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Bad Doberan Saisonvorbereitung für Marina
Mecklenburg Bad Doberan Saisonvorbereitung für Marina
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08:32 12.04.2018
Stück für Stück arbeitet sich der Saugbagger durch den Grund des Hafenbeckens und saugt reichliche Mengen an Sand-Wasser-Gemisch in die bereit liegende Rohrleitung. Quelle: Rolf Barkhorn
Kühlungsborn

Saugbagger arbeitet sich Stück um Stück vor

Stetig weht ein eisiger Wind mit Stärke 5 aus östlicher Richtung. Doch davon lässt sich Baggerführer René Joldersma nicht beeindrucken. Beharrlich schickt er das Saugrohr, das am Ausleger seines Baggers befestigt ist, in kleinen Schritten über den schlammigen Grund des Hafenbeckens. Immer wieder schwenkt er den Ausleger an derselben Stelle hin und her. Gierig saugt das Rohr die Sedimente auf, die sich im Lauf der Zeit auf dem Boden abgesenkt hatten und pumpt sie in die bereit gelegte Leitung. Erst wenn eine Tiefe um 3,50 Meter erreicht ist, rückt der Bagger weiter und nimmt sich das nächste Stück vor.

700 Meter Rohrleitung verlegt

Besucher des Hafens bekommen oben auf der Promenade wenig mit von den Arbeiten am hinteren Ende des westlichen Steges. Nur die Rohrleitung, die sich über insgesamt 700 Meter vom Bagger, über den F-Steg und den Hauptsteg entlang durch den gesamten Hafen bis zur Auslassstelle am Oststrand erstreckt, fällt sofort auf. Ebenso wie das eintönige Brummen der Motoren von Bagger und Pumpe. Ab und zu ist ein Rasseln in den Rohren zu vernehmen, verursacht durch das Wasser-Sand-Gemisch, das mit reichlich Druck durch die Leitung gepumpt wird. Sonst herrscht kaum Betrieb im Hafen. Das kommt dem Vorhaben aber sogar entgegen. Denn durch die Baggerarbeiten mussten ein paar Anleger im westlichen Abschnitt des Hafens abgebaut werden. In der vergangenen Woche haben die niederländischen Mitarbeiter des Wasserbau-Unternehmens Hulzebos GmbH mit Sitz in Niedersachsen mit der Ausbaggerung des Hafens begonnen. „Wir konnten nicht gleich so loslegen, wie wir gern wollten. Wir hatten ein wenig Pech, die Pumpe war defekt“, berichtet Mitarbeiter Nick Kemna.

Ostwind bringt Sand in den HafenDafür aber, dass das Projekt erst mit Verzögerung in Angriff genommen werden konnte, haben die Niederländer inzwischen ein gutes Stück geschafft. Der Abschnitt zwischen dem Steg F und dem Außensteg entlang der Westmole wurde bis gestern komplett ausgebaggert. „Dort haben wir jetzt eine Tiefe von mindestens 3,50 Meter, so wie es überall im Hafen sein soll “, berichtet Nick Kemna. Die wohl schwierigste Stelle nahmen die Männer gestern in Angriff. Dort, wo die West- und Nordmole eine Ecke bilden, sammeln sich größere Mengen an Sand als an anderen Punkten. „Der meiste Sand wird bei starkem Ostwind von der Ostsee durch die Hafeneinfahrt reingetrieben“, weiß Hafenmeister Jens Buchwald. Er rechnet damit, dass die Baggerarbeiten bis zum Monatsende abgeschlossen sein werden, zumal die Niederländer für die nächste Woche technische Verstärkung erwarten.

Zum Saisonstart soll alles fertig sein

Die Einhaltung des Zieltermins ist wichtig. Denn spätestens am verlängerten Wochenende um den 1. Mai wird der Saisonbetrieb im Hafen losgehen. Dass das Ausbaggern bis dahin abgeschlossen ist, davon geht auch Robert de Vries aus. Er gehört ebenfalls zum Team der Firma Hulzebos und überwacht die Auslassstelle. Diese befindet sich 200 Meter östlich des Hafens am Strand. Unaufhörlich fließt dort der abgepumpte Schlamm in ein zuvor ausgebaggertes Becken. „Das ist keine schlechte Qualität. Das meiste ist tatsächlich nur feiner Sand, den man gut am Strand verteilen kann“, sagt der Niederländer. Denn das Ausbaggern des Hafens auf die gewünschte Standardtiefe von 3,50 Meter hat noch einen Nebeneffekt. Der abgepumpte Sand soll den Strand neben der Ostmole wieder etwas breiter und weniger steinig machen.

Barkhorn Rolf

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