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Bad Doberan Extremwettkampf: Athleten testen ihre Grenzen
Mecklenburg Bad Doberan Extremwettkampf: Athleten testen ihre Grenzen
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00:00 09.09.2013
Thomas Reppich paddelte im Outrigger die schnellste Zeit. Mit seinem Team landete er auf dem zweiten Rang. Fotos (3): Johannes Weber
Mehrkampf

Die Premiere des ersten Extreme Coast Race war ein echtes Highlight. Bis zum Erreichen des Ziels lieferten sich zwei Teams einen engen Wettstreit.

„Ich hätte keine Schokolade darauf verwettet, dass es am Ende so eng wird“, zeigte sich Roman Klawun mitgerissen von der ersten Auflage des „Xtreme Coast Race“. Mit gerade sieben Sekunden Vorsprung paddelte Maik Lojak mit seinem Surfski ins Ziel. Der Wassersportler, sowie Karl Westphal, Lars Lindstädt und Thomas Winkelmann bildeten das Siegerquartett.

Organisator Klawun und das Pro-Event-Team veranstalteten die Premiere des Wettkampfes mit vier Disziplinen. Über eine Strecke von 88 Kilometern kämpften sich sechs Teams mit je vier Athleten von Wismar bis nach Warnemünde an den Strand. Vor 18 Monaten kam Klawun die Idee, etwas Verrücktes an der Küste zu veranstalten. „Ich wollte die Sportarten an Land mit denen auf dem Wasser verbinden. Da ich Leute aus dem Outrigger-Bereich kennenlernte, reifte die Idee immer mehr“, erklärt Klawun Der Startschuss für das Extreme Coast Race erfolgte am Sonntagmorgen um 10 Uhr in Wismar mit dem 20-Kilometer-Lauf auf die Insel Poel. Karl Westphal von der TG Trizack Rostock absolvierte diese Distanz als Schnellster. Damit schickte er seinen Teamkollegen Lars Lindstädt vom SV Breitling als Erster in die zweite Etappe. Diese mussten die Sportler mit einer Art Kanu, dem „Outrigger“, meistern. Es war mit der anspruchsvollste Teil der gesamten Renndistanz.

Die Strecke von der Insel Poel bis zum Salzhaff nach Rerik betrug 22 Kilometer und hatte es besonders in sich. „Der Wind kam extrem von der Seite und von vorne. Dazu verringerte Seegras auf dem Wasser manchmal unsere Geschwindigkeit“, beschreibt Thomas Reppich die Verhältnisse unterwegs. Er überholte Lindstädt, womit er seinen Mannschaftskameraden Dennis Weu als Erstes auf die Strecke für das Radfahren schickte.

Hier setzte sich das Kopf-an-Kopf-Rennen fort. Weu behauptete seine Führung auf der 29 Kilometer langen Distanz von Rerik nach Klein Bollhagen. Der Vorsprung schrumpfte allerdings auf knappe drei Minuten. Dass die Abstände immer enger wurden, lag auch an Thomas Winkelmann. Der Radfahrer von der TG Trizack machte ein ordentliches Tempo auf der Strecke. Er zeigt sich begeistert von diesem Event: „Es ist wirklich sehr reizvoll, dass in dieser Region solch ein Event stattfindet. Ich finde es ist sehr gut organisiert.“Auch Michael Peez, der Betreuer am letzten Wechselstandort war, lobte die Veranstaltung: „Es ist mal ganz was Neues. Die Athleten kämpfen verbissen und der Spaß ist ihnen deutlich anzumerken.

Auf der letzten Etappe mussten die Athleten 18 Kilometer im Surfski absolvieren. Dabei trieben die Sportler ein leichgewichtiges Kajak durch Muskelkraft mit einem Doppelpaddel an. Die Spannung am Warnemünder Strand, der als Ziel diente, stieg.

Maik Lojak und Simon Petereit lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Lojak hatte kurz der Ziellinie mehr Kraftreserven. Bei der Zeit von 5:35:29 erreichte er erschöpft das Ziel. Nur sieben Sekunden später kam Petereit durch das Ziel. Seine Teamkollegen Mathias Ahrenberg, Reppich und Weu freuten sich trotz der knappen Niederlage über den zweiten Rang. Bei einer ingesamten Distanz von 88 Kilometer ist so ein knappes Ergebnis sehr beachtlich.

Auf der Siegerehrung war Organisator Klawun eine große Erleichterung anzumerken:„Mir fällt ein riesiger Stein von Herzen, dass alles so gut geklappt hat. Die Idee, die wir vor ein paar Jahren hatten, funktioniert.“

Johannes Weber

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