Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Bad Doberan Sicher lernen in Satow
Mecklenburg Bad Doberan Sicher lernen in Satow
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:00 27.11.2018
Ausgezeichnet: Heike Walter (2.v.l.) und Sieglinde Krause (3.v.l.) mit Anja Kerl, Vorsitzende des Kommunalen Präventionsrates, und Armin Schlender, Geschäftsführer des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung. Quelle: privat
Satow

 Als eine von nur sieben Schulen im Landkreis Rostock ist die Satower Schule am See jetzt mit dem Qualitätssiegel „Sicherheit macht Schule“ ausgezeichnet worden. „Die Präventionsarbeit in den Kommunen muss deutlich gestärkt werden“, sagt Armin Schlender, Geschäftsführer des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung. „Es gibt viele für das Land so typische Kleinstädte und Gemeinden im Kreis – die haben aber keine eigenständigen Strukturen für Prävention.“ Deshalb sei es umso wichtiger, dass sich Schulen auf diesem Gebiet engagieren würden, so Schlender.

Es gehe ganz allgemein um das Verhalten der Schüler untereinander, macht Satows Schulleiterin Heike Walter deutlich: „Klar ist doch, dass es immer Konflikte gibt, wenn Menschen aufeinander treffen – die Kunst ist, diese Konflikte so zu lösen, dass man hinterher weiter miteinander leben und arbeiten kann.“ Entscheidend dabei: „Zusätzlich zur täglichen Arbeitszeit und der jährlichen ,Gefährdungsbeurteilung’ machen wir schon ein bisschen mehr“, ist Satows Schulleiterin überzeugt. „Unsere Lehrer setzen sich sehr für die Schüler ein, interessieren sich für sie, stellen etwa den Kontakt zu den Eltern her – und wenn man die mit im Boot hat, ist oft schon viel erreicht.“

Kriterien: Schulklima und außerschulische Angebote

Mit Blick auf das Qualitätssiegel gebe es ganz konkrete Punkte zu erfüllen, erklärt Schulsozialarbeiterin Sieglinde Krause: „So sollte es neben einem weltoffenen und respektvollen Schulklima auch eine breite Palette an außerschulische Angeboten geben.“ In Satow ebenfalls schon lange Alltag: Schulsanitäter, Streitschlichter, Ordnungsschüler während der Pausen oder auch Schulbus-Assistenten. „Dabei ist es nicht schwer, solche Dinge zu initiieren“, sagt Heike Walter. „Aber man muss sie auch kontinuierlich am Leben erhalten.“

So würden sich beispielsweise in der kommenden Woche wieder neue Schüler zu Bus-Assistenten schulen lassen, blickt die Direktorin voraus: „Die Zehntklässler gehen jetzt raus – da brauchen wir neue Kräfte.“ Auch das ist ein Kriterium, das beim Präventionsprogramm eine Rolle spielt. „Wir binden viele Partner mit ein und können uns auch auf sie verlassen“, macht Walter deutlich. „So kommen Polizei und Rebus-Mitarbeiter einmal im Jahr zu uns und bilden die Schüler weiter.“ Den Nachwuchs „bei der Stange zu halten“ – auch darum müsse es immer wieder gehen.

Wirkungsvolle Ansagen von Schülern für Schüler

Weitere Kriterien für das Qualitätssiegel „Sichere Schule“: Medienkompetenz, gesellschaftliche Vernetzung sowie Projektarbeit etwa zur Gewaltprävention, Verkehrserziehung, Ersten Hilfe oder Gesundheitserziehung. Zudem seien regelmäßig Ersthelfer auf dem Grundschulhof präsent, so Walter: „Die wissen, was zu tun ist.“ Positiver „Nebeneffekt“: „Es wirkt schon ganz anders, wenn die Ansagen von Schülern und nicht nur von den Lehrern kommen.“

Vieles fließe auch in den täglichen Unterricht ein, erklärt die Direktorin: „Etwa die Drogen-Prävention oder Fragen zur Schwangerschaft – hier hatte sich etwa ein Biologie-Lehrer für das Projekt ,Baby-Bedenkzeit weiterbilden lassen, bei dem Teenager für ein Paar Tage ,Eltern auf Probe’ sein können.“

Darüber hinaus seien hier alle Mitarbeiter gefragt, betont Heike Walter: „Auch der Hausmeister, das Sekretariat und natürlich die Schulsozialarbeiterin.“ Alle fünf Jahre kann das Qualitätssiegel neu beantragt werden. „2013 hat die Schule dieses Siegel schon einmal erhalten – und es sich nach Ansicht des Kreis-Präventionsrates und des Schulamtes offenbar wieder verdient“, freut sich Heike Walter. „Es geht oft nur um die kleinen Dinge – Prävention ist das, was jeden Tag im Miteinander passiert.“

Lennart Plottke

Gebäude neben der Conventer Schule soll 66 Kindern Platz bieten. Baukosten von rund 800 000 Euro.

27.11.2018

Der Bau der neuen Halle am Busbahnhof in Bad Doberan geht vorerst weiter. Ein Termin zur Fertigstellung konnte die Stadt aufgrund des Insolvenzantrags des Rohbauers nicht nennen. Bis 30. November entscheide der Insolvenzverwalter, ob der Vertrag mit der Stadt weiter erfüllt werden könne.

27.11.2018
Bad Doberan Kröpeliner Verein „De Drom“ lädt ein - Theaterwerkstatt für jedermann

Der Verein De Drom aus Kröpelin (im Landkreis Rostock) plant für das neue Jahr eine Theaterwerkstatt für alle, die sich in irgendeiner Art und Weise für die Bretter, die die Welt bedeuten, interessieren.

27.11.2018