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Bad Doberan Sport mit dem Hund — doch ohne Strom läuft nichts
Mecklenburg Bad Doberan Sport mit dem Hund — doch ohne Strom läuft nichts
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02:24 22.03.2014
Vereinsvorsitzender Rainer Klieme und Vorstandsmitglied Ulla Börsting mit ihren Hunden auf dem Doberaner Trainingsplatz. Quelle: Renate Peter

Dass Hundeleben weit mehr als Fressen und Gassi gehen ist, beweist der Hundesportverein (HSV) in Bad Doberan. Haben Zwei- und Vierbeiner die Hundesprache und Hörzeichen wie Sitz, Platz oder Fuß erst einmal verinnerlicht, wird es so richtig sportlich. Der Doberaner HSV bietet Fährtenarbeit, Obedience und Turnier- Hundesport an.

Doch die sportlichen Herausforderungen erkennt nicht jeder an. „Bis Ende 2013 waren wir noch Mitglied im Landessportbund“, sagt Doberans HSV-Vorsitzender Rainer Klieme und betont: „Wir sind ein gemeinnütziger Verein.“ Doch das Finanzamt hat die „Förderung des Sports zu gemeinnützigen Zwecken“ nicht anerkannt. Der Doberaner Hundesportverein ist deshalb aus dem Landessportbund ausgetreten.

Der Mitgliedsbeitrag sei außerdem zu hoch geworden, sagt Klieme. Nun fällt den Mitgliedern das auf die Füße. Sie erhalten keine Fördermittel vom Landessportbund. Doch Geld brauchen sie jetzt dringend. Die Energieversorgung ist in Gefahr. Ihren Strom für die Lampen im Vereinshaus, das vor gut 20 Jahren in Eigeninitiative errichtet wurde, die kleine Kombüse, die Heizung oder die Computer sowie die Platzbeleuchtung ziehen sie von einem alten Motor eines Lkw W 50 mit Generator. „Der ist in die Jahre gekommen“, sagt Rainer Klieme. Mehr noch: Der Doberaner Hundesportverein hat im vorigen Jahr einen Pachtvertrag mit der Landesforst über 15 Jahre abgeschlossen. Und Auflagen erhalten. Der Verein soll sich um eine bessere Stromversorgung kümmern — das jetzige Aggregat sei alt und zu laut. „Wir müssen uns ein neues Stromaggregat anschaffen. Doch das kostet“, sagt Klieme. Der Verein schätzt 5000 bis 6000 Euro. An die Stadt habe er sich schon gewandt. Der Verein solle 2015 einen Antrag auf finanzielle Unterstützung stellen. Und die Landtagsabgeordnete Stefanie Drese will sich in Schwerin auch für den Verein stark machen.

Dass das Sportliche nicht gesehen wird, können die Vereinsmitglieder nicht verstehen. Seit 25 Jahren gibt es den Verein. Mit 70 Mitgliedern ist er der drittgrößte im Land. Kursteilnehmer trainieren ein halbes Jahr lang ihre Welpen und Junghunde, können dann über eine Mitgliedschaft entscheiden. Die Jugendarbeit ist eine wichtige Sparte. Mit neun Jugendlichen steht der Doberaner HSV sehr gut da. Jedes Jahr nehmen Doberaner Hunde an Bundesausscheiden teil und konnten bereits mit Pokalen und guten Platzierungen heimkommen. Der Verein ist bereits Obedience-Landesmeister geworden, räumte beim Turnier-Hundsport ab.

Aufgrund des höheren Altersdurchschnitts der Mitglieder wird auch Agility angeboten, bei der die Hunde mehr selbstständig fehlerfrei Hindernisse überqueren müssen. Trainiert wird auf dem Platz im Kellerswald, auf dem ein großer Parcours und Revierhütten aufgebaut sind. Die Verantwortlichen für Welpen- und Junghundeausbildung, den Turnierhundesport und die Begleithundeprüfungen, der Platzwart und die Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit sind im Vorstand des Vereins aktiv.

Verschiedene Hundesportarten
Agility: moderne Hundesportart, die ursprünglich aus England stammt. Kernstück ist die fehlerfreie Bewältigung einer Hindernisstrecke in einer vorgegebenen Zeit.

Obedience: Hundesportart, bei der es besonders auf harmonische, schnelle und exakte Ausführung der Übungen ankommt. Obedience wird auch als „Hohe Schule“ der Unterordnung bezeichnet.

Turnierhundsport: Hundesportart, die Hund und Mensch gemeinsam ausführen. Die bekanntesten Varianten sind der Vierkampf 1-3 und der Geländelauf.



Renate Peter

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