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DSV-Sieben gewinnt turbulente Abwehrschlacht

Handball: Doberaner Herrenteams fuhren wichtige Punkte ein DSV-Sieben gewinnt turbulente Abwehrschlacht

Oberliga-Männer siegen beim Derby in Neubrandenburg mit 22:21.

HandballAls einen „klitzekleinen Schritt in Richtung Klassenerhalt“ bewertete Stefan Kultermann, Co-Trainer des Bad Doberaner SV, den 22:21 (7:9)-Erfolg seiner Mannschaft am Sonnabend bei Fortuna Neubrandenburg.

Doch der Sieg im Landesderby der Oberliga Ostee-Spree war viel mehr: Zum einen gelang den Münsterstädtern die Revanche für die 23:24-Pleite im Hinspiel, zum anderen war es der erste doppelte Punktgewinn nach zuvor zwei Niederlagen in Folge.

Zudem meldeten sich die Doberaner Handballer mit dem zehnten Saisonsieg in Sachen Abstiegskampf eindrucksvoll zurück und bauten ihren Vorsprung auf die Gefahrenzone drei Spieltage vor dem Saisonende auf vier Zähler aus. Am kommenden Sonnabend haben die Doberaner, die wieder auf Rang sechs geklettert sind, im Heimspiel gegen den BFC Preussen Berlin die Möglichkeit, den Klassenerhalt endgültig unter Dach und Fach zu bringen.

Lars Rabenhorst wird dann nicht mit von der Partie sein. Der DSV-Trainer griff in Neubrandenburg angesichts der weiterhin schwierigen Personalsituation wieder als Aktiver ins Spielgeschehen ein. Die verletzungsbedingten Ausfälle von Florian Glamann, Kay Landwehrs, Remko Sonnemans und Philipp Kaiser konnten damit etwas aufgefangen werden. Rabenhorst erzielte drei wichtige Tore.

In der abschließenden Szene kassierte er beim letzten Freiwurf der Hausherren allerdings eine rote Karte mit Bericht, die eine automatische Sperre von zwei Wochen nach sich zieht — auch als Trainer.

„Das war mir gar nicht so bewusst“, sagte Rabenhorst nach dem Abpfiff, den er hinter einer gläsernen Tür des Kabinentraktes in der frisch renovierten Sporthalle der Fachhochschule der Viertorestadt verfolgte.

Die verbliebenen fünf Doberaner Abwehrspieler stemmten sich mit aller Macht gegen den Ausgleich und blockten letztlich den finalen direkten Freiwurf des erfolgreichsten Fortunen Marcus Deutsch. Der Rest war grenzenloser Jubel auf Seiten der Münsterstädter, die den Hausherren bei ihrer Einweihungsfeier in der neuen Halle mächtig in die Suppe spuckten. „Wir standen richtig gut in der Abwehr“, lobte Rabenhorst und ergänzte: „Fortuna allerdings auch, das zeigt ja das Ergebnis.“

Vor allem im ersten Abschnitt bekamen die knapp 500 Zuschauer wenige Treffer zu sehen. Die Doberaner zeigten sich im Vergleich zu ihrem Auftritt gegen Schöneberg wie ausgewechselt. Engagiert und couragiert gestatteten sie den Gastgebern erst in der elften Minute den ersten Torerfolg. Nach zwanzig Minuten führte die DSV-Sieben sogar mit 6:2, ehe sie nach einer Schwächeperiode zur Pause mit 7:9 in Rückstand geriet.

Im zweiten Abschnitt führte Fortuna zeitweise mit drei Treffern (11:8, 16:13), doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln und feierten nach einer turbulenten Schlussphase einen nicht unverdienten Erfolg. Größtes Plus der Doberaner in einem Duell auf Augenhöhe war die Verteilung der Torgefahr auf nahezu alle Positionen.

Simone Seidel

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