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Bad Doberan Satow: Schulneubau wird teurer
Mecklenburg Bad Doberan Satow: Schulneubau wird teurer
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00:05 05.12.2017
Das Schulgebäude aus den 70er Jahren soll abgerissen werden. Quelle: Foto: Lennart Plottke
Satow

Der Schulneubau in Satow wird teurer als bisher angenommen. Wie eine erste Planung des Rostocker Büros Aib-Bauplanung Nord ergab, müssen mindestens etwa 1,5

2000

wurde der Fachklassentrakt der „Schule am See“ in Satow erneuert. Ebenso die Cafeteria. 2008 wurde die

Sporthalle erneuert. Vier Jahre später der Grundschulteil.

Weihnachtsmarkt

Am Freitag, 8. Dezember, findet von 15 bis 19 Uhr der Weihnachtsmarkt mit Tannenbaumverkauf an der Schule am See in Satow statt. Von 17.30 Uhr bis 18.30 Uhr gibt es ein Weihnachtskonzert.

Millionen Euro mehr einkalkuliert werden. Architekt Roland Kleditzsch stellte in der vergangenen Sitzung der Gemeindevertreter den ersten Entwurf vor. Diese beschlossen, dass das Projekt auf Grundlage dieser Planung europaweit ausgeschrieben wird.

In dem h-förmigen Plattenbau der Regionalen Schule mit Grundschulteil „Schule am See“, der abgerissen werden soll, sind Lehrerzimmer, Sekretariat, Bibliothek und Schulsozialarbeiter in Räumen untergebracht, die ursprünglich als Klassenzimmer geplant waren, erläutert Roland Kleditzsch. Für den Unterricht bleiben vier Klassenräume. Viel zu wenig. „Drei Klassenräume in der Grundschule werden von oberen Schülern benutzt“, sagt Schulleiterin Heike Walter. Daher soll ein Neubau her.

Drei Geschosse wird dieser nach dem Entwurf des Planungsbüros haben. Zwölf Klassenzimmer werden in dem Neubau Platz haben. „Benötigt werden 14. Zwei werden im Fachklassentrakt untergebracht“, erläutert der Planer. Denn die Fläche für den Neubau ist begrenzt. Zum einen durch die danebenliegenden Gebäude – Fachklassentrakt, Grundschule, Cafeteria –, zum anderen wegen des Waldes. Das jetzige Gebäude sei 22,4 Meter von der Waldgrenze entfernt. Nach dem Waldgesetz müsse ein Bau 30 Meter vom Wald entfernt sein. „Die Forst muss zustimmen, wenn wir an gleicher Stelle wieder bauen wollen“, sagt Kleditzsch.

Im neuen Gebäude soll es im Erdgeschoss eine Cafeteria geben, mit Aufenthaltsmöglichkeiten über drei Etagen. Im Erdgeschoss ist ebenfalls ein Musikraum geplant samt Bühne. Eine mobile Trennwand grenzt diese von der Cafeteria ab, kann für Veranstaltungen geöffnet werden. In dem Neubau werden Verwaltung, Elternsprechzimmer, Arztzimmer, Schulsozialarbeiter, Mitmachküche und Bibliothek untergebracht, so der Architekt. 40 Prozent des Hauses werden unterkellert. Hier werden sich die Hausmeisterwerkstatt, das Archiv, die Schülerwerkstatt sowie Abstellräume wiederfinden. Von der Architektur sollen Elemente vom Grundschulbau übernommen werden, unter anderem die Dachform und die bunten Baukörper. Mit dem Neubau wird das Heizhaus auf dem Gelände überflüssig und daher abgerissen.

Die Schulleitung war bei der Planung mit dabei. „Wir haben eine Flexibilität in den Klassenräumen und es gibt Vorbereitungsräume, die auch von Schülern für individuelles Lernen genutzt werden können.

Bei der Planung orientiert sich alles an einer modernen Schule“, sagt Schulleiterin Heike Walter. Die Planung geht von einer Dreizügigkeit in der fünften und sechsten Klasse aus. Das sei gut gerechnet, aber wie viele Kinder in zehn Jahren hier wohnten, wisse man nicht. Derzeit besuchen 488 Schüler die Schule.

Gemeindevertreter Janó Siepel (Linke) wollte wissen, ob es bei den Kosten von rund 4,5 Millionen Euro bleibe. Da sich die Nutzfläche vergrößert hat, die Kosten für den Abriss des Heizhauses mit eingerechnet werden müssen und Container für die Übergangszeit aufgestellt werden, bleibe es nicht bei den Kosten, macht Roland Kleditzsch deutlich. Mit etwa 5,9 Millionen Euro müsse die Gemeinde rechnen. Kurze Ruhe im Saal der Gaststätte „Zur Deutschen Eiche“ in Reinshagen. „Na wir wollen nicht kleckern, sondern klotzen“, sagt Siepel. „Es ist für die Zukunft“, ergänzt Angelika Schwarz (FDP).

Applaus von den Gästen im Saal. „Kann sich die Gemeinde das leisten?“, wollte Rainer Burr wissen. „Solange die Gemeinde nicht beschließt, die Steuern zu senken, bekommen wir das hin“, sagt Bürgermeister Matthias Drese (SPD).

Anja Levien

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