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Bad Doberan Sieg für deutsch-französische Freundschaft
Mecklenburg Bad Doberan Sieg für deutsch-französische Freundschaft
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00:05 08.05.2017

An diesem historischen Wahlwochenende im Nachbarland Frankreich gewann auch in Kühlungsborn die deutsch-französische Zusammenarbeit: Das Team „Vive la Freundschaft“ erhielt von der Jury des örtlichen Strandburgenbauwettbewerbs am Samstag die höchste Punktzahl. Alena Henneken aus Bad Doberan (18), ihre Schwester Julia (16) und die Austauschschülerin Philippine Chardin (16) aus der Nähe von Paris hatten mit materieller Unterstützung durch die Mutter und Muschelsammlerin Claudia Henneken eine außergewöhnliche Unterwasserwelt auf den Strand von Kühlungsborn gezaubert: mit Meerjungfrau, Delfin, Quallen, Seepferdchen und Fischen.

Hier waren auf elf „Baufeldern“ insgesamt 50 Leute angetreten. Darunter auch Enkel von Rainer Karl, dem Bürgermeister von Kühlungsborn, der mit diesem Wettbewerb die Saison 2017 für eröffnet erklärte.

Auch in Rerik waren es letztlich elf Felder, auf denen Burganlagen, Tiere und sogar Fahrzeuge binnen zwei Stunden entstanden waren.

Der allererste Bautrupp, der hier sein Feld besetzte, waren „Die Buddler“ aus Rerik. Sie planten so etwas Ähnliches wie Schloss Sanssouci, kündigte Sabrina Drobbner an. Ein Trupp der Reriker Jugendfeuerwehr pflanzte als Erstes ein leuchtendes Blaulicht auf einen Sandhügel. Später schrieben sie mit Steinen „Wer hilft uns helfen“ auf ihr sandiges Feuerwehrauto.

Die Familien Mannweiler aus Rerik und Höhenleitner aus Berlin rückten mit einer Menge Schleich-Kunststofftierchen im Gepäck an. Als Team „Manhö“ bauten sie dann im Eiltempo gemeinsam eine moderne Arche Noah, die von einem BMW-Cabrio gezogen an den Reriker Strand gefahren kam, auf dem plötzlich sogar eine papierne Ampel installiert worden war. (siehe Foto auf dem OZ-Titelblatt).

Gegenüber schaufelten die Gebrüder Matti, Vincent und Christian aus Diedrichshagen und Rostock ein scheinbar igluähnliches Gebilde auf den Strand. Und Matti klärte später alles für unaufmerksame Zeitgenossen auf: „Das ist ein Heißluftballon. Mit dem Zeichen MV über dem Korb – wer Fantasie hat, kann auch ein Smiley erkennen: Das M sind die beiden Augen, das V der Mund. Das überstehende Holzstückchen am Korb ist die Stange für die Sandsäcke, die längst abgeworfen wurden, wie man an den Möwen und Wolken sieht, die den Ballon umgeben.“ Doch auch diese perfekte Erklärung führte die Brüder nicht zu Preisehren.

Sieger des Reriker Strandburgenwettbewerbs wurde schließlich das „Team Regenradeln“.

Eva Augsten aus Hamburg und Corinna Balkow aus Berlin, beide kennen sich noch von ihrer Schulzeit in Hessen, waren am vergangenen Freitagnachmittag 33 Kilometer im strömenden Regen von Wismar nach Rerik geradelt.

Sie konnten mit ihrem chinesischen Drachen die Jury überzeugen. Die Journalistin Eva Augsten war zwar mal drei Wochen in Shanghai, aber sie mag einfach Drachen, sagte sie zur Begründung dieser gemeinsamen Arbeit mit der studierten Informatikerin.

Bei den Buddlern aus Rerik war in der kurzen Zeit übrigens kein Sanssouci entstanden, sondern eher „Sperlingslust“, wie Sabrina Drobbner augenzwinkernd sagte.

Thomas Hoppe

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