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Bad Doberan Satower Kunden in Sorge: Risse im neuen Supermarkt
Mecklenburg Bad Doberan Satower Kunden in Sorge: Risse im neuen Supermarkt
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02:25 29.03.2014
Der neue Netto-Markt in Satow wurde vor wenigen Jahren eröffnet. Quelle: Andreas Meyer

Der Riss im Mauerwerk — er ist nicht zu übersehen. Über zwei, drei Meter zieht er sich an der Außenwand entlang. Direkt über dem Regal mit Deo, Duschgel und Shampoo. Auf der anderen Seite des Supermarkts das gleiche Bild. Auch dort ist der Putz aufgerissen. Gleich über dem Bier im Sonderangebot. Fachleute haben ein Messgerät daran angebracht und überwachen jetzt, ob die Spalten in der Wand noch größer werden. Der Eigentümer des Marktes, die NettoGruppe mit Sitz in Stavenhagen, versucht zu beruhigen: Der Markt ist absolut sicher, heißt es aus der Geschäftsleitung.

Kein Grund zur Sorge.

Denn längst sind die auffälligen Risse und der bröckelnde Putz im neuen Netto-Markt Gesprächsthema in der Gemeinde Satow. Die Gerüchteküche brodelt: Wie sicher ist der Neubau? Muss das Gebäude, das erst vor wenigen Jahren eröffnet wurde, vielleicht sogar wieder abgerissen werden? „Ja, so etwas habe ich auch schon mal gehört“, sagt die junge Frau auf dem Parkplatz vor Netto. Gerade hat sie dort eingekauft — und wieder hat sie sich die Risse genau angeschaut. „Die Mitarbeiter sagen, dass alles sicher ist. Da waren ja auch schon Experten dran.“ Ein bisschen mulmig sei ihr im Markt dann aber doch gewesen: „Die Risse werden ja auch immer größer und breiter.“

Satows Bürgermeister Matthias Drese (SPD) kennt das Thema — aber nichts Konkretes: „Die Gerüchte habe ich auch gehört. Das Bauamt wird sich der Sache annehmen.“ Aber von einem drohenden Abriss könne wirklich keine Rede sein: „Das wäre uns bekannt.“

Auch Netto dementiert die Behauptungen, die seit Wochen kursieren: „Das stimmt so überhaupt nicht. Da könne sie alle Kunden beruhigen“, sagt Margit Kühn, die stellvertretende Geschäftsführerin des Unternehmens auf OZ-Anfrage. „Richtig ist aber, dass wir an dem Markt so genannte Setzungserscheinungen haben.“ Denn das Gebäude sei im wahrsten Sinne des Wortes auf Sand gebaut. „Wir mussten den Bau auf 18 Meter langen Pfählen im Erdreichen gründen.“ Nun setzt sich das Gebäude langsam. „Wir beobachten die Risse natürlich auch sehr genau. Fachleute vermessen alles in regelmäßigen Abständen.“

Die nächste Überprüfung sei im Herbst geplant.



Andreas Meyer

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