzarzt am Uniklinikum Rostock kommt vom TSV Bützow (Verbandsliga). Polzin bestätigte weitere Gespräche, wollte aber keine Namen nennen. Immerhin: Der so wertvolle Routinier Yann Vizhbovskyy, der gestern seinen 40. Geburtstag feierte, hängt ein weiteres Jahr dran.

Den bewegendsten Moment des Abends gab es nach dem Abpfiff, als die Mannschaft den von seiner Krankheit schwer gezeichneten Dieter Schmidt in ihre Arme schloss und ein Transparent mit der Aufschrift „Dieter, wir danken Dir! Dein DSV“ präsentierte. Dem war nichts hinzuzufügen.

Statistik

Bad Doberaner SV: F. Voigt, Prothmann – S. Voigt 6, Lehwald 1, Zboril 2, Ritzrau 1, Jahn 4, Palm 1, Fandrich 2, Kröplin 3/3, Sachse, T. Paul, Vizhbovskyy 3, Lendner 4.

MTV Altlandsberg: Pohl, Szameit – Riegler 1, Cornelius 3, Fink 1, Witkowski 4, Berger 1, Thümmler 3, Bursche 1, Leupert 1, Schäl 5/2, Buchweitz 4, Kunze 1, F. Paul.

Siebenmeter: DSV 4/3, MTV 3/2.

Strafminuten: DSV 8, MTV 16.

Burkhard Ehlers

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