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Schüler bringen Gedanken kreativ auf Papier

Neubukow Schüler bringen Gedanken kreativ auf Papier

Im Bürgerhaus in Neubukow (Landkreis Rostock) sind die Bilder der Fünft- bis Zehntklässler der Regionalen Schule „Heinrich Schliemann“ zu sehen. Auch Maiskolben spielten im Kunstunterricht eine Rolle.

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Freuen sich, ihre Bilder im Bürgerhaus zu sehen (v.l.): Lea-Tina, Lisa, Leonie, Juliane und Samantha.

Quelle: Anja Levien

Neubukow. Sie beschäftigten sich mit Zentralperspektive, Maiskolben und Plakatgestaltung: Die Schüler der fünften bis zehnten Klasse der Regionalen Schule „Heinrich Schliemann“ in Neubukow. Was in den vergangenen zwei Jahren im Kunstunterricht und im Wahlpflichtfach Kunst entstanden ist, das ist ab sofort im Bürgerhaus in Neubukow zu sehen. Von der „Ehe für alle“ bis hin zur unentdeckten Welt: Die Schau zeigt, die Jungen und Mädchen haben was zu sagen.

Die Ausstellung ist noch bis Freitag, 23. März, zu sehen. Das Bürgerhaus, Am Brink 1, hat immer dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

„Die Schüler haben sich mit allen möglichen Themen auseinandergesetzt“, sagt Kunstlehrer Peter Zybarth und zählt auf: Farbe, Zentralperspektive, das Jahr 2018. Letzteres sei an der Schule Tradition. Zu Jahresbeginn wird sich mit dem neuen Jahr auseinandergesetzt. „Ich habe den Schülern gesagt, sie sollen das malen, was sie sich wünschen“, erzählt Anne Weiß, die in den vergangenen Wochen die Vertretung für Peter Zybarth übernommen hat.

Luca entschied sich, einen Dachboden zu zeichnen, mit Spinnweben, Spinnen und Fledermäusen. „Der Dachboden ist noch leer, das heißt, dass Jahr bietet noch viele Möglichkeiten“, so der 15-Jährige. Ausgestellt ist von dem Neuntklässler auch ein Skizzenbuch und seine Werke zum Thema Zentralperspektive.

Schüler zeichnen in ihrer Freizeit

Mit Letzterem hat sich auch Lea-Tina beschäftigt. „Das hat mir gut gefallen, weil wir unserer Fantasie freien Lauf lassen konnten“, sagt die Neuntklässlerin. Einzige Vorgabe: „Alle Linie müssen in einen Fluchtpunkt enden.“ In ihrer Freizeit zeichne sie viel, vor allem Skizzenbilder. „So kann ich meine Sorgen und Gefühle ausdrücken“, sagt sie. So geht es auch Lisa. „Ich zeichne zur Entspannung und kann dabei meinen Gefühlen freien Lauf lassen.“ Dass ihre Bilder, die in der Schule entstanden sind, jetzt im Bürgerhaus zu sehen sind, mache sie stolz. „Das fühlt sich wie etwas Besonderes an.“

Kunstlehrer Peter Zybarth geht im Unterricht mit den Schülern auch mal raus. So sollten die Schüler einmal die Kirche zeichnen, mit allem rund herum, was sie aus ihrer Perspektive sehen, legten einen Skizzenblock an. „Die Schüler arbeiten wie richtige Künstler auch, machen eine Studie und setzen dass dann in ein Bild um“, ergänzt Anne Weiß. „Bei schlechtem Wetter bleiben wir drin. Dann habe ich ein Karton mit Maiskolben. Nach ihrer Fantasie haben die Schüler dann Maismännchen gemalt“, erzählt Peter Zybarth. Drei von den entstandenen Bildern sind im Bürgerhaus zu sehen.

Mehr als 200 Arbeiten ausgestellt

Insgesamt sind mehr als 200 Arbeiten von Schülern und auch Lehrern ausgestellt. „Wir hatten mehr Bilder als Platz. Die Auswahl ist mir schwer gefallen“, sagt Anne Weiß, die die Ausstellung realisiert und in bei einigen Werken die Entwicklung in den vergangenen Wochen miterlebt hat. „Manche taten sich schwer, wussten nicht, wie sie beginnen sollten, hatten keine Idee“, erinnert sich Anne Weiß bei der Ausstellungseröffnung gestern Nachmittag. „Oft wuchsen sie über sich selbst hinaus, das waren die besten Momente.“ Es sei schwer, seine Gedanken auf Papier zu bringen.

Leonie ist das gelungen. Die Zehntklässlerin hatte im Unterricht das Projekt Plakatgestaltung. „Das Thema konnte sich jeder selbst aussuchen.“ Aufgrund der Aktualität entschied sie sich für die „Ehe für alle“. Der Schriftzug ist auf ihrem Plakat zu lesen, daneben sind drei Pärchen: Frau und Frau, Mann und Mann sowie Mann und Frau. „Jeder kann selbst aussuchen, wenn er heiraten möchte“, ist sie der Meinung.

Pluspunkt bei Schülern: Nur wenig Vorgaben im Unterricht

Daneben hängt das Bild von Samantha. Ihr Thema: Von klein zu groß. „Bei mir ist ein Meeresgrund entstanden.“ Sie habe einfach drauf los gemalt. „Ich habe eine große Leidenschaft für Kunst und zeichne seit ich sieben Jahre alt bin“, sagt die Zehntklässlerin. Die beiden Mädchen finden es gut, dass sie im Unterricht ihrer Kreativität freien Lauf lassen können und es nur wenig Vorgaben gebe.

Nancy malt seit sie vier Jahre alt ist. „Ich bin gerne kreativ und finde es toll, mich mit Farbe auszudrücken“, sagt die 14-Jährige. Es sei seltsam, dass eigene Bild hier hängen zu sehen, aber schön. Im Unterricht hatte sich die Neuntklässlerin mit dem Pappdruck beschäftigt und eine Unterwasserwelt auf Papier gebracht.

Levien Anja

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