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„Satower Land“ präsentiert seit zehn Jahren Schätze der Region

Satow „Satower Land“ präsentiert seit zehn Jahren Schätze der Region

Aus einem IGA-Projekt erwuchs eine inzwischen über ein Jahrzehnt währende Kulturreise.

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Vereinskoordinatorin Michaela Zerbel und Erhardt Liehr erhalten hier Glückwünsche vom Theater-Chef Michael Weber (vorn von re.). Zu den Zuschauern des Abends gehörten auch Bürgermeister Matthias Drese sowie Dr. Erwin Kischel aus dem Vereinsvorstand nebst Frauen.

Quelle: Thomas Hoppe

Satow. Die Bewohner des paradiesischen Roman-Ortes Shangri-La verstanden sich als Verteidiger von Wissen und Kultur. Deshalb hatte sich wohl der Verein „Satower Land“ zum Auftakt der Feier des zehnten Geburtstages seines Kindes, das inzwischen „KulTourReise“ heißt, am Samstagabend den Musiktitel „Unser Shangri-La“ gewünscht. Denn als die Band VagaBunt die besinnliche Mark-Knopfler-Version auf der Bühne des gerade modernisierten „Theaters in der Alten Schule“ präsentiert hatte, fragte Vereinschef Erhardt Liehr in den mit 50 Gästen besetzten Raum: „Könnte unser Shangri-La nicht das Satower Land sein, das so reich an Schätzen aus Natur, Geschichte und Kultur ist?“ Und die folgenden zwei Stunden gaben darauf eine klare Antwort.

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Wir sind der Kreisgebiets- Reform weit vorausgeeilt.“Michael Constien, Satow-Fan aus Penzin

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Konzeptionell soll die „Kultourreise“ schon auf das Jahr 2000 und das Amt Satow zurückgehen. Nachdem hier 2003 der IGA-Außenstandort „Natur und Kirchen im Satower Land“ eingerichtet worden war, ging die erste „Musikreise“ durch alle Kirchen der Region auf Tour, mit 20 Veranstaltungen und über 2000 Besuchern. „Im Jahre 2004 erweiterten wir diese Musik- zu einer Kulturreise, in die wir Gutshäuser, weitere Kulturstätten und gastronomische Einrichtungen einbezogen“, berichtete der Vereinsvorsitzende von „Satower Land“, Erhardt Liehr (61), der von Beruf Diplom-Physiker ist und im Rostocker Landesamt für Gesundheit und Soziales arbeitet. Dass die Reise jahrelang weitergehen konnte, verdanke man auch der Förderung durch den Landkreis Bad Doberan und die Gemeinde. So hätte sich Michaela Zerbel mit Herzblut in das Projekt einbringen können. „Es macht bis heute Spaß, mit ihr zusammen solche Sachen zu organisieren, auch wenn es mittlerweile mit der Kulturförderung etwas ärmlicher aussieht“, betonte Erhardt Liehr. 2009 und 2010 wurde etwas kürzer getreten, auch weil sich Organisationstalent und Informatikerin Michaela Zerbel „beruflich neu orientieren musste“ — heute fährt die selbstständige Miekenhägerin mit ihrem Tanztheater an viele Schulen und bietet den Kindern Kurse an.

Die zehn bis zwölf Veranstaltungen pro Jahr, die der Verein „Satower Land“ seit 2011 wieder organisiert, laufen seitdem unter dem Namen „Kultourreise“. „Tour im doppelten Sinne: Wir wollen uns bewegen und die Schönheiten der Umgebung unter interessanter Expertenbegleitung ansehen, sowie den sanften Tourismus in Küstennähe entwickeln“, erklärte Erhardt Liehr. Neu ins Repertoire gekommen seien Filmabende und im August der Satower Tricup. Etabliert hätten sich neben den zahlreichen Wanderungen, auch die „Tüffelfeste“ und das Hubertusfest im Penziner Landhotel „Wild, Fisch und Wellness“. Dessen Chef, Michael Constien aus Jürgenshagen, hatte zur Geburtstagsfeier seine legendäre Wildsoljanka mitgebracht und bei der Gratulation augenzwinkernd gemeint: „Schon vor zehn Jahren haben wir uns über die damalige Kreisgrenze kennengelernt und gesagt, diese bescheuerte Grenze knacken wir auf. Da musste der damalige Landrat einfach hinterherziehen. Die eigentlichen Macher sind eben die an der Basis!“ Zu den Machern rund um die Satower „Kultourreise“ gehören auch Bernd Thielke mit seiner Bockwindmühle in Steffenshagen, der Biologe, Wander- und Pestofreund Dr. Michael Giersberg aus Stülow, Kremserfahrer Franz Stellmach aus Kröpelin und Designerin Heidi Schmied aus Krempin. Sie feierten hier mit.

„Vielleicht finden wir mal einen Weg, um einen einheitlichen touristischen Auftritt unserer Region zu erreichen“, wünschte sich Michaela Zerbel quasi zum Tour-Geburtstag.

 



Thomas Hoppe

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