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Bad Doberan Bis Januar soll Standort bestimmt werden
Mecklenburg Bad Doberan Bis Januar soll Standort bestimmt werden
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15:43 04.12.2018
Die Erschließungsarbeiten im neuen B-Plan-Gebiet am „Grünen Weg“ sind bis auf Restarbeiten vollendet. Hier könnte auch eine Schwimmhalle entstehen. Quelle: Lutz Werner
Kühlungsborn

Der baldige Neubau einer Schwimmhalle im Ostseebad Kühlungsborn scheint immer mehr Realität zu werden. Mit diesem Eindruck jedenfalls gingen alle Beteiligten vorgestern Abend nach der Sitzung des Fördervereins für den Neubau einer Schwimmhalle in Kühlungsborn auseinander. Der Förderverein – er macht seit Jahren Druck in dieser Sache – hatte Bürgermeister und Kommunalpolitiker eingeladen, um sich über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren. Die Runde war hochkarätig besetzt. Am Tisch saßen die Fraktionschefs bzw. Ortsverbands-Vorsitzenden von vier der fünf Fraktionen in der Stadtvertretung. Hier wurde nicht über „Wünsch-Dir-was“, sondern über Konkretes geredet.

Bürgermeister Rüdiger Kozian (parteilos) stellte eingangs der Sitzung klar: „Wir haben im B-Plan-Gebiet 25 mit der Erschließung alles für den Neubau einer Schwimmhalle vorbereitet. Ein Investor findet hier alle technischen Voraussetzungen vor, um bauen zu können.“ Der B25 – das ist das Baugebiet an der Umgehungsstraße „Grüner Weg“ westlich der Kleingartenanlage. Dort sind – neben der Ansiedlung eines Logistik-Unternehmens – Sport- und Freizeiteinrichtungen geplant: Jugendherberge, möglicherweise Tennishalle und Stadion – und eben auch ein Baufeld für eine moderne Schwimmhalle.

Allerdings musste der Bürgermeister einräumen: „Wir kommen bei der Suche nach einem Investor – und es gibt Interessenten – nicht voran, bis wir die Standortfrage geklärt haben.“ Eine Mehrheit in der Stadtvertretung und die Entscheidungsträger im Rathaus, so die Wahrnehmung des Bürgermeisters, sprechen sich mittlerweile für den Standort am Grünen Weg aus. Die Vorteile lägen auf der Hand: Der Verkehr zur und von der Schwimmhalle würde den Ortskern nicht belasten, es gebe genug Parkplätze und es könne vermieden werden, den Baltic Park in unmittelbarer Strandnähe teilweise zu bebauen. Doch es gab auch eine andere Meinung. „Der Standort am Rand des Baltic Parks mit Blick zum Meer, ganz kurzen Wegen zu Fuß und vielen Ferienwohnungen in der Nähe ist einfach attraktiver“, sagte CDU-Orts-Chef Lars Zacher. Dort könne eventuell – wegen der Nähe zur Ostsee – auch an eine Halle mit Meerwasser gedacht werden. Die alte Meerwasserschwimmhalle an diesem Standort – sie wurde schon 2003 geschlossen – wurde im vergangenen Jahr abgerissen.

Zacher sagte aber auch: „Wir möchten lediglich, dass die Vor- und Nachteile beider Standort unvoreingenommen geprüft werden. Sollte sich der B25 durchsetzen, werden wir uns einer solchen Lösung nicht verschließen.“ Die Standortfrage soll jetzt kurzfristig durch ein Gutachten geklärt werden. Möglicherweise könne dann die Stadtvertretung schon in ihrer Januar-Sitzung darüber beschließen.

Inge Hagen-Heyde, Schwimmhallen-Förderverein: „Lasst uns jetzt unseren neuen Traum träumen.“ Quelle: Lutz Werner

Danach sei es dann möglich, darüber zu diskutieren, was eine neue Schwimmhalle bieten müsse. Wenn das geklärt sei, könne an eine europaweite Ausschreibung gedacht werden, um Investor und Betreiber zu finden. Zacher will dabei nichts dem Zufall überlassen. Schon im Vorfeld der Ausschreibung sollten gezielt potenzielle Investoren zu Informations- und Vor-Ort-Terminen nach Kühlungsborn eingeladen werden, schlug er vor. Kozian stellte am Schluss der Runde fest, „dass sich nach der heutigen Diskussion der Standort an der Umgehungsstraße als immer wahrscheinlicher darstellt“. Er sieht die Sache optimistisch und denkt, „dass alle planerischen Arbeiten und Verfahrensfragen bis 2020 erledigt sein könnten“.

Inge Hagen-Heyde, die Vorsitzende des Schwimmhallen-Fördervereins, stellte in ihrem Schlusswort fest: „Wir reden nicht mehr darüber, ob eine neue Schwimmhalle gebaut wird, sondern konkret über das Wo und Wie. Das ist ein Fortschritt, den wir alle noch vor ein paar Monaten nicht für möglich gehalten hätten.“ Die Vorkämpferin für den Schwimmhallen-Neubau positionierte sich auch in der Standortfrage: „Wir sollten uns von unserem alten Traum im Baltic Park verabschieden. Lasst uns jetzt den neuen Traum träumen.“

Lutz Werner

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