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Bad Doberan Schwimmhalle: Förderverein offen für alternative Standorte
Mecklenburg Bad Doberan Schwimmhalle: Förderverein offen für alternative Standorte
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08:04 20.04.2018
Sie kämpfen für die Schwimmhalle: (v.l.): Inge Hagen-Heyde, Steven Fritsch (Juniorchef Hotel Poseidon) und Petra Müller. Quelle: Rolf Barkhorn
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Kühlungsborn

Eine Meerwasserschwimmhalle (MSH), möglichst am alten Standort im Baltic Park in Kühlungsborn-West (Landkreis Rostock) und so schnell wie möglich von einem potenten Investor wieder errichten zu lassen, dafür haben sich die Mitglieder des Fördervereins „MSH e.V.“ immer wieder stark gemacht. Und sogar die inzwischen gescheiterte Variante, bei der die Schwimmhalle mit einem neuen Hotel kombiniert und privat betrieben worden wäre, hatten die Vereinsvorsitzende Inge Hagen-Heyde und ihre Mitstreiter unterstützt. Nach dem Scheitern dieses Projektes und vergeblichen Aufrufen an die Politik, den Neubau im Baltic Park endlich neu auszuschreiben, werden vom Förderverein jetzt auch alternative Standorte nicht mehr abgelehnt. Im Gegenteil, selbst Mitglieder des Vorstandes haben sich gedanklich vom Badeparadies im Baltic Park inzwischen verabschiedet.

„Es ist einfach nur wichtig, dass Kühlungsborn eine Schwimmhalle bekommt, für die Gäste und auch für die Einheimischen. Vor allem für Kinder, die alle Schwimmen lernen sollten. Wo die steht, ist zweitrangig“, sagt Inge Hagen-Heyde.

Erst in der vergangenen Woche hatte der Förderverein ein Treffen mit Vertretern aus der Landes- und Kommunalpolitik organisiert. Neben dem Landtagsabgeordneten Dr. Mathias Manthei von der BMV-Fraktion (ehemals AfD), Dr. Henning von Storch (CDU) und Bürgermeister Rüdiger Kozian (parteilos) hatten auch Stadtvertreter und zwei junge Hoteliers an der Diskussionsrunde teilgenommen.

Grundstückspreis am Stadtrand attraktiver

„Die offenen Ausführungen unseres neuen Bürgermeisters, Herrn Kozian, haben uns beeindruckt und auch die Augen geöffnet“, berichtet Vorstandsmitglied Petra Müller. Kozian hatte darauf hingewiesen, dass sich mittlerweile schon drei Interessenten gemeldet hätten, die als Investor eine neue Schwimmhalle bauen würden. Allerdings nicht im Baltic Park, sondern eingebunden in ein größeres Sportforum am Stadtrand mit Tennishalle, Fußballplatz und Jugendherberge. „Der Vorteil dieses Standortes liegt in den viel günstigeren Grundstückspreisen. Im Baltic Park wäre der Grunderwerb für einen Investor zu teuer. Auch die Aussicht für ein kombiniertes Sportforum Fördermittel zu bekommen, seien besser. So hat uns das Herr Kozian erklärt. Und das ist auch für uns nachvollziehbar“, betont Inge Hagen-Heyde und ergänzt: „Wenn außer denen, die schwimmen wollen, auch andere etwas davon haben und der Tennisclub endlich eine Halle bekommt, ist das umso besser. Je mehr von solch einem Projekt profitieren, umso breiter wird im Ort die Unterstützung dafür sein“, ist die Vereinsvorsitzende überzeugt. Auch an der bisherigen Vorgabe, dass es unbedingt eine Meerwasserschwimmhalle sein muss, wird nicht mehr festgehalten. Mediziner, die vom Vereinsvorstand konsultiert wurden, konnten einen gesundheitsfördernden Vorteil von Meerwasser ohnehin nicht bestätigen.

Aber mit der wachsenden Unterstützung für ein neues Schwimmhallenprojekt am südlichen Stadtrand konnten sich auch nicht alle Teilnehmer der Runde anfreunden. So bestand Stadtvertreter Andreas Bartelmann (CDU) darauf, am Baltic Park als Standort festzuhalten. Dort gehöre die Halle hin, auch wenn es noch fünf weitere Jahre koste, hatte er sich geäußert.

Und Wolfgang Stange (UWG) sprach sich dafür aus, die alten Pläne des „Glaspalastes“ wieder hervorzuholen, an der einst die Baufirma Contrac und die Touristik-Service Kühlungsborn GmbH (TSK) gemeinsam beteiligt waren.

Nicht klar ist, ob eine Schwimmhalle am alten Standort überhaupt noch von einer Mehrheit der Bürger gewollt ist. Im vergangenen Herbst fasste die Stadtvertretung den Grundsatzbeschluss, die Bürger bei der Entscheidung über die Verwendung des alten MSH-Standortes einzubeziehen.

Den Urlaubern, so ergab jetzt eine Umfrage der TSK, ist es wichtig, dass Kühlungsborn eine Schwimmhalle hat. Egal aber ist ihnen, wo sie steht und ob sie mit Meerwasser gefüllt ist.

Rolf Barkhorn

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