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Bad Doberan Festung Doberan bleibt uneinnehmbar
Mecklenburg Bad Doberan Festung Doberan bleibt uneinnehmbar
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00:26 12.01.2015

Ende gut, alles gut: Die Viertliga-Handballer des Bad Doberaner SV haben auch das 22. Heimspiel in Folge ohne Niederlage überstanden. Vor über 300 begeisterten Zuschauern setzten sie sich am Sonnabendabend in der heimischen Stadthalle gegen Drittliga-Absteiger MTV Altlandsberg mit 33:31 (18:18) durch. Den glücklichen Erfolg sicherten sich die Hausherren mit einem Kraftakt in der Schlussphase, nachdem sie zuvor bereits mehrfach mit vier Toren im Hintertreffen gelegen hatten.

„Das war die stärkste Mannschaft, die wir in dieser Saison zu Gast hatten“, lobte DSV-Manager Dieter Schmidt den Gegner nach dramatischen 60 Minuten. Dagegen haderte der ungarische Gäste-Coach Ferenc Remes mit dem Schicksal: „Eigentlich hätten wir den Sack mehrfach zu machen müssen.“ Dass das nicht gelang, lag zum einen am unbändigen Willen der niemals aufsteckenden Gastgeber und zum anderen an einem überragenden Sebastian Prothmann im Doberaner Tor.

Der 28-jährige Schlussmann löste nach einer Viertelstunde den glücklosen Robert French ab und wurde mit einer Quote von fast 50 Prozent gehaltener Bälle zum Matchwinner. Zunächst sorgte er dafür, dass der Rückstand nicht auf mehr als vier Tore anwuchs, dann kaufte er Simon Kappa 40 Sekunden vor Schluss beim Stand von 32:31 einen Konter ab — die Entscheidung. Anschließend gab sich Prothmann bescheiden: „Natürlich hatte ich einen guten Tag, aber gewonnen hat die Mannschaft.“

Die kämpfte sich trotz zahlreicher technischer Fehler im Angriff immer wieder zurück ins Spiel, wobei der siebenfache Torschütze Falk Heinrich mehrfach mit guten Beispiel voranging. Klasse seine Aktionen im 1:1, mit denen er mehrfach zur Aufholjagd blies. Nicht zufällig setzte der Linksaußen, der den zur tschechischen Juniorenauswahl abgestellten Jakub Zboril glänzend vertrat, mit dem Treffer zum 33:31-Endstand den Schlusspunkt unter einen begeisternden Kampf.

„Über die Rückstände habe ich eigentlich nicht nachgedacht“, gab „Heiner“ hinterher zu Protokoll. André Wilk wehrte sich gegen die Vermutung, die lange Erfolgsserie in eigener Halle könnte sich lähmend auswirken. „Das ist eher eine zusätzliche Motivation für uns, die möglicherweise den Gegner negativ beeinflussen könnte“, sagte der DSV-Kapitän. Trainer Lars Rabenhorst war ob der zwei Punkte zufrieden mit dem Geschehen. „Wir haben zwar viele technische Fehler gemacht, uns aber letztlich zurückgekämpft. Heute zählt das Ergebnis“, gestand der Coach.

Und noch einer konnte dem Abend nur Gutes abgewinnen: Florian Glamann. Nach zehnmonatiger Verletzungspause und nur einer Woche Mannschaftstraining gab der 24-Jährige ein erstes kurzes Comeback, das er mit dem Treffer zum 7:10 krönte. „Nach so langer Pause war‘s okay, vor allem hat das Knie gehalten“, zog der Zwei-Meter-Mann ein erstes Fazit.

Wann er wieder zu alter Form findet, ist offen — der DSV könnte einen weiteren Rückraumspieler mehr als gut verkraften, wie auch die Partie gegen Altlandsberg deutlich gezeigt hat.

Bereits am kommenden Sonnabend steht für den Bad Doberaner SV das nächste Heimspiel an. Dann empfängt der Tabellensechste (20:10 Punkte) den 1. SV Eberswalde (Rang 10/8:20 Zähler). Zumindest von der Papierform her scheint also dem Ausbau der imponierenden Heimserie nichts im Wege zu stehen.



Burkhard Ehlers

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