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Bad Doberan Quälen für das große Ziel: Trixi Worrack will Olympia-Medaille
Mecklenburg Bad Doberan Quälen für das große Ziel: Trixi Worrack will Olympia-Medaille
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00:01 16.01.2015
Im Bad Doberaner Sport- und Freizeithaus arbeitet Trixi Worrack an ihrer Athletik. Quelle: Jens Wagner

Immer und immer wieder geht sie in die Hocke und stemmt die Gewichte anschließend nach oben. Sieht schwer aus — und ist auch schweißtreibend. Die Doberaner Profi-Radsportlerin Trixi Worrack trainiert hart. Und das muss sie auch, soll sich ihr großer Traum bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro erfüllen. „Eine Medaille gewinnen, das ist das Ziel“, sagt Deutschlands beste Radsportlerin — und ihre Augen leuchten.

Im Bad Doberaner Sport- und Freizeithaus, Am Walkmüllerholz 13, legt die 33-Jährige momentan die Grundlagen für eine erfolgreiche Saison — diese startet Anfang Februar mit der Katar-Rundfahrt, bei der sie mit ihrem Team „Velocio Sram“ an den Start gehen wird.

Doch bevor es wieder um Siege und Platzierungen geht, trainiert sie drei- bis viermal in der Woche im Doberaner Fitnessstudio. „Es geht um Athletik und Kraft“, sagt die 1,60 Meter große und 50 Kilogramm leichte Frau, die seit 2014 offiziell ihren Lebensmittelpunkt in die Münsterstadt verlegt hat. Doch auch schon davor war sie oft hier. „Wegen meiner Freundin bin ich nach Bad Doberan gezogen“, sagt die dreimalige Weltmeisterin im Mannschaftszeitfahren. „Ich mag Bad Doberan — es ist eine schöne, kleine Stadt. Und ich mag die Ostsee.“

Thomas Unterfranz, der Besitzer des Doberaner Fitnessstudios, kennt Trixi Worrack seit Jahren. „Sie ist ganz natürlich und sympathisch — Starallüren kennt sie nicht“, sagt er. „Sie findet bei uns ideale Trainingsbedingungen. Hier werden Weltmeister gemacht — und hier geben sich Weltmeister die Klinke in die Hand.“ Neben der Radsportlerin besuchen beispielsweise die ehemaligen Top-Ruder-Schwestern Dana und Anja Pyritz immer während ihres Heimaturlaubs das Domizil im Einkaufszentrum an der Bundesstraße 105.

Für Trixi Worrack steht aber nicht nur der Kraftaufbau auf dem Trainingsplan. Für sie heißt es auch: Ab auf das Rad und Kilometer abspulen. Rund 24 000 Kilometer im Jahr fährt sie mit ihrem Rennrad.

Wenn sie in Doberan trainiert, führt ihre Strecke oft über Kühlungsborn und Rerik. „Im Reriker Hafen halte ich gern an — der gefällt mir besonders gut“, sagt die gebürtige Cottbuserin, die in Dissen — einem kleinen Ort im Spreewald — aufwuchs. „Manchmal setze ich mich aber auch einfach auf das Rad und fahre vier bis fünf Stunden durch die Region.“

Doch so schön die Routen an der Küste auch sind. Es gibt ein Problem: Es fehlen die Berge — ein Muss für jeden Profi-Radsportler. „Dafür ist es oft sehr windig — das kompensiert das. Zudem fahren wir ins Trainingslager in die Berge.“

Sie selbst bezeichnet sich als ruhig, zielstrebig und fröhlich. Und sie liebt Tattoos. Mehrere Schriften zieren ihre Haut. „Niemals aufgeben“, ist beispielsweise zu lesen. „Mein Lebensmotto“, sagt Trixi Worrack. Genau die richtige Einstellung, um sich bei Olympia in Brasilien den großen Traum von einer Medaille zu erfüllen.

Jährlich 24 000 Kilometer auf dem Rad
24 000 Kilometer spult Trixi Worrack jährlich mit ihrem Rennrad ab.
Vom 3. bis 6. Februar steht die erste wichtige Rundfahrt dieses Jahres auf dem Programm. Mit ihrem Team „Velocio Sram“ startet sie in Katar. Im Frühjahr möchte die 33-Jährige die Klassiker Wallonischer Pfeil und Flandern-Rundfahrt bestreiten.
3 Weltmeistertitel im Mannschaftszeitfahren hat die 33-Jährige in ihrer Karriere bisher gewonnen.
2009 gewann sie die deutsche Meisterschaft im Einzelzeitfahren.



Karsten Lehmann

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