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Bad Doberan Sicher ist sicher: Polizei-Berater on Tour
Mecklenburg Bad Doberan Sicher ist sicher: Polizei-Berater on Tour
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00:00 03.07.2018
Beraten Kinder, Jugendliche und Senioren: die Präventionsbeamtinnen Wienke Brüsehafer (r.) und Doris Frenz. Quelle: Foto: L. Plottke
Bad Doberan

Es geht um Folgen von Gewalt und Drogenkonsum, die Sicherheit im Internet und auch im Straßenverkehr – Wienke Brüsehafer und Doris Frenz wollen als Präventionsberaterinnen der Polizei Kinder und Jugendliche im gesamten Altkreis Bad Doberan fit für den Alltag machen.

Per Mail erreichbar

Im gesamten Altkreis Bad Doberan sind die Präventionsberaterinnen unterwegs.

Termine sollten über die Schul- bzw. Pflegeheim- Leitungen oder

Sozialpädagogen

vereinbart werden.

Erreichbarkeit:

Wienke.Bruesehafer@ polmv.de;

Doris.Frenz@polmv.de

„In erster Linie melden sich Kitas und Schulen bei uns, die entsprechende Info-Veranstaltungen in Projekttage einbinden“, erklärt Wienke Brüsehafer. Dabei hätten sich bereits einige erstaunliche Dinge herausgestellt: „Beim Thema Drogen brauchen wir beispielsweise den Siebt- und Achtklässlern nicht mit Stoffkunde kommen“, sagt die 35-Jährige. „Einige Schüler haben da leider schon mehr Erfahrung als wir.“ Es gehe hier vielmehr um strafrechtliche Aspekte, macht die Oberkommissarin deutlich: „Wir wollen Schüler, Eltern und Lehrer sensibilisieren.“

Das gelte neben Delikten wie Diebstahl oder Sachbeschädigung vor allem auch für Gefahren, die im Internet lauern, so Brüsehafer: „Ein großes Thema im kommenden Schuljahr – ich informiere hier über alles, was mit Cyber-Kriminalität zu tun hat.“

Ein weiterer großer Bereich: die Verkehrsprävention. „Dafür bin ich unter anderem in Kindergärten unterwegs, um mit den Jüngsten zu lernen, wie eine Ampel funktioniert oder was die einzelnen Verkehrszeichen bedeuten“, erklärt Doris Frenz. „Ziel ist, den künftigen Schulweg für sie sicherer zu machen.“

Apropos: „Manchmal stelle ich fest, dass einige Kinder nicht mal ihren eigenen Schulweg kennen“, sagt die 42-jährige Polizeihauptmeisterin. „Kein Wunder – sie werden ja auch jeden Tag von ihren Eltern bis vor die Tür gefahren und müssen sich so keine Gedanken machen.“ Was auch mit Blick auf das Fahrrad fahren ein Problem sei: „In der vierten Klasse gehört die Fahrradprüfung innerhalb des Sachkunde-Unterrichts zum Pflichtprogramm – und einige Schüler können das dann tatsächlich in diesem Alter noch nicht.“

Ein weiteres Angebot der Polizei sowie der Verkehrssicherheitskommission, das sich vor allem an Jugendliche in Beruflichen Schulen sowie ältere Gymnasiasten richtet: „CrashKurs MV“ – eine Veranstaltung, die helfen soll, die Zahl schwerer Verkehrsunfälle mit jungen Fahrern nachhaltig zu verringern.

„Und wir dürfen unsere Senioren nicht vergessen“, betont Wienke Brüsehafer. „Hier klären wir etwa in Pflegeeinrichtungen zum Enkeltrick und weiteren möglichen Betrügereien auf.“ Darüber hinaus gebe es auch den „Rollator-Führerschein“, sagt Doris Frenz. „Viele ältere Menschen sind im Umgang mit Rollatoren zunächst überfordert – gerade, wenn es darum geht, in Busse einzusteigen oder Bordsteine zu überwinden.“

Ob in Schulen oder Pflegeheimen, bei Projekttagen oder auf Stadtfesten – Wienke Brüsehafer und Doris Frenz sind praktisch die ganze Woche im Landkreis unterwegs. „Die Bedarfe sind so groß, dass bei Weitem nicht alle Wünsche erfüllt werden können“, sagt Gert Frahm, Sprecher der Polizeiinspektion Güstrow. „Bei knapp 40 Schulen und mehr als 100 Kindergärten ist es unmöglich, jede Einrichtung zu bedienen.“

Hilfreich sei, wenn die Informationsveranstaltungen in Projekte oder Konzepte eingebunden werden, macht Frahm deutlich: „Unsere Mitarbeiter können nicht eben mal schnell vorbeikommen.“ Doch auch hier seien Ausnahmen möglich, erklärt Wienke Brüsehafer: „Bei akuten Fällen wie Drogenmissbrauch oder auch Cyber-Mobbing sind auch mal kurzfristige Termine möglich – dann können wir mit den Klassen auch individueller umgehen.“

Lennart Plottke

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