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Zu harmlos: Satower setzen Talfahrt fort

Satow/Kröpelin Zu harmlos: Satower setzen Talfahrt fort

Dem SSV fehlte gegen Papendorf erneut die Landesklasse-Qualität. DFC steht jetzt an der Tabellenspitze.

Satow. Fußball-Landesklasse IV — SSV Satow — SG Warnow Papendorf 1:4 (0:3). Einsam und geknickt sammelte SSV-Trainer Jan Schnepel nach dem Spiel die Eckfahnen ein. Erneut schlichen er und seine Schützlinge betrübt als Verlierer vom Platz. Gegen Papendorf blieb das Schlusslicht den Beweis seiner Landesklassen-Tauglichkeit erneut schuldig. „Wir müssen zugeben, dass die Qualität nicht mehr ausreicht“, räumte Schnepel nach dem Spiel ein.

Die Kicker vom Beerwinkel hatten sich viel vorgenommen, doch nach elf Minuten wurde schon wieder alles über den Haufen geworfen. Völlig allein konnte Papendorfs Steve Weigle auf das Tor zurennen und das 0:1 markieren. Die Körpersprache fehlte beim SSV, auch in der 18. Minute. Warnow-Kicker Memsah Enock tankte sich auf der rechten Außenseite durch und hatte nur SSV-Torhüter David Kaesler vor sich. Nach zwei gescheiterten Versuchen traf Enock im dritten Anlauf ungestört zum 0:2. In diesem Moment fühlte sich Kaesler verlassen von seinen Teamkollegen. Die Satower Abwehr gab nur den netten Begleitservice.

„Ihr könnt die Bälle doch nicht so einfach verlieren“rief Schnepel entsetzt den resignierenden Spielern zu. Kurz vor dem Kabinengang sorgte Steve Fahlpahl für eine Vorentscheidung mit dem 0:3. Der Pausenpfiff danach kam den Satowern nicht ungelegen.

Die Körpersprache nach dem Wiederanpfiff war eine etwas andere. Der SSV besaß mehr Mut und dies zahlte sich in der 55. Minute aus. Eine „verunglückte Flanke“ von Markus Lumaschi landete im Tor — 1:3.

Dieser Hoffnungsfunken ließ jedoch keinen Ruck durch die Mannschaft des Tabellenletzten gehen. Dagegen machten die Warnow-Kicker nochmals Dampf, nachdem sie sich etwas zurückgelehnt hatten. Bei zwei Aluminiumtreffern von Papendorfs Sören Neumann hatten die Satower Glück.

In der 85. Minute gelang der Elf von Trainer Olaf Herzog das vierte Tor. Sascha Peters erzielte den 1:4-Endstand. Anschließend herrschte Ratlosigkeit bei den SSV-Kickern auf dem Platz. „Wir müssen jetzt trotzdem weitermachen. Die Chance ist dennoch weiterhin da“, zeigte sich Schnepel kämpferisch, dessen Team nun elf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer hat.

Kröpeliner SV — SV Gelbensander Grashoppers 1:1 (1:0). „Das sind zwei verlorene Punkte“, ärgerte sich KSV-Spielertrainer Mathias Hausburg. In der 85. Minute machte Gelbensandes Steven Tintjer die Hoffnung auf den Dreier zunichte. Die Zuordnung bei einer Ecke stimmte nicht und das nutze Tintjer eiskalt aus. Er schob die Kugel durch die Beine des Kröpeliner Torwarts Thomas Götz.

Zuvor zeigten die Mühlenstädter eine ansprechende Vorstellung. Nach einer Außenristflanke von Jan Gehrmann, köpfte Jan Rönnfeldt das Leder in die Maschen zum 1:0 für den KSV. Der Gastgeber hatte viele weitere Möglichkeiten, um das nächste Tor zu machen. Jedoch sorgte die mangelnde Chancenverwertung bei den Kröpelinern dafür, dass die Gelbensander im Spiel blieben und kurz vor Schluss zuschlugen. „Trotzdem: Die Leistung hat mir richtig gut gefallen. Uns kann jetzt nichts Besseres passieren, als auf den Spitzenreiter zu treffen“, wirft Hausburg einen Blick auf das anstehende Derby gegen den Doberaner FC voraus.

FSV Bentwisch — Doberaner FC 1:2 (0:1). Der DFC ist neuer Tabellenführer in der Landesklasse IV. Der knappe Auswärtssieg reichte, um am vorherigen Erstplatzierten PSV Rostock (1:3-Niederlage beim Rostocker FC II) vorbeizuziehen.

Auf Vorlage von Neuzugang Tobias Scherf traf DFC-Stürmer Marcel Frank zur Führung. Frank war auch in der 63. Minute für die Doberaner zum 2:0 zur Stelle. Der folgende Anschlusstreffer des Bentwischers Tom Günther per Freistoß machte die Partie wieder offen.

Die Tormöglichkeiten des Gastgebers brachten die DFC-Hintermannschaft jedoch nicht mehr in die Bredouille. „Das Gegentor war unnötig, ansonsten hatte mein Team eine gute Vorstellung geboten“, meinte DFC—Trainer Ronny Susa. Einziger Wehrmutstropfen: Neuzugang Sandy Biemann verletzte sich schwer am Knie und fällt lange aus. „Mittlerweile gibt es bei uns sechs Spieler, die auf Krücken gehen“, sagte Susa.

 



Johannes Weber

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