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DSV-Sieben heiß aufs Derby zum Auftakt

Handball-Oberliga Ostsee Spree: Doberaner SV empfängt morgen den HSV Peenetal Loitz DSV-Sieben heiß aufs Derby zum Auftakt

Für Mannschaft von Trainer Lars Rabenhorst hat Klassenerhalt Priorität.

Handball — Für die Männer des Bad Doberaner Sportvereins geht es ab sofort wieder um Punkte. Nach einer sechswöchigen Vorbereitung fällt morgen der Startschuss für die neue Serie in der Oberliga Ostsee-Spree. Die Münsterstädter läuten ihre insgesamt dritte Spielzeit in der 2010 neu installierten Viertklassigkeit am Sonnabend mit einem Heimspiel gegen den HSV Peenetal Loitz ein. Der Anwurf erfolgt zur gewohnten Handball-Zeit um 19 Uhr in der Doberaner Stadthalle in der Verbindungsstraße.

Dann wird sich auch erstmals zeigen, wo die DSV-Sieben nach teils intensiven Trainingseinheiten, Testspielen und Vorbereitungsturnieren steht. Echte Rückschlüsse auf die Leistungsfähigkeit seiner Mannschaft konnte Trainer Lars Rabenhorst in der Vorbereitungszeit kaum ziehen. Zu oft kamen Verletzungen oder anderweitige Ausfälle dazwischen. Das komplette Team hatte der 39-jährige Übungsleiter kaum einmal beisammen. „Ich hoffe, dass die Männer in dieser Saison vom Verletzungspech verschont bleiben“, hatte Ute Busch, die Leiterin der Handballabteilung beim Doberaner SV, noch vor kurzem gesagt.

Doch auch zum Saisonauftakt kann das neuformierte Doberaner Team nicht in Bestbesetzung antreten: Neuzugang Gregor Levold muss nach einer ambulanten OP für zwei Wochen aussetzen, auch Kay Landwehrs laboriert weiter an seiner beim OSPA Handball-Cup erlittenen Verletzung im linken Sprunggelenk und wird aller Voraussicht nach nicht zur Verfügung stehen. Keeper Oliver Schröder lag bis Mitte der Woche mit einer Angina flach. Keineswegs gute Voraussetzungen für das Duell mit dem letztjährigen Vizemeister und Landesrivalen aus Loitz, der allerdings ebenso mit einigen Verletzungsproblemen zu kämpfen hat. Daher haben die Vorpommern auch ihr Saisonziel auf Rang vier bis sieben nach unten korrigiert. In Bad Doberan hält man sich mit derlei Maßgaben noch zurück, auch weil sich das Team nach sieben Abgängen, darunter Stammkräfte wie Paul Lipsky, Oliver Erdmann und Hein Wiebe, erst richtig finden muss. Sechs neue Spieler gilt es zu integrieren. Der Klassenerhalt in der Oberliga steht daher klar im Fokus.

Allein das dürfte kein leichtes Unterfangen werden, denn die Staffel hat nach Meinung vieler Experten in dieser Saison deutlich an Qualität gewonnen (siehe Infokasten). Zunächst richten sich die Doberaner Blicke aber nur auf das erste Saisonspiel vor eigenem Publikum. „Es wäre schön, wenn die Männer nach der harten Vorbereitung gut in die Saison starten. Mit der Unterstützung der Fans sollen die Punkte morgen in Bad Doberan bleiben“, so Ute Busch.

Eine Meinung, die sicher auch auf den Auftritt der zweiten Mannschaft umzumünzen ist. Die Reservisten treffen bereits um 16.30 Uhr in der Mecklenburg-Vorpommern-Liga auf die SG Crivitz-Banzkow. Dem neuen Coach Stefan Kultermann, er übernahm das Amt in der Sommerpause von Jan Mietzelfeld, steht mit seinem Team gleich zum Auftakt ein richtungsweisendes Spiel bevor. Am Ende der letzten Saison fanden sich beide Mannschaften im Tabellenkeller wieder, erst spät gelang beiden Teams der Klassenerhalt. In der neuen Spielzeit muss man sich darüber in beiden Lagern vermutlich keine Gedanken machen. Weil die MV-Liga nach dem Rückzug von Vorjahresmeister SG Parchim/Matzlow-Garwitz und der zweiten Mannschaft des SV Mecklenburg Schwerin sowie dem Verzicht der HSG Greifswald nur mit zwölf Mannschaften statt der geplanten 14 Teilnehmer startet, gibt es laut Statuten keine Regelabsteiger. Die Doberaner Damen steigen erst in zwei Wochen in den Spielbetrieb ein.

Weiter spielen: MJE: DSV — Schwaaner SV (Sa., 12.30 Uhr); WJA: DSV — Plauer SV (Sa., 14.30 Uhr).

 

Simone Seidel

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