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Rostocker Nasenbären erleben einen Hockeyboom

Rostock Rostocker Nasenbären erleben einen Hockeyboom

Nach einem 4:8-Rückstand drehte das Inlinehockeyteam aus der Hansestadt beim Saisonstart in Hannover die Partie zum 9:8-Sieg.

Rostock. Ein fettes Ausrufezeichen konnte der 1. Inlinehockey Club (IHC) Rostock in Hannover setzen. Nach einem 4:8-Rückstand drehten die Nasenbären die Partie gegen die Hannover Hurricanez und gewannen noch mit 9:8 (2:3, 1:4, 6:1). „Was die Mannschaft ablieferte, war nicht nur Kampf, das war auch Wille und Einsatzbereitschaft in höchster Perfektion“, freute sich Spieler Felix Birkholz. Besser konnte der Absteiger aus der 1. Bundesliga kaum starten. Auch wenn die Saison erst am 3. Mai zu Hause gegen die Berlin Buffalos fortgesetzt wird, ist die Euphorie riesengroß.

Dass liegt jedoch nicht nur an dem Start nach Maß. Die Nasenbären erfahren derzeit einen Hockeyboom. Der Zulauf ist so groß, dass die Nasenbären gleich fünf Mannschaften für den Spielbetrieb melden konnten, allein drei davon zählen zum Nachwuchs. Mit einer U 10, einer U 13 und einer U 16 ist die Jugend vertreten. „Die spielerische und mentale Entwicklung steht dabei im Vordergrund.

Teilnehmen ist alles“, sagt Vereinschef Christian Ciupka. „Die Jugend ist als Basis das allerwichtigste im Vereinssport“, betont Ciupka. Für die Zukunft sieht er den IHC bestens aufgestellt. Ein Grund dafür ist auch die seit dem vergangenen Jahr bestehende Kooperation mit dem Rostocker Eishockeyclub. „Durch den Austausch von Spielern ist eine dauerhafte Konstanz im Spielbetrieb gewährleistet. Jetzt kann man sehen, dass diese Zusammenarbeit Früchte trägt“, freut sich der Obernasenbär.

Während im Nachwuchs die Entwicklung im Mittelpunkt steht, spielen bei der zweiten Herrenmannschaft die Ergebnisse eine größere Bedeutung. Nach dem Aufstieg in die Regionalliga Nord gibt es vorerst nur ein Ziel: „Der Klassenerhalt hat Priorität“, meint Ciupka. Viele neue, besonders junge Spieler sind dazu gekommen. Allein fünf von ihnen sind noch keine 19 Jahre alt.

Entscheidende Veränderungen gab es auch in der ersten Mannschaft. Trainer Mario Breneizeris hat dem Klub nach einem Jahr wieder verlassen, aus Kostengründen. Ciupka fungiert seit Saisonbeginn wieder als Spielertrainer. Außerdem müssen die Abgänge der drei dänischen Nationalspieler Mads Tolstrup Nielsen sowie Kristian und Soeren Damgaard kompensiert werden. Der Sieg gegen Hannover war ein Anfang.

Jetzt sollen weitere Triumphe folgen. Selbst der Wiederaufstieg ist möglich, glaubt Ciupka. Auch in dieser Spielzeit ist die Ospa-Arena Austragungsort für die Heimspiele der Nasenbären. Darüberhinaus findet dort vom 1. bis zum 3. August zu einem bedeutenden Spektakel im Hockeysport ein: den Europapokal.

 



Flemming Goldbecher

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