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Bad Doberan Schulhof-Erweiterung: Noch herrscht Uneinigkeit
Mecklenburg Bad Doberan Schulhof-Erweiterung: Noch herrscht Uneinigkeit
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00:00 04.05.2016
Der Schulhof an der Rethwischer Amtsschule: Er reicht nicht mehr aus. Die Schülerzahlen steigen. Während Börgerende-Rethwisch plant, fühlt sich die Nachbargemeinde übergangen. Quelle: Renate Peter

Zurzeit besuchen 406 Mädchen und Jungen die Conventer Schule in Rethwisch. Die Zahl wird steigen.

Drei Gemeinden

406 Schüler besuchen die Amtsschule in Rethwisch.

65 Mädchen und Jungen werden dieses Jahr eingeschult.

60000 Euro soll der erste Teil der Schulhof-Erweiterung kosten. Nächstes Jahr sind 98000 Euro vorgesehen.

3 Gemeinden schicken ihre Kinder in die Amtsschule.

65 Kinder werden in diesem Jahr eingeschult. Das seien drei neue Klassen, macht Horst Hagemeister, Bürgermeister der Gemeinde Börgerende-Rethwisch, deutlich. „Die Eltern wollen eine Schulhoferweiterung. Dieses Schuljahr gehen zwei Klassen ab, aber drei kommen dazu", betont er. Für die Erweiterung soll das Gelände vom ehemaligen Hort genutzt werden. „Dazu haben wir vor geraumer Zeit einen Beschluss gefasst, dass wir das Gelände kostenlos zur Verfügung stellen.“ Die Erweiterung sei dringend notwendig. „Man muss da nur mal in der Pause hin, das ist ziemlich eng", sagt Hagemeister.

Die Planer seien bereits auf dem Schulhof gewesen und hätten ein Projekt vorgestellt. Am 10. Mai wird der Schulausschuss des Amtes Bad Doberan-Land darüber beraten.

Doch das bringt Gemeindevertreter von Admannshagen-Bargeshagen auf die sprichwörtliche Palme. Das brachten sie am Montagabend in ihrer Sitzung deutlich zum Ausdruck. Das Projekt der Schulhof-Erweiterung soll in zwei Stufen erfolgen. In diesem Jahr sind für einen ersten Schritt 60000 Euro vorgesehen. „Unsere Gemeinde muss den höchsten Anteil zahlen. Das sind 24000 Euro“, sagt Heiko Dasenbrook, stellvertretender Bürgermeister und Bauausschuss-Vorsitzender in Admannshagen-Bargeshagen. Eine hohe Summe. „Wie soll ich im Amtsausschuss abstimmen?“ So fragt er, denn dort ist er Mitglied und der Ausschuss tagt nächste Woche.

Bürgermeister Eduardo Catalán kritisiert: „Wir sind in die Planungen gar nicht involviert worden. Ob der Pausenhof zur Spielstätte wird, das müssen wir hier am Tisch entscheiden“, sagte er deutlich.

Und Gemeindevertreter Hans-Peter Stuhr nannte die Wünsche aus Rethwisch „maßlos“. Denn im nächsten Jahr würden 98000 Euro anfallen, an denen Admannshagen-Bargeshagen mit etwa 40000 Euro beteiligt wäre.

„Pausenhof erweitern ja, aber muss es eine Spielstätte werden?“, so fragte Bürgermeister Catalán.

Es hatte bereits mehrere Vor-Ort-Besichtigungen an der Rethwischer Schule gegeben. Ein Planungsbüro hat Kosten vorgelegt. In diesem Jahr sollen Vermessung und Planung erfolgen, vorhandene Zäume umgesetzt, die Entwässerung hergestellt, das Gelände profiliert und ein Ballfangzaun errichtet werden. Im nächsten Jahr sollen ein Bolzplatz und ein Volleyballfeld entstehen sowie Anpflanzungen erfolgen.

Die Amtsschule in Rethwisch besuchen Mädchen und Jungen aus Admannshagen-Bargeshagen, Börgerende-Rethwisch und dem Ostseebad Nienhagen. Die Kosten tragen alle drei, davon Admannshagen-Bargeshagen mit 40 Prozent den größten Anteil, die anderen je mit 30 Prozent.

Wenn sich über 400 Kinder im Hofbereich bewegen, dann käme es schon zu Kabbeleien, sagt Schulleiterin Elke Lemke. Es sei wichtig, dass die Schüler Raum entsprechend der Altersgruppen hätten. Die Kinder seien bewegungsintensiv. Da käme es auch zu Schüler-Unfällen, wenn sie zusammenlaufen. „Wir wünschen uns eine Entzerrung und Entspannung auf dem Schulhof, andere Spielmöglichkeiten“, sagt Elke Lemke. Das Gelände des ehemaligen Hortes könnte dafür gut genutzt werden.

Von Renate Peter

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