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Erfolgsserie reißt ausgerechnet im Derby

Neubrandenburg Erfolgsserie reißt ausgerechnet im Derby

Oberliga-Herren verlieren bei Fortuna Neubrandenburg klar mit 25:33.

Neubrandenburg. Ihre erste Niederlage seit dem 20. Oktober 2013 haben am Sonnabend die Handballmänner des Bad Doberaner SV kassiert. Nach einer vor allem im zweiten Spielabschnitt schwachen Vorstellung unterlagen die Münsterstädter im Landesderby beim SV Fortuna Neubrandenburg mit 25:33 (12:12).

Trotz der dritten Saisonpleite bleibt die DSV-Sieben (36:8 Punkte) in der Oberliga Ostsee-Spree weiterhin auf Rang zwei, hat jedoch den Anschluss an den führenden Stralsunder HV (39:5) vorerst verloren.

„Das war mit Abstand unsere schlechteste Saisonleistung“, ärgerte sich Doberans Keeper Oliver Schröder nach dem Spiel — und das völlig zu Recht. Wie schon in der Vorwoche im Heimspiel gegen Neuruppin (33:29) agierten die Münsterstädter in der Defensive nicht konsequent genug. Im ersten Abschnitt fiel das noch nicht sonderlich ins Gewicht, mit Beginn der zweiten Halbzeit gerieten die Doberaner jedoch angesichts der immer größer werdenden Abwehrlöcher mehr in mehr in Rückstands.

Dadurch und auch dank einiger leichter Ballverluste der Gäste im Angriffsspiel kamen die Neubrandenburger immer wieder zu leichten Toren.

Nach dem 16:14 (35.) setzten sie sich zunächst binnen kurzer Zeit auf 21:14 ab, beim 26:17 (48.) drohte dem Team von Trainer Lars Rabenhorst dann sogar ein richtiges Debakel. „Gegen Fortuna wird es immer schwer, wenn man erst einmal deutlicher zurück liegt. Man bekommt halt nur sehr selten den Ball“, meinte DSV-Kapitän Falk Heinrich, der am Samstagabend ähnlich wie viele seiner Mannschaftskollegen nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war.

Doch statt die Zweikämpfe mit der kompromisslosen Deckung der Viertorestädter zu umgehen, rieben sich die Doberaner immer wieder auf und konnten diesen Verschleiß letztlich nicht kompensieren. Zwar kämpften sie sich nochmals auf 28:24 (55.) heran, angetrieben von 400 Fans schraubten die Hausherren das Resultat in der Schlussphase aber wieder in die Höhe.

„Zumindest kann ich jetzt endlich mal wieder mein Hemd waschen“, nahm DSV-Coach Lars Rabenhorst die erste Pleite in der Rückserie mit Humor. Seine Marotte, das weiße Kleidungsstück nach erfolgreichen Spielen nicht zu reinigen, wurde während der nunmehr beendeten Serie von 14 Spielen ohne Niederlage in Sachen Geruch nach eigenen Angaben arg auf die Probe gestellt.

Mit einem frisch gewaschenen Shirt geht es für Lars Rabenhorst und seine Mannen am kommenden Sonnabend wieder auf Auswärtstour zum zweiten Derby in Folge: Beim wiedererstarkten HSV Insel Usedom, der alle seine neun Rückrundenspiele gewann, können die Doberaner dann eine neue Serie starten.

 



Simone Seidel

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